Gott Sprüche – nachdenklich

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Erst kommt das Erkennen Gottes, dann folgt die Verehrung Gottes.

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Wo man Gott um etwas anderes bittet als um Gott, da ist viel Furcht und wenig Glaube.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920). Aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts

Der Gott meines Hirns ist ein Götze, ich verderbe mich in seiner Anbetung; der Gott meines Herzens ist mein Gott, ich veredle mich in seiner Liebe.

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Für hochgestimmte Gemüter hat der Bibelgott durch das Lederne der Bücher, in denen er dargestellt wird, viel Abstoßendes an sich.

Multatuli, Woutertje Pieterse, 1862-77

Gott hat nun einmal die Eigenart, daß er die fertigen, braven Ehrenmänner weniger liebt, als die suchenden Seelen, selbst wenn es arme Zöllnerseelen sein sollten.

Naumann, Gotteshilfe. Gesamtausgabe der Andachten aus den Jahren 1895-1902, Göttingen 1904. 1898

Wenn Gott mit seinen Gaben sparsamer umginge, wären wir dankbarer.

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Wer Gott unter bestimmten Formen sucht, der ergreift wohl diese Form, aber Gott, der in ihr verborgen ist, entgeht ihm.

Eckhart, Predigten

Wenn ich den Menschen gebildet und ihm von meinem Geist eingehaucht habe, so fallet betend vor ihm nieder.

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Es zählt der Herr das Haar auf unserem Haupte; doch zählt Er nicht nur, Er bewacht.

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Wer sich an Gott hängt, dem hängt Gott sich an und alles Tüchtige. Und was du zuvor suchtest, das sucht nun dich, welchem du zuvor nachjagtest, das jagt nun dir nach, und was du zuvor fliehen mußtest, das flieht nun dich.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Schweig' und schwätze nicht über Gott; denn damit, daß du von ihm schwätzest, lügst du und tust Sünde. Willst du also ohne Sünde und vollkommen sein, so schwätze nicht von Gott. Du sollst auch von Gott nichts verstehen, denn Gott ist über alles Verständnis.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Gott will nicht engherzige Gemüter und leere Köpfe zu seinen Kindern, sondern solche, deren Geist von sich selbst arm, aber reich an Erkenntnis seiner ist, und die in diese Erkenntnis Gottes allein allen Wert setzen.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung

Gott gibt Äcker, gibt nicht Pflüge. Gott gibt Quellen, gibt nicht Krüge. Gott gibt Flachs, gibt nicht Linnen. Selbst mit eigener Hand muß spinnen, selbst mit eigenem Kopf muß sinnen, jeglicher auf dieser Welt.

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Die Vorstellung, welche der Mensch von Gott hat, entspricht der, welche er von sich selbst, von seiner Freiheit hat.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Religion, gehalten 1821-31. Einleitung. Einteilung

Ein Missionar disputierte mit einem Indianerhäuptling und sagte: "Mein Gott ist gut, aber er bestraft die Gottlosen!" Darauf der Häuptling: "Mein Gott ist auch gut, aber er bestraft niemand, er ist zufrieden damit, allen Gutes zu tun."

Tylor, Die Anfänge der Cultur (engl. Primitive Culture, 1871). Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte, 1873

Alltagsmenschen suchen den Himmel. Sonntagsmenschen aber, die tiefen und auserwählten Geister, suchen Gott.

Rosegger, Der Gottsucher. Roman, 1883

Weite die Barmherzigkeit des Allerhöchsten und miß nicht die göttlichen Dinge mit den engen offiziellen Massen.

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Der Herr läßt Gras wachsen auf den hohen Bergen; aber als lieber Gott hat er seinen schönen Blumen den Aufenthaltsort durchschnittlich doch mehr im Tal angewiesen.

Raabe, Kloster Lugau, 1893. 8. Kapitel

Beruhige dein Gemüt durch den Gedanken, daß über aller Leben ein gütiges Auge wacht, ein weiser Wille und eine starke, schützende Hand. All unsere Gedankensprünge macht uns grübelnden Menschen Gott oft durch eine Auskunft zu Schanden, daß wir staunen, weshalb wir nicht auf demselben Weg sind wie er, der doch meist so einfach ist!

Brachvogel, Des Misstrauens Opfer, 1876

Ob man sich ein Idol macht aus Holz, Stein, Metall, oder es zusammensetzt aus abstrakten Begriffen, ist einerlei: es bleibt Idololatrie, sobald man ein persönliches Wesen vor sich hat, dem man opfert, das man anruft, dem man dankt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.

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