Leben Sprüche – zeit

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Das Leben ist ein steter Kampf der Zukunft mit ihrer Mutter, der Vergangenheit.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837

Das Leben wird der Tod verschlingen Und ein Gesetz der Liebe sein.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte, entstanden ab 1851

Eitelkeit des Zeitlichen Was frommt dir die Gestalt? Was frommt dein hoher Sinn? Ein Laken und ein Bett ist endlich dein Gewinn. Spiel' noch so lang' und gut die Rolle hier auf Erden, Der Schauplatz muß einmal doch zugezogen werden.

Canitz, Gedichte. Aus: Nebenstunden unterschiedener Gedichte, 1700

Das Leben ist eine Krankheit, der Schlaf ein Palliativ, der Tod die Radikalkur.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Todesbetrachtungen und die Todesfurcht in ihrer Lächerlichkeit

So sind die Menschen! Sie suchen früh und spät Das Bittere im Kelche; Wer keine Plage hat, Der macht sich welche.

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Der höchste Drang des Lebens wünscht sich stets, wenn er sich nicht erfüllen kann, das Grab.

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O das Leben ist ein langer, langer Seufzer vor dem Ausgehen des Atems.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 39. Hundposttag

Ein großes Geheimnis ist das Leben, das nur die letzte Stunde begreift.

Sellmair (Hg.), Weisheit unterwegs. Worte der Meister, 1941 (3. Auflage 1948)

Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 90,10)

Leben heißt Sehnsucht verehren Über den leeren mächtigen Bäumen Hängen die schmächtigen Sterne, Umdrängen den Mond im Kreise. Sehnsüchte leben auch in den prächtigen Himmelsräumen, Und auch Gestirne kommen aus ihrem Geleise. Keine Sonne, kein Stern kann sich der Sehnsucht erwehren, Alle Leben leiden und lachen auf gleiche Weise. Leben heißt Sehnsucht verehren; Niemals der Tod, die Geliebte allein kann dir Ruhe bescheren.

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Dem unveränderlichen Lebenszuschauer sind Stern und Unstern gleich kurzweilig, und er zahlt seinen Platz unbesehen mit Tagen und Jahren, bis seine fliehende Münze zu Ende geht.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Sind doch den Menschen nur wenige Tage beschieden.

Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. Originaltext der Übersetzung

Jetzt ist kein Hafen mehr in Sicht, Die Welle stürzt schon breiter, Die Segel brüsten sich im Licht: Jetzt, Jungs, wird's heiter! Seht die Sonne schweben, Seht die Wolken ziehn; Freier rauscht das Leben, Alle Ufer fliehn. Das Steuer prompt in wacher Hand, Bald fest die Hand, bald lose: So, Jungens, kreuzt man mit Verstand Durchs Weltgetose! Seht den Wimpel schweben, Seht die Möwen ziehn; Leicht rauscht alles Leben, Wenn die Ufer fliehn. Im Fluge naht die Stunde zwar, Da geht's zurück zum Hafen, Vielleicht zum allerletzten gar: Dann, Jungs, geht schlafen! Seht den Himmel schweben, Seht die Sterne ziehn; Weiter rauscht das Leben, Alle Ufer fliehn.

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Das Leben wird schließlich sogar mit dem Tode bestraft.

Busch, W., Briefe. An Nanda Keßler, 16. September 1907

Wohl mir, mein müder Geist Wird wieder Staub, Wird, wie der Weltlauf kreist, Wurzel und Laub; Wird sich des keimenden Daseins freuen, Frühlingstriebe still erneuen, Saftige Früchte zur Erde streuen; Freilich sein spreitendes Dach zu belauben, Wird er andern die Säfte rauben, Andern stehlen Leben und Lust: Wohl mir, er frevelt unbewußt!

Hofmannsthal, H., Gedichte. Sünde des Lebens

Das Leben, weiß ich, Behauptet ewig vor dem Tod sein Recht [...].

Geibel, Sophonisbe. Tragödie in fünf Aufzügen, 1856. Vierter Aufzug, 2. Auftritt, Scipio

Wir leben nur für den Augenblick, in dem wir die Pracht der Kirschblüten bewundern.

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Jede Stunde, die wir leben, ist eine Sterbestunde für irgendwen.

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O tränenwertes, wahres Bild des Lebens! Die Freude tritt zur Tür herein, aus der Kaum ging der Schmerz! Das Glück nimmt ein das Bett, Woraus entwichen die Verzweiflung kaum! Was wird, besetzt die Stelle des Gewes'nen; Des Lebens Becher ist stets gleich gefüllt, Nur daß ihn eine Hand ergreift, die andre Ihn wegstellt. Ach! wenn oftmals unser Auge Die Glückesschalen, welche überschäumen Zu müssen scheinen, gründlich prüfen könnte: Ergäbe dann sich nicht, daß jede Lust Des einen Menschen, mit des andern Asche Und Tränen sich vermengt?

Lamartine, Jocelyn, 1836

Hilf, daß keiner meiner Tage meinem Richter einmal sage, er sei ganz von mir entweiht.

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Wir müssen im Leben alles bezahlen; es ist gut, immer daran zu denken.

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