Leben Sprüche – mut
241 Sprüche gefunden
Jedesmal, wenn es dir schlecht geht, frage dich ehrlich, ob du nicht versucht bist, außen herum, oben drüber, neben dran vorbeizuschleichen – anstatt zugrundezugehen. Jede Feigheit, die das tut, straft uns, in dem das Leben täglich unerträglicher und schwerer wird. Zugrundegehen aber heißt nicht Vernichtetwerden, Zerbrechen, Untergehen, sondern Untertauchen. Du sollst im Leben bis auf den Grund gehen und siehst dann, wie das Leben auf einmal so einfach ist.
Sich im Leben durchbringen, das kann jeder Schweinehund. Aber sich so durchbringen, daß man zugleich darinwird– hier liegt die Entscheidung.
Um sein Blut aufs Spiel zu setzen, muß man welches haben.
O diese Art, begierig anderes Leben kennenzulernen, wenn man zu träge ist, das eigene zu bessern.
Wo der Weg am härtesten ist, da gehe hin, und was die Welt wegwirft, des nimm dich an; und was sie tut, das tue du nicht. Wandele der Welt in allen Dingen zuwider, so kommst du den nächsten Weg zu ihr.
Hinter dem Menschen arbeitet und geht ein langsamer Strom, der glühend ihn verzehrt und zermalmt, wenn er ihn ergreift; aber der Mensch schreite nur tapfer vorwärts und schaue oft rückwärts, so entkommt er unbeschädigt.
Sei du im Leben wie im Wissen Durchaus der reinen Fahrt beflissen; Wenn Sturm und Strömung stoßen, zerrn, Sie werden doch nicht deine Herrn; Kompaß und Pol-Stern, Zeitenmesser Und Sonn und Mond verstehst du besser, Vollendest so nach deiner Art Mit stillen Freuden deine Fahrt. Besonders, wenn dich's nicht verdrießt, Wo sich der Weg im Kreise schließt; Der Weltumsegler freudig trifft Den Hafen, wo er ausgeschifft.
Im Leben ist es wie in den schweren Träumen: man muß seine Schrecken angreifen und nicht ihnen entfliehn; entweder weichen sie dann oder wir erwachen an ihnen gestärkt.
Niemand schlummert sich fromm. Nur durch Mühe und Sorgen und mancherlei Künste erreichen wir den steilen Gipfel. Hier ist die Szene des Kampfes, nicht der Ruhe.
Motto Wie ward ich oft gebrochen, brach mich selbst, und dennoch leb ich, unverwüstlich stark; was alles liegt in mir geknickt, verdorrt, doch unaufhaltsam wächst es drüber hin.
Wie blind stehen wir im Kriege des Lebens!
Jedes Leben ist ein neues, und was der Jüngling fühlt und tut, ist ihm zum ersten Male auf der Welt ... – denn jeder wirkt sich das Wunder seines Lebens aufs neue.
Wir gehen tausendmal den nämlichen Weg, aber nimmer wieder denselben.
Zum Leben gehört Kraft und Mut, man mag auf dem Thron sitzen, in der Hütte wohnen oder an dem Eckstein sein Brot erbetteln.
Der Weg des Lebens ist breit, aber viele kennen ihn nicht und wandeln den Weg des Todes.
Schmal ist der Pfad, der zum Leben führt, und wenige können ihn finden, denn er ist im Menschen selbst, auch weil nur wenige den Weg des Lebens suchen. Die meisten suchen den Weg für andere, deshalb finden sie ihn niemals für sich.
Der Mensch soll treten in die Welt, Als wäre sie sein Haus; Man geht nicht in die Schlacht als Held, Man kommt als Held heraus.
Dunkeln muß der Himmel rings im Runde, Daß sein Sternenglanz zu leuchten wage; Stürmen muß das Meer bis tief zum Grunde, Daß ans Land es seine Perlen trage; Klaffen muß des Berges offne Wunde, Daß sein Goldgehalt ersteh' zu Tage: Dunkle Stunden müssen offenbaren, Was ein Herz des Großen birgt und Klaren.
Lebe dein Leben, Fürchte es nicht!
Aus der Enge in die Weite drängt die Seele, lockt das Leben. O entfalte, Herz, dein Streben, eh's der Tod ins All befreite.
Das Leben wird in Ewigkeit entweder Chaos sein oder Schöpfung; Sklaverei oder Wagnis der Freiheit; Verzweiflungsschrei oder Tat aus dem Glauben. Es wird immer ein Gang sein am Abgrunde hin; alles Licht in ihm ist ein Trotzdem, eine Überwindung des Tods, ein Muß aus tiefster Seele, ein strömender, sonnenhaft geballter Wille, der durch die Nacht bricht und sich gegen die Nacht behauptet.