Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Was für eine dunkle, sonderbare Vorstellung, daß die Liebe zur Erhaltung der menschlichen Gattung da sei, wie die Befriedigung des Hungers zur Erhaltung des Leibes. Die Erregung des Blutes ist wegen der Fortpflanzung da, aber nicht die Liebe, nicht die Liebe.
Willst du? Willst du mit mir auf die Berge steigen, heimlich und still, daß uns niemand sieht, des Nachts, wenn alle Herzensquellen schweigen und die große Sehnsucht erwacht und glüht? Willst du? Dann zeigʼ ich dir unten die goldenen Lande, wo meine lebendigen Brunnen springen, wo purpurne Lilienglocken klingen am buntumspülten kristallnen Strande. Willst du mit mir auf der Höhe knieen, wenn Mitternacht Schlummer über uns gießt, wenn die Sterne in ruhigem Wandel ziehen und Seele in Seele überfließt? Willst du? Dann lös' ich mit trunken bebender Hand deines Haares wallende Herrlichkeit, dann lös' ich dein staub'ges Erdengewand und hülle dich in mein Königskleid! Willst du, wenn uns Atem des Lebens umquillt, wenn Talesglocken und Seufzer verwehten, wenn die Seele dem Dunkel entgegenschwillt, willst du mit mir zur Mitternacht beten? Willst du? Dann küß' ich deinen rotglühenden Mund aus tiefster Seele aufquellender Macht, dann grüß' ich dein leise zitterndes Haar und nenne dich Sehnsucht und Mitternacht
Wer für seine Liebe Dank erwartet, liebt nicht.
Manbraucht nichts,wo sich Herz zu Herz gefunden; Man lebt schon halb, wenn man sich täglich sieht.
Uralt... Schweig, mein Geliebter; Mund auf Mund Wurden wir groß, wurden wir alt In einem nie gestillten Bund, Alt wie der uralte Wald. Alt wie der Mond, mein Lichtgesicht, Bist du am Himmel tausend Jahr O schmale Sichel aufgericht, Der ich die Ernte war. Alt wie das Meer, die dunkle Saat, Nach dir gereift, sehnsüchtige Flut, Steigt zwischen uns den ewigen Pfad Dunkel das ewige Blut.
Wie Liebe tiefe Kunde gibt! – Da wird an Dinge, dumpf geahnt, In ihren Küssen tief gemahnt ...
Wie oft wir selbst auch zu lieben heucheln mögen, wir glauben stets aufrichtig geliebt zu werden.
Ist die Macht der Liebeunwiderstehlich, oder kann der Reiz einer Person so stark auf uns wirken, daß wir dadurchunvermeidlichin einen elenden Zustand geraten müssen, aus welchem uns nichts als der ausschließende Besitz dieser Person zu ziehen im Stande ist?
Welche Torheit von dem zu sprechen, was man liebt! Was gewinnt man dabei? das Vergnügen, selbst einen Augenblick bewegt zu werden durch den Widerschein der Seelenbewegung in Andern. Aber ein Dummkopf, den es ärgert, daß du allein sprichst, wirft etwa ein Witzwort hin, das dir deine Erinnerungen beschmutzen wird. Daher kommt vielleicht die Keuschheit der wahren Leidenschaft, die die gemeinen Seelen nachzuahmen vergessen, wenn sie die Leidenschaft spielen wollen.
An Apollon Es ist am Abend im April. Der Käfer kriecht ins dichte Moos. Er hatsoAngst – die Weltsogroß! Die Wirbelwinde hadern mit dem Leben, Ich halte meine Hände still ergeben Auf meinem frommbezwungenen Schoß. Ein Engel spielte sanft auf blauen Tasten, Langher verklungene Phantasie. Und alle Bürde meiner Lasten, Verklärte und entschwerte sie. Jäh tut mein sehr verwaistes Herz mir weh – Blutige Fäden spalten seine Stille. Zwei Augen blicken wund durch ihre Marmorhülle In meines pochenden Granates See. Er legte Brand an meines Herzens Lande – Nicht mal sein Götterlächeln Ließ er mir zum Pfande.
Die Liebe Eine Schale des Harms, eine der Freuden wog Gott dem Menschengeschlecht; aber der lastende Kummer senket die Schale, Immer hebet die andre sich. Irren, traurigen Tritts wanken wir unsern Weg Durch das Leben hinab, bis sich die Liebe naht, Eine Fülle der Freuden In die steigende Schale streut. Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mays über die Blüthen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert, und huldigt ihr! Nähm' er Kronen und Gold, mißte der Liebe? Gold Ist ihm fliegende Spreu; Kronen ein Flittertand; Alle Hoheit der Erde, Sonder herzliche Liebe, Staub. Loos der Engel! Kein Sturm düstert die Seelenruh Des Beglückten! Der Tag hüllt sich in lichters Blau, Kuß, und Flüstern und Lächeln Flügelt Stunden an Stunden fort. Herrscher neideten ihn, kosteten sie des Glücks, Das dem liebenden ward; würfen den Königsstab Aus den Händen, und suchten Sich ein friedliches Hüttendach. Unter Rosengesträuch spielet ein Quell, und mischt Dem begegnenden Bach Silber. So strömen flugs Seel' und Seele zusammen, Wenn allmächtige Liebe naht.
