Gedanken Sprüche – nachdenklich
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Sobald man einen neuen Gedanken findet, reclamiren ihn gleich Dutzende, die ihn verloren haben wollen.
Die besten Gedanken, die wir haben, sind von uns nicht gesucht worden, sondern uns unwillkürlich gekommen.
In schlichter Form ein kerniger Gedanke – er wurzelt, blüht und setzt in Frucht und Ranke sich segnend fort.
Der Gedankenlose denkt, man habe nur dann einen Gedanken, wenn man ihn hat und in Worte kleidet. Er versteht nicht, daß in Wahrheit nur der ihn hat, der das Wort hat, in das der Gedanke hineinwächst.
Wer könnte bestehen, wenn man für seine Gedanken verantwortlich gemacht würde?
Wie auf dem Felde die Weizenhalmen, So wachsen und wogen im Menschengeist Die Gedanken.
Zwei getrennte Gedanken sehen oft aus, als widersprächen sie sich; ein Vermittlungsstück würde sie in Einklang bringen.
Nach dem Essen hat der Mensch am meisten Gedanken. Der gefüllte Magen scheint sie frei zu machen, wie bei jenen Pflanzen, die mit ihren Blättern augenblicklich das Wasser ausschwitzen, mit dem man ihren Humus begossen hat.
Wer sähe nicht, wie anmaßend es auch wäre, über Sinn und Einsicht eines anderen zu urteilen? Denn allein vor Gott liegen die Herzen und Gedanken offen.
Wie man sagt: der Gedanke schafft den Ausdruck, kann man auch sagen: der Ausdruck schafft den Gedanken.
Der Gedanke ist eine Bewegung des Stoffes.
Man muß damit anfangen, Gedanken anderer auffassen zu können.
Unsere besten Gedanken sind nicht diejenigen, die wir finden, wenn wir selbst suchen, sondern diejenigen, die wir finden, wenn wir andern Suchenden nachgehen.
Viele Gedanken sind nur zollfrei, weil sie Muster ohne Wert sind.
Den eigenen Gedanken nachgehen, das kann, je nach Persönlichkeit, die bequemste oder die anstrengendste Beschäftigung sein, die es gibt. Die größten Seelen machen daraus ihren Lebensinhalt.
O, Erbe der Ewigkeit, bewache wohl das Tor der Sünde: den Gedanken!
Du, der Gedanken denkt, und gern viel Worte spricht: Gedanken denke, nur in vielen Worten nicht!
Unsere Gedanken sind meist schlechter als wir selbst.
Der Gedanke ist bald eine einfache Bewegung und bald eine Tat der Seele.
Oft sind unsere Gedanken größer als wir selber. Freuen wir uns darüber, denn sie sind uns ein Hinweis auf das, was wir einst werden sollen!
Und ich behaupte, dass ein Mensch, der nicht unter der einen oder anderen Form gewohnt ist, aufrührerischen Gedanken nachzugehen, vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet eine defekte Geistesverfassung besitzt.