Gott Sprüche

Sprüche über Gott

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Denn voll erkannt kann Gott in dieser Welt nie werden, geliebt aber kann er werden, fromm und glühend. Und diese Liebe ist immer glücklich, die Erkenntnis aber kann bisweilen schrecklich und bitter sein – wie die der Teufel, die Gott in der Hölle erkennen und vor ihm zittern.

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Man erkennt Gott durch die Frömmigkeit, die einzige Beschaffenheit unsrer Seele, durch die er unsrer Fassungskraft erreichbar wird.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Gott, die Schöpfung und die Unsterblichkeit der Seele

Die Liebe beginnt da, wo das Denken aufhört. Wir brauchen aber die Liebe von Gott nicht zu erbitten, sondern wir müssen uns für sie nur bereit halten.

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Ein froh und tröstlich Lied Gottvaters blühendes Wunderkleid wallt über unsere Lande weit und schmückt die arme Erde. Die Blumenwiese ist sein Saum, die Kinder haschen noch im Traum danach mit Lustgebärde. Gottvaters blühendes Wunderkleid birgt allen Trost für Menschenleid! Aus seinen langen warmen Falten hat Menschenhand ihr täglich Brot und Früchte süß und goldenrot noch Jahr um Jahr erhalten. Gottvaters blühendes Wunderkleid rauscht durch die Welt in Ewigkeit und hört nicht auf zu prangen. Und rauscht uns noch zur Nacht Geleit! Der letzte Griff in Gottes Kleid stillt Bangen und Verlangen.

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Gott braucht auch dich, daß er sein Werk vollende. Deine Hände sind Gottes Hände.

Lissauer, Der inwendige Weg. Neue Gedichte, 1920

Soll Gott gesehen werden, so muß es in einem Lichte geschehen, das Gott selbst ist. Das Auge, in dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht – mein Auge und Gottes Auge ist ein Auge und ein Erkennen und ein Lieben.

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Fragst du, wie Gott, das Wort, in einer Seele wohne? So wisse: wie das Licht der Sonnen in der Welt, Und wie ein Bräutgam sich in seiner Kammer hält, Und wie ein König sitzt in seinem Reich und Throne, Ein Lehrer in der Schul, ein Vater bei dem Sohne Und wie ein teurer Schatz in einem Ackerfeld Und wie ein lieber Gast in einem schönen Zelt, Und wie ein Kleinod ist in einer guldnen Krone, Wie eine Lilie in einem Blumental Und wie ein Saitenspiel bei einem Abendmahl Und wie ein Zimmetöl, in einer Lamp entzunden, Und wie das Himmelsbrot in einem reinen Schrein Und wie ein Gartenbrunn und wie ein kühler Wein: Sag, ob er anders wo so schöne wird gefunden?

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Ist's denn nötig, daß wir die Art und Weise, wie Gott wirkt, völlig begreifen?

Luther, Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche, 1520

Das Vergnügen ist etwas Göttliches, und ich bin der Meinung, daß jedermann, der guten Tokaier trinkt, der eine schöne Frau küßt, mit einem Wort, der angenehme Empfindungen hat, ein wohltätiges höchstes Wesen anerkennen muß.

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Wenn du Gott hilfst, hilft dir Gott.

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Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen; er ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens. Dort steht er und harrt und wartet.

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Wen der Herr erkor zum Boten, Muß mit festem Schritte gehn. Darf nicht nach den Blumen schauen, Die am Wege lockend stehn.

Brill, Der Singschwan, 1882

Ich habe Gott gesucht und fand ihn nicht. Ich schrie empor und bettelte um Licht. Da, wie ich weinend bin zurückgegangen, Faßt's leise meine Schulter: Ich bin hier. Ich habe dich gesucht und bin bei dir. Und Gott ist mit mir heimgegangen.

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Ich sah den Herrn vorübergehen von Ferne und versank in Staunen.

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Dein ist alles Dein ist alles, all und jede Wonne, wenn sie aufgeht, dir als eigene Sonne, jeder Tag vom Licht emporgetragen, wenn er aufgeht dir als eigners Tagen. Dein ist alles, all der Blumen Glühen, weenn hervor sie aus sich selber blühen. All die Rosenknospen auf der Erden, wenn sieRosen in dir selber werden. Dein ist alles, was in Tal und Hügeln lichtvoll sich in dir kann widerspiegeln. Dein die Himmel selbst und selbst die Sterne, wenn du Glanz hast für den Glanz der Ferne.

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Aber den anstrengendsten von allen Gedanken, im Vergleich mit dem selbst der ernste Gedanke an den Tod leichter ist, den Gedanken an Gott, kann der Religiöse mit einer solchen Leichtigkeit wie du und ich und Hinz und Kunz und Justizrat Müller bewegen, denn das steht wohl fest, daß an uns keiner etwas merkt.

Kierkegaard, Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken, 1846. Übersetzt von Hermann Gottsched, 1910

Unter allem Streben und Begehren ist nur eines ganz lauter, das Verlangen nach Gott, nach Vereinigung mit dem Höchsten. Es ist die Neigung des Tropfens zum Strom und des Stromes zum Meere – der Drang, das Einzelne, Getrennte, zur großen Allgemeinheit hinzuleiten, und mit und in ihm unsterblich zu sein. So ist der höchste Vorschritt des Menschen, das freie Heraustreten aus sich selbst – von Subjektivität zur Objektivität – die Verspielung des Teils an das Ganze.

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Das Herz sucht einen Gott, auch ohne daß die Seele des Menschen, deren innerstes Wesen das Herz selbst ist, es weiß.

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Wie höflich ist Gott. Er sagte: "Er soll dein Herr sein!" Dann schwieg er und sah dich freundlich und erwartungsvoll an und glaubte, du sagtest nun deinerseits: "Und ich will Ihr Diener sein und Sie auf meinen Händen tragen!" Und immer noch schweigt er und wartet auf dies, dein Wort.

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Was bist du Mensch? Ein Gottgedanke! Und hat, der dich hienieden gedacht, Wenn dir gefallen der Sterblichkeit Schranke, Nicht weiter dich zu denken die Macht?

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Gott will Begegnung mit uns feiern: will unsere anbetende, liebende Antwort.

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