Gedanken Sprüche
Nachdenkliche Sprüche und Gedanken
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Wir müssen beständig unsre Gedanken aus unsrem Schmerz gebären und mütterlich ihnen alles mitgeben, was wir von Blut, Herz, Feuer, Lust, Leidenschaft, Qual, Gewissen, Schicksal, Verhängnis in uns haben.
Um erkennen zu können, ob ein Gedanke neu ist, muß man ihn zuerst in einer klaren Formulierung vor sich haben.
Wenn große Gedanken uns täuschen, so unterhalten sie uns doch.
Hohe Gedanken entspringen der Tiefe des Herzens.
Worte werden nicht durch Bücher erschöpft; Gedanken werden nicht durch Worte erschöpft.
Gedanken Ich könnte schwelgen tief in Schweigen, Ich könnte jubeln hoch in Tönen, Könnt' ich, ob laut, ob stumm der Reigen, Mir nur das Denken abgewöhnen! Gedanken martern um das Gestern, Gedanken martern um das Morgen, Und hegen Brut in warmen Nestern Und flattern auf als ew'ge Sorgen.
Es gibt Tage wo man sehr glücklich gestimmt ist, und leicht neue Entwürfe machen, sie aber eben so wenig mitteilen, als wirklich etwas hervorbringen kann. Nicht Gedanken sind es; nur Seelen von Gedanken.
Tief fühlende, wie tief denkende Menschen haben im Leben viele Leiden, oft an Leib und Seele. Die Gedankenlosen scheinen am leichtesten durchzukommen. Und doch – was ist Leben ohne Gedanken? Eine große, lange Sandwüste, aus der selbst eine tropische Sonne kein Blümchen erweckt.
Wer weiß, ob die Gedanken nicht auch einen ganz winzigen Lärm machen, der durch feinste Instrumente aufzufangen und empirisch (durch Vergleich und Experiment) zu enträtseln wäre.
Auch des Gedankens Gold will gemünzt sein, soll es unter die Leute kommen.
Aber auch die klarste Anschauung bleibt ein Bild und wird nie ein Gedanke.
Meine ersten Gedanken sind gewiß kein Haar besser, als Jedermanns erste Gedanken: und mit Jedermanns Gedanken bleibt man am klügsten zu Hause.
Wer nicht seines guten Gedankenganges sehr gewiß ist, der wird bei dem Anblick auf die öffentliche Welt gleichgültig, nicht allein gegen Leben und Tod, sondern auch gegen Tugend und Laster.
Gestern abend bei Mondschein kam mir ein eiskalter Gedanke. Vielleicht ruft die Natur doch nur eine gewisse Anzahl Bildungen ins Dasein, die zeugende Kraft geht ihr einst aus, dann erfüllen nur noch die abgeschiedenen Schatten das Weltall.
Gebraucht sind die Gedankensachen schon alle, seit die Welt besteht.
Wirklich, es gab einmal neue Gedanken! In der Zeit, wo die Menschen viel langsamer und bedächtiger dachten, konnte es kommen, daß einer einen Gedanken fand, der ganz neu und blank war.
Gedanken, die man niedergeschrieben, soll man nicht sobald wieder lesen, sondern sich erst fremd werden lassen und nach einiger Zeit wieder lesen. Man sieht dann, ob man gewonnen oder verloren; das Urteil darüber ist dann unbefangen und lässt sich korrigieren.
So vom Himmel fällt der Geister Zeugungsfunken, Liebe heißt er, Zündend in der Seele Schooß; Und aus ihrer engen Schranke Ringt ein Wunder, der Gedanke, Kind der Ewigkeit, sich los.
Eine Gedanken fliehende Kraft.