Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Das Leben ist nichts, als ein Weg, um etwas zu werden!
So groß wird durch die Verachtung des Todes die Schönheit des Lebens – so gewiß ist jeder, der mit kaltem Blut sich das Leben abspricht, vermögend, es zu ertragen – so wahr rät Rousseau, vor dem Tode eine gute Tat zu unternehmen, weil man jenen dann entbehren kann...
Die meisten Menschen sind offenbar zufällig auf der Welt: es zeigt sich keine Notwendigkeit höherer Art in ihnen.
Das Leben stellt sich dar als ein fortgesetzter Betrug, im Kleinen, wie im Großen. Hat es versprochen, so hält es nicht; es sei denn, um zu zeigen, wie wenig wünschenswert das Gewünschte war.
Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken.
Das Leben wirft bald tiefe Schatten über unsere Seele, bald teilt es ihr Licht und Freude mit.
Hervortun soll der Mensch sich, daß auf Erden Sein erstes Leben hinterlaß ein zweites.
Die Schwimmer Das Leben ist ein stürmisch Meer; Wir schweben hin, wir schweben her, Wir streben schwer durchs Leben! O Thor, so wirf die Bürden schwer, Die Sorgenbürden wirf ins Meer! Wie leichter, nacket sterben!
Wir sollen nicht meinen, ein Teil des Lebens könne mit dem Verlust des anderen erkauft werden. Wir bedürfen alles: die Kindheit, die Jugend, das Alter; eines muss dem andern erst Wert und Trost geben.
Zwecke des Lebens. Zur Arbeit, Lieb’ und zur Veredlung ward das Leben uns gegeben. Fehlen die, was hat der Mensch am Leben? Hat er sie, was fehlte ihm; worüber wollt’ er klagen?
"Wozu schreite ich durch das Leben?" Schreite, statt zu fragen, dann wird dir Antwort werden.
Der Mensch, der nicht weiß, wann er sein Leben opfern muss, weiß auch nicht, wie er zu leben hat.
An einen jungen Freund Nimm dieses Leben nicht so ernst! recht spaßhaft ist's im allgemeinen… Je besser du es kennenlernst, je muntrer wird es dir erscheinen. Kein Drama ist's im großen Stil – wie du dir denkst – mit Schuld und Sühne; es ist ein derbes Possenspiel auf einer Dilettantenbühne. Zwar wär's nicht halb so jämmerlich, wenn nur die Leute besser spielten, und wenn die Lustigmacher sich nicht immer für die Helden hielten.
Aber man muß das Leben nehmen, wie es ist. Kommt nach Sturm und Regen nicht die Sonne – kühler Vollmondschein hat auch seinen Wert.
Das Leben wär' ein Narrentanz, Wenn's nicht so ernsthaft wäre.
Leben Seele, die du, unergründlich Tief versenkt, dich ätherwärts Schwingen möchtest und allstündlich Dich gehemmt wähnst durch den Schmerz – An den Taucher, an den stillen, Denke, der in finstrer See Fischt nach eines Höhern Willen: Nur vom Atmen kommt sein Weh. Ist die Perle erst gefunden In der öden Wellengruft, Wird er schnell emporgewunden, Daß ihn heilen Licht und Luft; Was sich lange ihm verhehlte, Wird ihm dann auf einmal klar: Daß, was ihn im Abgrund quälte, Eben nur sein Leben war.
Das Gewebe unsres Lebens besteht aus gemischtem Garn, gut und schlecht durch einander. Unsre Tugenden würden stolz sein, wenn unsre Fehler sie nicht geißelten, und unsre Laster würden verzweifeln, wenn sie nicht von unsern Tugenden ermuntert würden.
Das Leben ist ein Schachbrett von Nächten und Tagen, auf dem das Schicksal mit menschlichen Figuren spielt: Es schiebt sie hier nach dort über das Brett, vereint und vernichtet und nimmt die Figuren eine nach der anderen wieder aus dem Spiel.
Wie viele Stunden umschließt ein langes Leben! Aber wie viele gehören denn davon uns?
Es war ein Wahn vielleicht, ein großer Wahn, Des Lebens Tiefen zu durchmessen – Am eignen warmen Leib den Schmerz zu spüren, Den vorher Andere besessen ...
Das menschliche Leben ist ein Kampf von Anfang bis Ende. Wir alle werden unter Umständen voll Kummer und Schmerzen in dieses elende Leben geboren.