Leben Sprüche – sinn

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Der hat lange gelebt, der gut lebte.

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Unser langgepries'nes Leben Ist ein einz'ger Augenblick, O genieß' ihn! Götterkräfte geben Dir ihn nimmermehr zurück.

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Alles, was ich möchte, ist, mein Leben so zugrunde zu richten, wie ich es gern möchte.

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Auf der Bühne spielt einer den Fürsten, ein anderer den Rat, ein dritter den Diener, oder den Soldaten, oder den General usw. Aber diese Unterschiede sind bloß im Äußeren vorhanden, im Innern, als Kern einer solchen Erscheinung, steckt bei allen dasselbe: ein armer Komödiant mit seiner Plage und Not. Im Leben ist es auch so. Die Unterschiede des Ranges und Reichtums geben jedem seine Rolle zu spielen; aber keineswegs entspricht dieser eine innere Verschiedenheit des Glücks und Behagens, sondern auch hier steckt in jedem derselbe arme Tropf mit seiner Not und Plage, die wohl dem Stoffe nach bei jedem eine andere ist, aber der Form, d. h. dem eigentlichen Wesen nach, so ziemlich bei allen dieselbe; wenn auch mit Unterschieden des Grades, die sich aber keineswegs nach Stand und Reichtum, d. h. nach der Rolle richten.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 1: Grundeinteilung

Schnitze das Leben aus dem Holz, das du hast.

Simon (Hg.), Geistreiches für Manager, Campus Verlag, 2. komplett überarbeitete Edition 2009 (EA: 2000)

Das Leben gern zu leben Musst du darüber stehn! Drum lerne dich erheben! Drum lerne — abwärts sehn!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1882

Keinem ist das Leben so süß, wie dem, welcher jede Todesfurcht verloren hat.

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Zu fragmentarisch ist Welt und Leben! Ich will mich zum deutschen Professor begeben, Der weiß das Leben zusammenzusetzen, Und er macht ein verständlich System daraus; Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen Stopft er die Lücken des Weltenbaus.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Er liebte das Leben und lebte es.

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Der größte Teil der Menschen verwendet die erste Hälfte ihres Lebens darauf, die zweite elend zu machen.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Man lerne einsehen, daß das Leben zwar eine Gabe, vor allem aber ein Auftrag ist.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Das Leben ist ein Traum, aber der Traum ist nicht das Leben.

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Man lebt nicht, wenn man nicht weiß, wofür!

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Wie sollte man leben? In lebendiger Offenheit gegenüber allen.

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Es gibt Leben, die Spuren hinterlassen wie Reifen im feinen Sand.

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Mögest du so leben, dass du das Leben zu nutzen verstehst.

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Unmöglich kann das Erdenleben ein letzter Zweck sein. Wir haben ja darum nicht gebeten.

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Das Leben ist verlogen.

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Das Leben ist so wertvoll, behandle es mit Sorgfalt!

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Wir steuern durch dieses bunte Weltgewühl Geleitet vom Gedanken und Gefühl. Wohl dem, in dem sich beide so verbinden, Daß sie zum Ziel die rechten Bahnen finden!

Blumenthal (Hg.), Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik, 1875-77. 1875

Sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum. Dritten Bandes erstes Heft, 1821