Gedanken Sprüche – nachdenklich
240 Sprüche gefunden
Halt, halt! Was geht mir da für eine Idee auf? – Herrlich, göttlich! Eben über den Gedanken, daß ich keinen Gedanken finden kann, will ich ein Sonett machen, und wahrhaftig, dieser Gedanke über die Gedankenlosigkeit ist der genialste Gedanke, der mir nur einfallen konnte. Ich mache gleichsam eben darüber, daß ich nicht zu dichten vermag, ein Gedicht. Wie pikant, wie originell!
Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben: man muss ihn auch ausdrücken können.
Jedermann denkt von einem Prosawerk, daß es weit schlechter sei, als wenn er es selbst gemacht hätte. Hättet ihr doch nur einmal einen Gedanken, der des Niederschreibens lohnte!
Webe deine Gedanken zu einem bunten Tuch, das dich erfreut und andere wärmt.
Der heiligste, der gerechteste, der frömmste Gedanke, wenn er durch die unvollkommene Menschennatur hindurchgeht, kommt nur in Fetzen und Blut daraus hervor. Selbst diejenigen, welche ihn gefaßt, erkennen ihn nicht mehr an und verleugnen ihn.
Unsere Neigungen, Gedanken, scheinen gleich sie ohne Schranken, gehn sie doch wie die Rinderherde, eines in des andern Tritt. Drum, bei allem, was ihr macht, sei der Anfang reif bedacht.
Ein Dieb ist der Gedanke am Leben.
Er wässerte seine Gedanken fleißig.
Nicht wir geben den Gedanken Audienz, die Gedanken geben uns Audienz.
Ich warf allerlei Gedanken im Kopf herum bis endlich folgender obenhin zu liegen kam.
Erst im lauteren Dienst am Werk und Gedanken wächst der Mensch zu wahrhaft freier Größe.
Du denkst und denkst, wir wollen gern dir's danken; Doch gib dein Denken nicht, nein, gib Gedanken!
Du bist dort, wo deine Gedanken sind. Sieh zu, daß deine Gedanken da sind, wo du sein möchtest.
Man wendet seine Gedanken wie einen Rock, um sich ihrer mehrmals zu bedienen.
Wir wissen alle, daß in dem Äußern nichts liege; aber Zeremonien können gute Rührungen veranlassen, und auf gute Gedanken bringen. Auch sind sie bisweilen ein Fähnlein über dem Wasser, das uns anzeigt, wo der Schatz gewesen und versunken ist.
Der Gedanke lockt den Menschen an Abgründe unerforschlicher Geheimnisse, betrügt ihn, läßt ihn in quälender, ohnmächtiger Einsamkeit allein angesichts dieser Geheimnisse – und erlischt.
Es gibt eine Zuständigkeit der Gedanken, die sich um ihren jeweiligen Aufenthalt wenig kümmert.
Weil ich den Gedanken beim Wort nehme, kommt er.
Der Gedanke macht die Würde des Menschen aus.
Das Drama schildert den Gedanken, der Tat werden will durch Handeln oder Dulden.
Für gute Gedanken braucht es wenig Worte, nur die schlechten verstecken sich in einem Schwall von Worten.