Gott Sprüche – leben

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Ergebung Wie es geht, so laß es gehen, Weil des Höchsten Wille steht, Daß es also, wie es geht, Will und soll und muß geschehen.

Förster (Hg.), Bibliothek deutscher Dichter des siebzehnten Jahrhunderts. Auserlesene Gedichte von Jacob Schwieger, Georg Neumark und Joachim Neander, 1828. Denksprüche

Wo der Mensch aus Hingabe das Seine preisgibt, da muß notgedrungen Gott für ihn eintreten.

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Erst, wenn du dich kleiner als das Atom eines Sonnenstäubchens fühlst, ahnst du Gott. Am wenigsten, wenn du dich als sogenannten Halbgott fühlst.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren, ich geh im Gott mit allem Mein zu sterben, ich kehre heim, o Gott, als Dein zu leben.

Morgenstern, C., Gedichte. Wir fanden einen Pfad, 1914. Aus: Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren

Bisweilen kommen wir mit dem bloßen Schrecken davon: Gott straft uns oft mit unseren Einbildungen.

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Ich kam, sah, Gott aber siegte.

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Für ein' jeden Menschen hat der Herrgott wo a Hoamatl baut und an Korb voll guat Soch hingestellt – oba suachn muass ma's selber.

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Gott erfüllt die Wünsche seiner Feinde, um sie stufenweise zu bestrafen, je nachdem er sie ablassen oder zunehmen lässt in Unbotmäßigkeit und Unglauben.

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Immer steht jeder Mensch Gott allein gegenüber.

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Nicht: Wie geht es uns – wie geht es Gott?

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Gottes Wille hat kein Darum.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Es steht nirgends geschrieben, daß Gott unseren Kopf verlange, wohl aber unser Herz.

Kügelgen, Lebenserinnerungen des alten Mannes in Briefen an seinen Bruder Gerhard 1840-1867, Leipzig 1923

Gott in der Welt suchen, das ist Menschenaufgabe. Ihn auch finden? Das ist Gnade, das heißt besonderes Schicksal, besondere Anlage.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Denkt euch: Gott saß vor der Orgel der Möglichkeiten und improvisierte die Welt. Wir Armen, Menschen, hören immer nur die vox humana heraus. Ist sie schon schön, wie herrlich muß das Ganze sein!

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Gebet eines Spielmanns Ich möchte wohl, wenn's möglich wär Daß Gott bekäm, was ich bekam Die Sorgen all, und all den Gram Und daß ich Gott wär, so wie er. Dann ging es ihm, wie's mir geschah Ich zahlt ihm was mir ward zurück Wie immer nur dem Schlechten ja Gewährt wird seiner Güter Glück So hole er sich dort den Dank Und nicht bei mir für seine Gaben Mir lieh er keinen Heller blank Die Seele nur – die kann er haben.

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Man sollte [...] bedenken, daß 'Gott' für jeden Menschen etwas anderes ist, wie für jeden Menschen Welt und Ich etwas anderes ist, daß ich Gott nicht anders definieren kann als das, von dem ich mich schlechthin abhängig fühle.

Ernst, P., Novellen. Fortsetzung der Geschichte von der Taufe

Manche hast Du mit Gewalt geladen. Manche randvoll angefüllt mit Gnaden. In manchen Seelen sammelst du Geschick, daß sie tausend Leben leben in dem einen.

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Es peitscht mancher seinen Gott, wo er sich peitschen sollte!

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Wenn die Gottheit den Gebeten der Menschen folgen würde, so würden alle Menschen allzu schnell umkommen: soviel Schlimmes erbitten sie fortwährend füreinander.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [73]

Mag schwinden das Leben, mag nahen der Tod, Wir können nicht sinken, denn Helfer ist Gott.

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Vor dem Schlaf Da weht mich wieder jene Ahnung an, ein Federflaum von jenem großen Grauen, ein Nichts, genug, um alles doch zu schauen, was mir von allem Anfang angetan. Und klopft ans Herz: Du bist in einer Falle, versuch's und flieh! Dies hast du doch gemeinsam, das einzig eine, worin alle einsam, und keiner will und dennoch müssen alle. Wer wird in jener Nacht nach diesen Nächten bei dir sein, um den letzten Streit zu schlichten, Endgültiges dir helfen zu verrichten, damit sie dort nicht allzu strenge rechten? Dies war ein Blick aus dem Dämonenauge, das mich im Dämmern eingenommen hatte. So prüft das Leben mich, das nimmermatte, ob nun noch ihm zum Widerstand ich tauge. Noch wart ich auf das Wunder. Nichts ist wahr, und möglich, daß sich anderes ereignet. Nicht Gott, nur alles leugn' ich, was ihn leugnet, und wenn er will, ist alles wunderbar.

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. VIII.