Leben Sprüche – zukunft

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Noch lebst du, bald bist du ein Weiland (Gewesener).

Immermann, Tristan und Isolde. Ein Gedicht in Romanzen, 1841

Es gibt Leute, die leben nicht ihr gegenwärtiges Leben sondern sind mit großem Eifer geschäftig, als ob sie noch ein zweites Leben zu leben hätten, nicht aber das gegenwärtige; und unterdessen vergeht die Zeit, die ihnen noch bleibt.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 14.

In Erinn'rung nur zu schweben Wie im Wind ein welkes Blatt Hüte dich! Nur das heißt Leben, Wenn dein Heut ein Morgen hat.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Sprüche, 27.

Die Ewigkeit erwartet dich, Behuetsamb löb, dich wohl versich!

Inschrift. In der Totenkapelle zu Völs

Gott schuf die Tage und wir müssen hindurch.

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Das Leben der Toren ist unerfreulich und angsterfüllt; es wird durchgängig nur von der Rücksicht auf die Zukunft bestimmt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 15. Brief. Übersetzt von Otto Apelt, 1924. Seneca zitiert hier Epikur Originaltext: Stulta vita ingrata est et trepida, tota in futurum fertur

Stell' dir vor, es ist Krieg, und niemand erinnert sich an das Ende dieses Spruches: Stell' dir vor es ist Krieg, und alle gehen drauf.

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Der Wellenschlag der Generationen im Strom des Lebens ist rhythmisch, hat Takt und Periodizität im Zusammenhang mit kosmischem Rhythmus.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Ringe, denn die Pfort ist enge und der Lebensweg ist schmal! Hier bleibt jeder im Gedränge, der nicht zielt zum Himmelssaal!

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Es gehört auch zum Leben, sich einer schweren Notwendigkeit unterziehen zu lernen und von der Hoffnung zu zehren!

Keller, Das Sinngedicht (Novellenzyklus), 1882. 8. Kapitel: Regine

Unser Leben gleicht der Reise Eines Wandrers in der Nacht; Jeder hat auf seinem Gleise Vieles, das ihm Kummer macht; Aber unerwartet schwindet Vor uns Nacht und Dunkelheit, Und der Schwergedrückte findet Linderungen für sein Leid. Darum laßt uns weiter gehen! Weichet nicht verzagt zurück! Hinter jenen fernen Höhen Wartet unsrer noch ein Glück. Muthig, muthig, lieben Brüder! Gebt die bangen Sorgen auf! Morgen geht die Sonne wieder Freundlich an dem Himmel auf.

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Das Interim Hat den Schalk hinter ihm. Wieviel Schälke muß es geben, Da wir alle ad interim leben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Zugefroren ist der Teich im kalten Winter, doch ich weiß einen Wassrstreifen darin; nimmer wird ein Quell zu Eis.

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Das Leben nimmt keine Rücksicht auf unsere Zukunftspläne.

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Ganz unverkennbar ist alls, was geschehen, nicht das Letzte und Gute, wie es werden und bleiben soll, sondern nur die Bahnung des Weges zu einem besseren Ziele hin. Dieses Ziel scheint aber in weiter Entfernung zu liegen, wir werden es wahrscheinlich nicht erreicht sehen und darüber hinsterben. Wie Gott will; alles wie Er will. Aber ich finde Trost, Kraft, Mut und Heiterkeit in dieser Hoffnung, die tief in meiner Seele liegt. Ist doch alles in der Welt nur Übergang! Wir müssen durch!

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Das Leben ein Traum Brüder, ein Traum ist unser kurzes Leben, Aber ein Traum von großer, wahrer Deutung: Prüfe dein Leben, und du siehst prophetisch Vor dir die Zukunft.

Heydenreich, K. H., Gedichte

Willst du dir ein gut Leben zimmern, Mußt ums Vergang'ne dich nicht bekümmern.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien, Kap. 8, Axiom

Es bleibt, was ist seit Stern' und Sterne ziehn, Doch wird es uns nur kurze Zeit geliehn. Wir sind ein Strom, sein Bett besteht ein Weilchen, Doch was ihn füllt, sind immer neue Teilchen.

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Dem Sturme, der hinbraust zwischen Trümmern, gleicht unser Leben; es gleicht nur Stunden. Drum will ich mich um zwei Tage nicht kümmern: Um den, der noch kommt, und um den, der geschwunden.

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Wir, wirleben!Unser sind die Stunden, Und der Lebende hat recht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: An die Freunde, 1802

Ausblick Jetzt einen Schritt, dann stürzt vom Rande mein Leben in die Schlucht hinab. Wie hängt die Sonne tief im Lande! Ich recke mich auf meinem Stande, und alle Sehnsucht fällt mir ab. Denn dort aus Wald- und Wolkenkränzen ragt mir erreichbar Firn an Firn. Die Wirklichkeit ist ohne Grenzen! Wie nah die fernen Dörfer glänzen, der Strom dazwischen wie ein Zwirn! Ich lehne mich zurück mit Grauen: was ist hier groß, was ist hier klein. Da blüht ein Enzian; nun schauen zwei Menschenaugen in den blauen, einsamen, winzigen Kelch hinein. In gelben Pollen reist der Samen, Unendlichkeiten ahnen mir; und selig ruf' ich einen Namen – Du Mutter meiner Kinder, Amen, mein Leben blüht, ich danke dir!

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