Gott Sprüche – leben

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O Diener, wo suchst du mich? Sieh doch! Ich stehe neben dir. Weder in Tempeln noch in Moscheen wohne ich. Weder in der Kaaba noch in der Kâilas: Weder in Riten noch Zeremonien, noch in Yoga oder Entsagung. Wenn du mich wahrhaftig suchst, wirst du mich dort erblicken: wirst du mich treffen im Nu. Kabir sagt, o Sadhu! Gott ist der Atem in allem Atem.

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Das Wort ward nicht nur Mensch, sondern Fleisch.

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Gott braucht uns. Wir sind die Sandkörner in den Bausteinen, mit denen er die Menschheitsgeschichte baut.

Naumann, Gotteshilfe. Gesamtausgabe der Andachten aus den Jahren 1895-1902, Göttingen 1904

Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders.

Homer, Ilias, 2. Hälfte des 8. Jhdts. v. Chr

Du wirst kein Buch finden, da du die göttliche Weisheit könntest mehr inne finden zu forschen, als wenn du auf eine in vieltausenderlei Kräutern grünende und blühende Wiese gehest: da wirst du die wunderliche Kraft Gottes sehen, riechen und schmecken, wiewohl es nur ein Gleichnis ist.

Böhme, Beschreibung der drei Prinzipien göttlichen Wesens (De tribus principiis), 1619

Wer Gott leugnet, zerstört den Adel der Menschheit, denn, wahrlich, der Mensch ist durch seinen Leib mit den Tieren verwandt, wenn er nicht durch seinen Geist mit Gott verwandt wäre, wäre er nur ein niederes und unedles Geschöpf.

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Der Mensch soll der Vorsehung, die ihn führt, nicht vorlaufen wollen.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum)

Ihm ist keiner der Geringste – Wer sich mit gelähmten Gliedern, Sich mit wild zerstörtem Geiste, Düster ohne Hilf' und Rettung, Sei er Brahma, sei er Paria, Mit dem Blick nach oben kehrt, Wird's empfinden, wird's erfahren: Dort glänzen tausend Augen, Ruhend lauschen tausend Ohren, Denen nichts verborgen bleibt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lyrisches. Paria. Aus: Legende, ents. zwischen 1783 und 1823, Erstdruck 1824

Wie Gott es fügt, so lacht und weint der Mensch.

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Unmittelbar aus den menschlichen Unmöglichkeiten erwachsen Gottes herrliche Gelegenheiten.

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Wenn auch der Mensch die Weltgeschichte macht, die Kapitelüberschriften macht Gott.

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Ich stand auf einem hohen Berge und sah einen großen Mann und einen anderen, der verstümmelt war, und ich hörte etwas wie eine Stimme des Donners und ging näher, um zu hören und er redete zu mir und sprach: "Ich bin du und du bist ich, und wo du bist, da bin ich auch und überall bin ich zerstreut. Und wenn du willst, sammelst du mich, und wenn du mich sammelst, sammelst du dich selbst."

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So lebe ich, so sterbe ich einmal, und wenn ich gestorben bin, so wird man mir vielleicht das Zeugnis geben, daß ich nichts für mich gewollt habe, daß ich nichts gesucht habe als Gott allein.

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Ohne Gott – alles Spott.

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Gott ist unerklärbar und unbeweisbar. Das ist seine Ehre und seine Majestät. Aber wer ihn erlebt, dem leuchtet die Lebenssonne, der ist außerstande, je von Gott zu lassen.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Ohne Gott nicht einmal bis zur Schwelle, mit Gott sogar übers Meer.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Gott lieben heißt für die Mitmenschen schwitzen.

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Was dem Menschen Gott ist, das ist sein Geist, seine Seele, und was des Menschen Geist, seine Seele, sein Herz, das ist sein Gott [...].

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. 2. Kapitel: Das Wesen der Religion im allgemeinen

So ist alles Göttliche: Es ist unglaublich einfach, aber unergründlich. Es kann nur erlebt, aber niemals erklärt werden. Wer jemals ein Tun Gottes erklärt hat, ist in Irrtum geraten, aber verständlich ist's ohne Erklärung für jedermann, der in sein Erleben hineingestellt ist.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Jetzt willst du Gottes Willen tun? Das heißt noch lange nicht, daß dir dein Korn wohl gedeiht und daß deine Seele nicht mehr blutet.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920). Aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts

Dein Untergang in Gott ist Gottes Aufgang in dir. Du liebst den Tag, da liegen dir die Dinge sonnenklar. Bedenke, es gibt Nächte, da wird das Nächste und Vertraute fremd und ungewiß, in der Höhe aber wachen ganze Welten auf und scheinen.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920). Aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts