Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

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Du kaufst nur um des Lebens Preis Die Kunst, das Leben recht zu brauchen.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 6.

Den Ernst des Lebens verspüren die meisten erst dann, wenn ihnen die heiteren, frohen Stunden für immer entrückt sind.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Der Politiker steckt im Leben, unbekannt wo. Der Ästhet flieht aus dem Leben, unbekannt wohin.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). V. Der Künstler

Und da man des Lebens mehr froh wird durch das, was man im freien Gebrauche desselben tut, als was man genießt, so können Geistesarbeiten eine andere Art von befördertem Lebensgefühl den Hemmungen entgegensetzen, welche bloß den Körper angehen.

Kant, Der Streit der Facultäten, 1798

[Der Wert des Lebens], sofern es in dem besteht, was wir Gutes genießen können, von Menschen überhaupt viel zu hoch angeschlagen wird; sofern es aber nach dem geschätzt wird, was wir Gutes tun können, der höchsten Achtung und Sorgfalt es zu erhalten und fröhlich zu guten Zwecken zu gebrauchen würdig ist.

Kant, Briefe. An Maria von Herbert, Frühjahr 1792

Wie der liebe Gott größere und kleinere Lichter gemacht hat am Himmel, welche Tag und Nacht regieren und die Jahre zumessen den Menschenkindern, so hat er auch diesen Menschenkindern ein Gefühl in die Seele gelegt, welches die schwindenden Tage mit Bangen zählt, und mit Zagen jedes neu zugemessene Jahr betritt, denn am Ende der Tage ist der Tod. Es ist überhaupt jedes Jahr, welches kommt mit seinen dreihundertundfünfundsechzig Tagen, eine dunkle Wolke, schwanger mit Tod und Not, mit Freude und Lust.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Das ganze Leben besteht aus Wollen und Nicht-Vollbringen, Vollbringen und Nicht-Wollen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Nichts möchten sich die Menschen lieber erhalten und nichts schonen sie trotzdem weniger als ihr Leben.

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Man kann in verschiedenen Welten leben … aber nur einer gehören.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Unter allen Völkerschaften haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum. Fünften Bandes drittes Heft. 1826

Das Leben: ein Tagebuch, in das jeder eine Geschichte schreiben will, die dann doch ganz anders verläuft.

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Das Leben ist weder Zweck noch Mittel, das Leben ist ein Recht.

Heine, Lutetia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben, 1854. Verschiedenartige Geschichtsauffassung

Man hat kein Recht, weder auf Dasein, noch auf Arbeit, noch gar auf „Glück“: es steht mit dem einzelnen Menschen nicht anders als mit dem niedersten Wurm.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. November 1887 – März 1888

Das einzig Wirkliche, was wir auf der Welt haben, ist das Leben. Mir scheint, daß jeder vernünftige Mensch es zu erhalten suchen müßte.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An Voltaire, 6. Juli 1737

Das Leben gleicht einem Strome, dessen Ursprung wir nie ergründen und dessen mündenden Wassern wir nicht in die unbekannten Regionen, wo sie dem Meere des ewigen Seins zufließen, folgen können.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Leben hat höhere Werte auszutauschen wie die Befriedigung niedrigster Triebe.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Leben ist ein Gänsespiel: Je mehr man vorwärts gehet, Je früher kommt man an das Ziel. Wo niemand gerne stehet. Man sagt, die Gänse wären dumm, O glaubt mir nicht den Leuten: Denn eine sieht einmal sich rum, Mich rückwärts zu bedeuten. Ganz anders ist's in dieser Welt. Wo alles vorwärts drücket, Wenn einer stolpert oder fällt. Keine Seele rückwärts blicket.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814-1819. Buch der Betrachtungen

Wie manchen Blick du frei und freier Ins Walten der Natur getan, Aufs neue hinter jedem Schleier Sieht doch die alte Sphinx dich an. Du kannst ihr nimmer Antwort geben, Wenn sie die letzte Frag' entbot; Ein ewig Rätsel ist das Leben, Und ein Geheimnis bleibt der Tod.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Lieder aus alter und neuer Zeit, 28.

Man klagt über die Kürze des Lebens, und doch tut man alles, damit es rasch vergehe.

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Jede Straße führt ans End der Welt.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Tell

Wenn man das Notwendigste auf Borg nimmt und die Luxusgegenstände schuldig bleibt, dann kann man mit wenigem leben.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922