Gott Sprüche – nachdenklich

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Wer Gott nahe kommt, verliert, was er hat. Ja, er verliert sich selbst. Aber er gewinnt dafür die höchste Gabe, die Gabe der Demut.

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Nicht Er ändert uns, sondern wir selbst ändern uns, indem wir uns Ihm nähern.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Wir dürfen die Verbindung mit dem Ewigen nicht verlieren, in dessen Odem doch zuletzt unser Tiefstes lebt.

Lienhard, Aufsatz im »Türmer«, Oktober 1922

Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden.

Einstein, Wie ich [in] die Welt sehe, 1930. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Warum uns Gott so wohl gefällt? Weil er sich uns nie in den Weg stellt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Die Götter, die ihr euch macht, werden euch richten!

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Gott müßt ihr im Herzen suchen und finden.

Jean Paul, Vorläufige Gedanken, entstanden 1816 (posthum veröffentlicht). XI. Gott. Letzte Beruhigung in Gott

Wir können nicht besser geführt werden, als wir geführt werden!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Gott braucht uns. Wir sind die Sandkörner in den Bausteinen, mit denen er die Menschheitsgeschichte baut.

Naumann, Gotteshilfe. Gesamtausgabe der Andachten aus den Jahren 1895-1902, Göttingen 1904

Gott hat die Fürbitte angeordnet, um seinen Geschöpfen die Würde der Ursächlichkeit zu verleihen.

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Die heilge Majestät, willst du ihr Ehr erzeigen, Wird allermeist geehrt mit heilgem Stilleschweigen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Mein Kind, tu dir selbst so viel Gutes an, wie du kannst, und gib dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 14,11)

Der Mensch soll der Vorsehung, die ihn führt, nicht vorlaufen wollen.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum)

Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 3,14)

Es gibt einen Gott, der dich erschaffen hat, aber auch erlöst.

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Unmittelbar aus den menschlichen Unmöglichkeiten erwachsen Gottes herrliche Gelegenheiten.

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Wer sich selbst erkennt, der wird Gott erkennen, und wer Gott erkennt, der wird Gott gleich.

Agapetus, Scheda regia. Regentenbüchlein des hochlöblichen Römischen Kaysers Justiniani Primi, 1590. 3. Kapitel

Ich stand auf einem hohen Berge und sah einen großen Mann und einen anderen, der verstümmelt war, und ich hörte etwas wie eine Stimme des Donners und ging näher, um zu hören und er redete zu mir und sprach: "Ich bin du und du bist ich, und wo du bist, da bin ich auch und überall bin ich zerstreut. Und wenn du willst, sammelst du mich, und wenn du mich sammelst, sammelst du dich selbst."

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Wäre der Geist nicht frei, dann wäre es ein großer Gedanke, daß ein Gedankenmonarch über die Seelen regiert.

Platen, Gedichte. Ausgabe 1834. Epigramme

Wer nur den lieben Gott läßt walten!

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Damit die Seele lerne, Gott zu lieben, richte sie ihre Augen nicht auf seine Größe, sondern auf die Größe seiner Demut.

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