Gott Sprüche – nachdenklich
496 Sprüche gefunden
Erst kommt das Erkennen Gottes, dann folgt die Verehrung Gottes.
Wo man Gott um etwas anderes bittet als um Gott, da ist viel Furcht und wenig Glaube.
Der Gott meines Hirns ist ein Götze, ich verderbe mich in seiner Anbetung; der Gott meines Herzens ist mein Gott, ich veredle mich in seiner Liebe.
Für hochgestimmte Gemüter hat der Bibelgott durch das Lederne der Bücher, in denen er dargestellt wird, viel Abstoßendes an sich.
Gott hat nun einmal die Eigenart, daß er die fertigen, braven Ehrenmänner weniger liebt, als die suchenden Seelen, selbst wenn es arme Zöllnerseelen sein sollten.
Wenn Gott mit seinen Gaben sparsamer umginge, wären wir dankbarer.
Wer Gott unter bestimmten Formen sucht, der ergreift wohl diese Form, aber Gott, der in ihr verborgen ist, entgeht ihm.
Wenn ich den Menschen gebildet und ihm von meinem Geist eingehaucht habe, so fallet betend vor ihm nieder.
Es zählt der Herr das Haar auf unserem Haupte; doch zählt Er nicht nur, Er bewacht.
Wer sich an Gott hängt, dem hängt Gott sich an und alles Tüchtige. Und was du zuvor suchtest, das sucht nun dich, welchem du zuvor nachjagtest, das jagt nun dir nach, und was du zuvor fliehen mußtest, das flieht nun dich.
Schweig' und schwätze nicht über Gott; denn damit, daß du von ihm schwätzest, lügst du und tust Sünde. Willst du also ohne Sünde und vollkommen sein, so schwätze nicht von Gott. Du sollst auch von Gott nichts verstehen, denn Gott ist über alles Verständnis.
Gott will nicht engherzige Gemüter und leere Köpfe zu seinen Kindern, sondern solche, deren Geist von sich selbst arm, aber reich an Erkenntnis seiner ist, und die in diese Erkenntnis Gottes allein allen Wert setzen.
Gott gibt Äcker, gibt nicht Pflüge. Gott gibt Quellen, gibt nicht Krüge. Gott gibt Flachs, gibt nicht Linnen. Selbst mit eigener Hand muß spinnen, selbst mit eigenem Kopf muß sinnen, jeglicher auf dieser Welt.
Die Vorstellung, welche der Mensch von Gott hat, entspricht der, welche er von sich selbst, von seiner Freiheit hat.
Ein Missionar disputierte mit einem Indianerhäuptling und sagte: "Mein Gott ist gut, aber er bestraft die Gottlosen!" Darauf der Häuptling: "Mein Gott ist auch gut, aber er bestraft niemand, er ist zufrieden damit, allen Gutes zu tun."
Alltagsmenschen suchen den Himmel. Sonntagsmenschen aber, die tiefen und auserwählten Geister, suchen Gott.
Weite die Barmherzigkeit des Allerhöchsten und miß nicht die göttlichen Dinge mit den engen offiziellen Massen.
Der Herr läßt Gras wachsen auf den hohen Bergen; aber als lieber Gott hat er seinen schönen Blumen den Aufenthaltsort durchschnittlich doch mehr im Tal angewiesen.
Beruhige dein Gemüt durch den Gedanken, daß über aller Leben ein gütiges Auge wacht, ein weiser Wille und eine starke, schützende Hand. All unsere Gedankensprünge macht uns grübelnden Menschen Gott oft durch eine Auskunft zu Schanden, daß wir staunen, weshalb wir nicht auf demselben Weg sind wie er, der doch meist so einfach ist!
Ob man sich ein Idol macht aus Holz, Stein, Metall, oder es zusammensetzt aus abstrakten Begriffen, ist einerlei: es bleibt Idololatrie, sobald man ein persönliches Wesen vor sich hat, dem man opfert, das man anruft, dem man dankt.
Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.