Leben Sprüche – sinn

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Vor lauter Lauschen und Staunen sei still. Du mein tieftiefes Leben; Daß du weißt, was der Wind dir will. Eh noch die Birken beben. Und wenn dir einmal das Schweigen sprach, Laß deine Sinne besiegen. Jedem Hauche gib dich, gib nach, Er wird dich lieben und wiegen. Und dann, meine Seele, sei weit, sei weit. Daß dir das Leben gelinge, Breite dich wie ein Feierkleid Über die sinnenden Dinge.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Mir zur Feier, 1909. Berlin-Grunewald, 19. Januar 1898

Weißt du, wie vergeht das Leben? Lies das Wort von rückwärts eben!

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Das Leben ist kurz und voll Verdruß: es vergeht unter lauter Wünschen; man verspart sich Ruhe und Freuden für die Zukunft, für ein Alter, wo die besten Güter dahin sind, Gesundheit und Jugend.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Vom Menschen

Liebst du das Leben, dann verschleudere keine Zeit.

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Das Leben soll kein uns gegebener, sondern ein von uns gemachter Roman sein.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Leben heißt nicht fragen. Leben ist Antwort durch Leben und Tat.

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Das Leben ist ein Spiel, wie alle Spiele sind: Wer's nicht versteht, verliert, Und wer's versteht, gewinnt.

Gleim, J. W. L., Sinngedichte

Mit dem Leben ist es wie mit der Musik. Beides muß statt nach Regeln mit Phantasie, Gefühl und Instinkt komponiert werden.

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Ein glückseliges Leben ist der Genuß der Gegenwart; das ewige Leben ist die Hoffnung der Zukunft.

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Unser Leben schauend gelebt, ist unsere Ernte gehalten.

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Wir leben, und wir wissen, daß wir leben, und freuen uns dieses Lebens und dieses Wissens.

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Das Leben ist kein Traum. Es wird nur zum Traume durch die Schuld des Menschen, dessen Seele dem Rufe des Erwachens nicht folgt.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Das Leben ist eine fortwährende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung darüber kommen läßt, wovon sie ablenkt.

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Die gewaltigste Frage ist nicht die, ob wir sterben, sondern die: daß wir überhaupt leben.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.

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Für die Lebensführung brauchen wir Vernunft oder Zügel.

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Das ganze Geheimnis sein Leben zu verlängern, besteht darin: es nicht zu verkürzen.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Und man erkennt: Verbindlichkeit ist Leben, und jeder lebt so völlig wie er liebt: Die Seele will, was sie erfüllt, hingeben, damit die Welt ihr neue Fülle gibt. Bei Tag, bei Nacht umschlingt uns wie ein Schatten im kleinsten Kreis die große Pflicht: Wir alle leben vom geborgten Licht und müssen diese Schuld zurückerstatten.

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Das entscheidet über die Gesamtart des Lebens, ob der Mensch nur ein Verhältnis zu einer gegebenen Welt sucht oder ob er sich als Mitarbeiter an einem werdenden Weltbau fühlt.

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Nicht dem Leben aus dem Weg gehen! Keinen Tag! Keiner Frage! Es ist verkehrt. Das Leben kommt dir nach und packt dich wieder; dies zweite Mal aber hinterrücks.

Merian (Hg.), Du und die Welt. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Berlin-Zehlendorf, um 1919

Das Leben wird der Tod verschlingen Und ein Gesetz der Liebe sein.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte, entstanden ab 1851