Leben Sprüche – sinn

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Denn es gibt in jeglichem Leben harte Schläge, wie es in jeglichem Sommer Gewitter gibt, und je schöner der Sommer ist, um so mächtiger donnern die einzelnen Gewitter über die Erde.

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44. Erster Teil

Nicht gemeinschaftliche Ziele haben deine Tätigkeit zu bestimmen, sondern der Zweck deines Lebens, der mit dem Zwecke aller Menschen identisch ist, hat dies zu tun.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Das Leben! Ein besuchtes Theater! Aber ich glaube, man gibt dafür zu viele Einlasskarten aus.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Das Leben gleicht öfter einem Roman als die Romane dem Leben.

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Den Bau des öffentlichen Lebens kann nur die sittliche Vervollkommnung der Menschen verbessern.

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…die Sache ist so: während man sein Leben lebt, bildet man gleichsam eine organische Ganzheit mit allem Leben. Doch sobald man mit dem geistigen Leben anfängt, reißt man den Apfel ab. Man trennt die Verbindung zwischen Apfel und Baum: die organische Verbindung. Und wenn man nichts anderes im Leben hat, als nur das geistige Leben, dann ist man selber ein abgerissener Apfel … ein vom Baum gefallener Apfel.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Das Leben ist eine Plünderung des inneren Menschen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Wer sich selber ewig besitzt, kann weder zu früh noch zu spät in die Welt kommen, und wer sich selber in seinem ewigen Wert besitzt, der findet auch einen Platz in diesem Leben, welchen er ganz und voll ausfüllen kann.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Zweiter Teil. Das Gleichgewicht des Ästhetischen und Ethischen in der Entwickelung der Persönlichkeit. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

»Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett!« »Und der Tod ist unser Arzt –«

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Vierter Teil. Die Stadt Lucca. Kapitel 5

Das nachdenkende, betrachtende, forschende Leben ist eigentlich das höchste.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 9. Juli 1824

Das Leben ist ein Schlaf, ein gedrückter heißer Schlaf, Vampyren sitzen auf ihm, Regen und Winde fallen auf uns Schlafende, und wir greifen vergeblich aus zum Erwachen.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 39. Hundposttag

Das Leben ist eine Kunst, und ehrliches Leben der feinste und schwerste Theil dieser Kunst.

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Keiner lebt nur für sich selbst und um seiner selbst willen.

Dryander, Evangelische Predigten, 2. vermehrte Auflage 1884

Sollst du dich dem Leben opfern, indem du es bejahst? Nein, es soll sich dir opfern. Das Leben soll dich bejahen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 16,11)

Was wir dem Leben gebracht, das gibt uns das Leben zurück. Nimmermehr macht es dich reich, bist du im Herzen verarmt.

Glatz et al. (Hg.), Glocken-Töne für Geist und Leben, 1846

Leben ist ein Feuerprozeß. Je reiner der Geist, desto reiner und feuriger das Leben, die Säuerung oder Animierung.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Jeder Moment meines Lebens ist ein großes Warum.

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Zu sein, zu leben, das ist genug, das ist die Ehre der Götter; und darum ist sich alles gleich, was nur ein Leben ist, in der göttlichen Welt, und es gibt in ihr nicht Herren und Knechte.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

So reich unser Leben an wohlausgenützten Gelegenheiten war, vortrefflichen Menschen nahe zu stehen, so reich ist es überhaupt gewesen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Wenn das Leben nur noch eine Kette von Mühsalen ist, dann ist jeder Herr darüber, es in dem Augenblick, den er für richtig hält, zu beenden.

Elze, Friedrich der Große, 1936