Kommt! Ich bin nicht von der Asra Stamm geboren, Die sterben müssen, wenn sie lieben! Ich bin kein Baum, der alle Kraft verloren, Wenn er die eine Frucht getrieben. Mein Herz gleicht jenen Äckern, die voll Ähren An reifen Sommertagen prangen Und klirrend ihrer Schnitterin begehren ... Und sieh, die Schnitt'rin kommt gegangen. Mit hellen Augensternen oder dunkeln – Mit blonden oder braunen Locken – Und läßt die Sichel in der Sonne funkeln – Und schneidet lachend ihren Roggen. Mein Herz ist reich und süß ist seine Spende. Kommt, schöne Schnitterinnen, Und erntet Liebe! Liebe ohne Ende! Denn immer neue sprießt darinnen.
Dreien Schwestern So freundlich, so geneigt, so gütig an Geberden, so zart, so tugendhaft, so götlich um und an, als keine Göttin nicht geschätzet werden kan, so hochbegabt seid ihr, ihr Gratien der Erden, die durch die Himlischen mehr himlisch täglich werden, die ihre Schwestern sind. Es glaubt es Iederman, daß die Vollkommenheit sich ganz in euch vertan und muß es auch der Neid bekennen ohn' Beschwerden.Euphrosyneist keusch,Thaliazart und schöne,Aglaiafrom und gut. Diß liebliche Getöne von so viel Tugenden macht eine Harmonei mit solcher Treflichkeit in euren dreien Leibern, daß Orpheus sich befragt bei allen klugen Weibern, ob seiner Harfen Klang in euch verwandelt sei?
Huldigung Euch, ihr Schönen, Will ich fröhnen Bis an meinen Tod, Mit Gesangesweisen Bis an meinen Tod Eure Tugend preisen. Ihr, o Guten, Wohlgemuthen, Macht das Leben süß, Macht den Mann zum Engel, Und zum Paradies Eine Welt voll Mängel. Wer die Süsse Treuer Küsse Nicht gekostet hat, Irret wie verloren Auf dem Lebenspfad, Ist noch ungeboren. Wer die Süsse Treuer Küsse Schon gekostet hat, Glänzt vom Himmelsscheine; Wo sein Fuß sich naht, Blühen Rosenhaine.
Schach Sieh', der Springer in dem Schache, Über dunkle, über lichte Felder eilt er raubbegierig, Ruft jetzt: "Schach der Königin!" "Schach der Königin des Herzens, Schach der auserwählten Dame!" Rief ich; dunkle, lichte Stunden, Alle übersprang ich muthig, Ruhte nicht, bis du warst mein.
Das ewige Lebendem,der viel von Liebe weiß zu sagen. Ein Mensch derLiebekann nur auferstehen! Haß schachtelt ein! […]
Letzte Liebe Schon ist der Tag uns im Verglühen, In letzter Schönheit prangt dein Leib; Der Herzen allerletztes Blühen Ist unser Glück, geliebtes Weib! D'rum laß – o laß die Zeit uns frommen, Und keine Stunde sei versäumt; Von Wonne sei die Nacht durchglommen, Und dann der Morgen hold verträumt. Und jede Freude dieses Lebens Soll noch durch uns're Seele geh'n; Wir wollen sie, entzückten Bebens, Noch ganz genießen und versteh'n. Mag auch der Himmel leise nachten, Und hält er seinen Blitz gezückt – Wir wollen nimmer es beachten, Wie nahe das Verhängniß rückt. Und sterben laßt uns lebenstrunken, Ist der Vernichtung Stunde da, Wie einst im Tode hingesunken Antonius und Cleopatra!
Wie viel Nebel sind von meinen Augen gefallen, und doch bist du nicht aus meinem Herzen gewichen, alles belebende Liebe! Die du mit der Wahrheit wohnst, ob sie gleich sagen, du seist lichtscheu und entfliehend im Nebel.
Alle Herzen sind zu fühlen geschaffen, und alle Vergnügungen scheinen gemacht zu seyn, der Seele Liebe einzuflößen.
Die Verstellung in der Liebe sieht mitunter der Wahrheit täuschend ähnlich.
An Tristan Ich kann nicht schlafen mehr, Immer schüttelst du Gold über mich. Und eine Glocke ist mein Ohr, Wem vertraust du dich? So hell wie du, Blühen die Sträucher im Himmel. Engel pflücken sich dein Lächeln Und schenken es den Kindern. Die spielen Sonne damit Ja ..