Gott Sprüche – gedanken

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Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 63,7)

Das hohe Göttliche, es ruht in ernster Stille; Mit stillem Geist will es empfunden sein.

Schiller, Die Huldigung der Künste. Ein lyrisches Spiel, Erstaufführung in Weimar am 12. November 1804. Tanz

Man erkennt Gott durch die Frömmigkeit, die einzige Beschaffenheit unsrer Seele, durch die er unsrer Fassungskraft erreichbar wird.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Gott, die Schöpfung und die Unsterblichkeit der Seele

Fragst du, wie Gott, das Wort, in einer Seele wohne? So wisse: wie das Licht der Sonnen in der Welt, Und wie ein Bräutgam sich in seiner Kammer hält, Und wie ein König sitzt in seinem Reich und Throne, Ein Lehrer in der Schul, ein Vater bei dem Sohne Und wie ein teurer Schatz in einem Ackerfeld Und wie ein lieber Gast in einem schönen Zelt, Und wie ein Kleinod ist in einer guldnen Krone, Wie eine Lilie in einem Blumental Und wie ein Saitenspiel bei einem Abendmahl Und wie ein Zimmetöl, in einer Lamp entzunden, Und wie das Himmelsbrot in einem reinen Schrein Und wie ein Gartenbrunn und wie ein kühler Wein: Sag, ob er anders wo so schöne wird gefunden?

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Das Herz sucht einen Gott, auch ohne daß die Seele des Menschen, deren innerstes Wesen das Herz selbst ist, es weiß.

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Was bist du Mensch? Ein Gottgedanke! Und hat, der dich hienieden gedacht, Wenn dir gefallen der Sterblichkeit Schranke, Nicht weiter dich zu denken die Macht?

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Gott sage ich und meine den Geist, der die Natur durchströmt, dessen auch ich ein winziges Teilchen bin, den ich im großen Sturme fühle.

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Gott müßt ihr im Herzen suchen und finden.

Jean Paul, Vorläufige Gedanken, entstanden 1816 (posthum veröffentlicht). XI. Gott. Letzte Beruhigung in Gott

Ich bin wie Gott und Gott wie ich Ich bin so groß wie Gott, er ist als ich so klein; Er kann nicht über mich, ich unter ihm nicht sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

In der Stille Ist mein Wille Nur auf dich, mein Gott, gestellt; All mein Ringen, all mein Denken Strebt in Gott sich einzusenken, Dessen Hauch mich süß umschwebt. Seelenfrieden Ist beschieden Mir, der so in Gott sich wiegt. O ihr Schmerzen, Gram und Trauer, Seid ihr mehr als Mainachtsschauer, Draus der Tag erglänzt und siegt?

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Wäre der Geist nicht frei, dann wäre es ein großer Gedanke, daß ein Gedankenmonarch über die Seelen regiert.

Platen, Gedichte. Ausgabe 1834. Epigramme

Was dem Menschen Gott ist, das ist sein Geist, seine Seele, und was des Menschen Geist, seine Seele, sein Herz, das ist sein Gott [...].

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. 2. Kapitel: Das Wesen der Religion im allgemeinen

Der Gott meines Hirns ist ein Götze, ich verderbe mich in seiner Anbetung; der Gott meines Herzens ist mein Gott, ich veredle mich in seiner Liebe.

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Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.«

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 53,2)

Gott ist noch mehr in mir, als wenn das ganze Meer In einem kleinen Schwamm ganz und beisammen wär.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte, ich wollte ihn nimmer für Gott halten.

Landauer (Hg.), Meister Eckharts mystische Schriften, 1903

Die Vorstellung, welche der Mensch von Gott hat, entspricht der, welche er von sich selbst, von seiner Freiheit hat.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Religion, gehalten 1821-31. Einleitung. Einteilung

Gott ist eine leere Tafel, auf der nichts weiter steht, als was du selbst darauf geschrieben.

Feuerbach, Erläuterungen und Ergänzungen zum Wesen des Christenthums, 1846. Das Wesen des Glaubens im Sinne Luthers, 1844

Gott hört, wenn er es auch nicht gleich sagt.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Sie [die Götter] reden nur durch unser Herz zu uns.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 1. Akt, 3. Szene, Iphigenie zu Thoas

Wenn die Narren sind, die in ihrem Herzen das Dasein Gottes leugnen, so kommen mir die noch unsinniger vor, die selbiges erst beweisen wollen.

Hamann, J. G., Briefe. An Jacobi, 18. Februar 1786