Gott Sprüche – nachdenklich

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Gott gibt umsonst, was er gibt. Es ist Gnade und muß Gnade bleiben. Er ist kein Krämer; er verkauft nichts; schenken will Gott.

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Laß uns ein Bild nun schaffen, uns gleich, sprach Gott zu der Erde. Darum ist irdischer Gott, göttliche Erde der Mensch.

Schleiermacher, Schriften aus der Berliner Zeit 1800-1802

Falle nicht, Gott, aus deinem Gleichgewicht. Auch der liebt und der dein Angesicht erkennt im Dunkel, wenn er wie ein Licht in deinem Atem schwankt, – besitzt dich nicht. Und wenn dich einer in der Nacht erfaßt, so daß du kommen mußt in sein Gebet: Du bist der Gast, der wieder weiter geht. Wer kann dich halten, Gott? Denn du bist dein, von keines Eigentümers Hand gestört, so wie der noch nicht ausgereifte Wein, der immer süßer wird, sich selbst gehört.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch von der Pilgerschaft, 1901

Hat Gott einmal etwas in Bewegung gesetzt, so muss es auch der Teufel weiter schieben.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Gerüchte gehen, die dich vermuten, und Zweifel gehen, die dich verwischen. Die Trägen und Träumerischen mißtrauen ihren eignen Gluten und wollen, daß die Berge bluten, denn eher glauben sie dich nicht. Du aber senkst dein Angesicht. Du könntest den Bergen die Adern aufschneiden als Zeichen eines großen Gerichts; aber dir liegt nichts an den Heiden. Du willst nicht streiten mit allen Listen und nicht suchen die Liebe des Lichts; denn dir liegt nichts an den Christen. Dir liegt an den Fragenden nichts. Sanften Gesichts Siehst du den Tragenden zu.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch von der Pilgerschaft, 1901

Ihr stürzt nieder, Millionen?Ahndestdu den Schöpfer, Welt?

Schiller, F., Gedichte. Aus: An die Freude, 1785

Denkt nur über Gottes Wohltaten nach, aber über Gott selbst grübelt nicht.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 1. Kapitel: Wie Gott zu erkennen ist

Grübeln über Gottes Gründe, Kritisieren unsern Schöpfer, Ach, das ist, als ob der Topf Klüger sein wollt' als der Töpfer! Doch der Mensch fragt stets: Warum?

Heine, H., Gedichte. Aus: Zur Theologie (Fragment)

Wenn Gott die Menschen strafen will, erhört er ihre Gebete.

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Wer Gott verneint, der fürchtet ihn immer noch.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Wir sollten uns keine Meinungen über die Götter bilden, denn sie sind uns unbekannt.

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Gott ist ein Ärgernis – ein Ärgernis, das etwas einbringt.

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Alle erschaffenen Dinge sind nur Gedanken Gottes.

Poe, Mesmerische Offenbarung (Mesmeric Revelation), 1844

Du siehst die Hirten eilen – niemand sucht Gott lässigen Schrittes.

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In einem kleinen Haus hat Gott eine Ecke, aber in einem großen muss er auf dem Flur stehen.

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Wo der Mensch aus Hingabe das Seine preisgibt, da muß notgedrungen Gott für ihn eintreten.

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Erst, wenn du dich kleiner als das Atom eines Sonnenstäubchens fühlst, ahnst du Gott. Am wenigsten, wenn du dich als sogenannten Halbgott fühlst.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Halt an, wo laufst du hin, der Himmel ist in dir; Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Je mehr wir Gott lieben, um so mehr müssen wir auch seine Welt lieben.

Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901

Bisweilen kommen wir mit dem bloßen Schrecken davon: Gott straft uns oft mit unseren Einbildungen.

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Wir verstoßen nicht gegen wissenschaftliche Methoden, wenn hinter den Naturerscheinungen wir einen himmlichen Vater vermuten, der die Bitten seiner Kinder erhört und infolgedessen den Gang der Dinge ändert.

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