Gott Sprüche – nachdenklich

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Die ganze Welt schuf Gott. Und er ließ zu, daß auch der Mensch sich seine Welt baue. Denn die Menschen wirken und gestalten und befehlen. Sie schaffen an den Geschöpfen und bilden an diesem Vorbild auch anderes nach ihrem Willen, ohne ihm jedoch einen Geist geben zu können.

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Zugegeben, alle Gewalt stammt von Gott. Aber auch alle Krankheit kommt von ihm; ist es deshalb verboten, einen Arzt zu rufen?

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762

Das Erste, was die Gnade tut, ist dies: Sie verleiht göttliches Sein.

Aquin, Kommentar zum Sentenzenbuch des Petrus Lombardus

Wenn Gott Seelen hebben, mutt he Sünner vergeben.

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Ich mißtraue Menschen, die immer wissen, was Gott von ihnen erwartet, weil sich Gottes Erwartung immer mit ihren eigenen Wünschen deckt.

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Der dich gemacht hat, weiß auch, was er mit dir machen soll.

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Mein Gott, laß mir im Leben des anderen dein Antlitz leuchten. Das unwiderstehliche Licht deiner Augen, das auf dem Grund der Dinge strahlt, hat mich schon zu jedem Werk begleitet, das ich vollbringen, und zu jedem Schmerz, den ich ertragen mußte. Gib, daß ich dich auch und vor allem im Innersten der Seele meiner Brüder erkenne.

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Gott bleibt immer noch größer als unsere hochherzigste und allseitigste Auffassung.

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O heil'ger Geist zieh bei mir ein Und laß mich deine Wohnung sein Zu steter Freud und Wonne.

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Es bringt dir einen Gott ein jedes Gräslein bei, und macht es dazu klar, daß er dreifaltig sei.

Czepko, Sexcenta Monodisticha Sapientium, 1655

Einer sagte Ja zu meiner Geburt zu meinem Leben zu meinem Sein zu meiner Schwäche zu meinem Versagen zu meinem Sterben Einer sagte Ja zu mir zu dir Er wird nicht müde auf deine und meine Antwort zu warten

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Das Beste und Herrlichste, wozu man in diesem Leben gelangen kann, ist, daß du schweigst und Gott wirken und sprechen läßt.

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Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viele Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch die Tiefen zu ergründen. Tausend- tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür!

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Wenn Gott sein Ebenbild wie sich selbst liebt, warum soll nicht auch ich das Bild Gottes wie Gott selbst lieben?

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 8. Kapitel: Das Geheimnis des Logos und göttlichen Ebenbildes

Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gemacht, und ich muss mir ins Angesicht speien lassen.

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 17,6)

Gottesfurcht ist Gotteslästerung.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Gott straft ohne Peitsche und ohne Worte.

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Niemand ist imstande, Gott so zu verehren, wie Er es verdient.

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Alle tun Gottes Werk, ob sie wollen oder nicht. Und wie schön ist es, zu wollen.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Sollte man es glauben, daß dieser selbe gewissenlose Gott, dieser moralische Kretin, zum Lehrer der Güte, der Sitten, der Milde, der Rechtlichkeit, der Reinheit ernannt wurde? Es erscheint unmöglich und verrückt...

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Es ist schon ein großer Anfang in der Erkenntnis Gottes, wenn wir, bevor wir zu erkennen vermögen, was er ist, zu erkennen anfangen, was er nicht ist.

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