Leben Sprüche – neuanfang

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Alles, was geschieht, ist Symbol.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Ernst Schubarth, 2. April 1818

Ja, geschminkte Asche das Leben und stäubende Asche der Tod, und ein Wirbelwind hinterdrein, der die Asche in jeglicher Gestalt durchs Leere treibt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Das Leben ist nur ein anderer Tod. Des Lebens Geburt, nicht Ende, ist der Tod.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1836

Man mag so gern das Leben aus dem Tode betrachten und zwar nicht von der Nachtseite, sondern von der ewigen Tagseite her, wo der Tod immer vom Leben verschlungen wird.

Goethe, J. W., Briefe. An Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, 27. September 1826

Unser Leben ist ein stetes Neubeginnen. Entscheidend ist nur, daß man den Mut nicht verliert.

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Es kommt nicht darauf an, wo der Mensch steht, es kommt darauf an, wohin er geht.

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Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen, die Reste der Vergangenheit zu jeder Zeit durchstreichen zu können.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Wenn du leben willst, mußt du zunächst an deinem eigenen Begräbnis teilnehmen.

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Man badet zweimal nicht im selben Bach, erwacht nicht zweimal zu demselben Leben.

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Nicht auf dem Boden deiner Erde wandelst du, armer Mensch, sondern auf einem Dach deines Hauses, das durch viel Überschwemmungen erst zu dem werden konnte, was es dir jetzt ist.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Zweites Buch. I. Unser Erdball ist eine große Werkstätte zur Organisation sehr verschiedenartiger Wesen

Jedes Leben ist ein Versuch, begangene Jugendtorheiten wieder gut zu machen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Nur das Leben ist wahr, das sich jeden Augenblick verändert.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Denn wirklich, wie ja in des Menschen Leben nie etwas Neues kommt, sondern nur neue Formen auftauchen, soviel sich auch ereignen mag, so schweifte das Sinnen des Sintlingers in jenen langen Monaten in Gegenden, durch die ihn sein Rausch getrieben hatte.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 1. Kapitel

Das Leben verwandelt uns wunderbar, und wenn wir die Tage nur machen lassen, und uns nicht selbst gegen ihre Macht verstocken, – es werden Dinge möglich, die wir vor Jahr und Tag nicht zu denken vermocht haben, und manches beglückt uns einst, was wir erst mit Abscheu von uns gewiesen haben.

Heyse, Nerina, 1875

Jedes scheidende Jahr bringt dich unweigerlich eine Stufe dem Ende näher, es soll dich aber auch eine Stufe höher getragen haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Jedermann würde die schlechten Umstände auf die erste Lebenszeit und die guten auf die letzte verschieben, damit er sie im Prospekt hätte.

Erdmann (Hg.), Reflexionen Kants zur Anthropologie. Aus Kants handschriftlichen Aufzeichnungen (= Reflexionen Kants zur kritischen Philosophie, Band 1), hg. von Benno Erdmann, 1882

Du hast erst den Kelch des Lebens an die Lippen gesetzt; jetzt betäubt dich der erste Schauer vor der Bitterkeit des Trankes; – herunter damit – die Betäubung wird weichen. Es setzt doch niemand das Glas ab, ehe die Neige geleert ist.

Raabe, Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schicksale, 1863

Neues Leben Still und hell ist mein Gemüt, Wie im Herbst ein Sonnentag, Und doch fühl' ich, daß im Innern Wie durch Lenzes Zauberschlag Eine junge Schöpfung blüht. Hast du noch nicht ausgeglüht, Meiner Jugend Sonnenschein, Und wenn jetzt der Winter käme, Würd' er mir in Blüten schnein, Wie im ewigjungen Süd? Ach, und meiner Flügel Schwung War so traurig schon gelähmt! Denn ich habe sterben sehen; Und nun fühl' ich fast beschämt Mir zum Leben Mut genung. Wäre nicht Erinnerung, Schiene Traum, was Leben war! Aber wen die Götter lieben, Stirbt er auch in grauem Haar, Dennoch stirbt er ewigjung.

Heyse, P., Gedichte

Das Belebende Nur an des Lebens Gipfel, der Blume, zündet sich Neues In der organischen Welt, in der empfindenden, an.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, Erstdruck in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Rückkehr Zuckt nicht die Achseln, grüßt nicht so höhnisch Und wendet euch nicht spöttisch ab! Ich will kein Geld von euch entlehnen, Will nicht zurück, was ich euch gab. Nicht euern Liebsten mehr gefährlich Bin ich und nimmer eurem Ruhm; Der Kummer nahm mir meine Schönheit Und all mein Unglück macht mich dumm. Ich komm' zu euch, weil fortgetrieben Vom sichern Strand mein Lebensschiff; Ganz soll es scheitern, darum lenk' ich's Zurück zu euch –: ihr seid das Riff!

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Frisch auf! du mußt dich durch die Welt schlagen, ja hindurchschlagen, das ist's.

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Vierter Band. Lucifer. Ein Blick in's Haus und in die Rathsstube