Hoffnung Sprüche – zukunft

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Viele Vorbehalte und Hoffnungen, die im Prinzip gerechtfertigt waren, wurden in Abrede gestellt.

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Man wird überflüssig, wenn man aufhört, Hoffnungen zu erregen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

An nichts verzweifle. Alles ist möglich; nichts Ist ohne Hoffnung; aber auch nichts der Bewundrung wert.

Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Zweite Sammlung, 1786. III. Hyle. Kleiner griechischen Gedichte. Zweite Sammlung. Aus: Der gesetzte Mut. Übersetzt von Johann Gottfried von Herder

Lieber! was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt, und wie man bei trüber Jahrszeit einen Windstoß hört, der einen Augenblick saust und dann verhallt, so wär es mit uns?

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Es ist gut zu hoffen, aber schlecht zu warten.

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Du gehst im Dunkeln, im Herzen bedrängt, von Sorgen beengt, plötzlich über dir Sterne funkeln.

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Du bist und bleibst ein Sklave, solange du glaubst, dass es Hoffnung gibt.

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Morgen So oft die Sonne aufersteht, Erneuert sich mein Hoffen Und bleibet, bis sie untergeht, Wie eine Blume offen; Dann schlummert es ermattet Im dunklen Schatten ein, Doch eilig wacht es wieder auf Mit ihrem ersten Schein. Das ist die Kraft, die nimmer stirbt Und immer wieder streitet, Das gute Blut, das nie verdirbt, Geheimnisvoll verbreitet! Solang noch Morgenwinde Voran der Sonne wehn, Wird nie der Freiheit Fechterschar In Nacht und Schlaf vergehn!

Keller, G., Gedichte. Buch der Natur

Die Sonne ist mir oft verloschen, aber wieder aufgegangen. Und je öfter sie verloschen ist, je heller und schöner ist sie wieder aufgegangen.

Böhme, Aurora oder Morgenröte im Aufgang, 1612

Glaub: – aus dem dunkelsten Tag quillt plötzlich das lieblichste Licht auf!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Hoffnung ist die Vorwegnahme erwünschten Glücks.

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Trost Erlosch einer Hoffnung Schimmer, Laß nur der Zeit ihren Lauf; Begrabene Hoffnung steht immer Als Weisheit wieder auf. Die führt dich auf schwerem Wege treulich ein gutes Stück, Jenseits vom Trauerstege Wartet ein neues Glück.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

In dunkler Zeit ist das einzige Licht – die Hoffnung.

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Wir alle werden von Zeit zu Zeit von solchen Gedanken gequält. Ja, gequält, denn unser Denken reicht gerade hin, die Ohnmacht des menschlichen Geistes zu ermessen. Was ist denn unsere schwache Stimme in der unendlichen Stille des Raumes? Kann unser dürftiger Verstand die Geheimnisse des sternenübersäten Himmels enträtseln? Gibt es Antwort auf unsere Fragen? Keine, nur Echos und phantastische Visionen. Und doch glauben wir, es gäbe eine Antwort, und dereinst wird eine neue Morgenröte aufscheinen über unserem langen Weg durch die Nacht. Wir glauben es, denn ein Abglanz ihrer Schönheit erreicht uns schon jetzt von jenseits des Grabes - wir nennen es Hoffnung. Ohne Hoffnung würden wir den moralischen Tod erleiden, aber mit Hoffnung im Herzen können wir uns zum Himmel aufschwingen, oder wenigstens, falls sie sich nur als freundliches Trugbild erweist, das uns vor Verzweiflung bewahren soll, sanft hinabsinken in den Abgrund ewigen Schlafes.

Haggard, Sie (She: A History of Adventure), 1886/87

Die Hoffnung spricht dem matten Kranken Das süße Wort »Genesung« zu. Sie zeigt, wenn seine Kräfte wanken, Dem Wanderer das Ziel der Ruh. Der Redlichste, der unverschuldet Verkannt ist, wird von ihr erfreut; Der Arme, der im Stillen duldet, Harrt, stark durch sie, der bessern Zeit.

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Wenn die Hoffnung nicht wäre, dann würde die Betätigung aufhören.

Thilo (Übers.), Fünftausend Sprichwörter aus Palästina, übersetzt von Martin Thilo, 1937

Hoffnungen gleichen den Wolken: einige ziehen vorüber, andere geben Regen.

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Im Vorausdenken ist die Hoffnung verborgen.

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Und so ist's mein gewisser Glaube, daß am Ende alles gut ist, und alle Trauer nur der Weg zu wahrer heiliger Freude ist.

Hölderlin, F., Briefe. An seine Schwester, 19. März 1800

Jene Hoffnungen werden am häufigsten zu Wasser, nach deren Erfüllung uns der Mund wässert.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Darum wollen wir die Herzen erheben und zu jeder Zeit und zu jeder Lage die Hoffnung bewahren!

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