Liebe Sprüche – abschied

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Letzte Worte Geliebte, wenn mein Geist geschieden, So weint mir keine Träne nach; Denn, wo ich weile, dort ist Frieden, Dort leuchtet mir ein ewger Tag! Wo aller Erdengram verschwunden, Soll euer Bild mir nicht vergehn, Und Linderung für eure Wunden, Für euern Schmerz will ich erflehn. Weht nächtlich seine Seraphsflügel Der Friede übers Weltenreich, So denkt nicht mehr an meinen Hügel, Denn von den Sternen grüß ich Euch!

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An vollen Büschelzweigen, Geliebte, sieh nur hin! Laß dir die Früchte zeigen, Umschalet stachlig grün. Sie hängen längst geballet, Still, unbekannt mit sich; Ein Ast, der schaukelnd wallet, Wiegt sie geduldiglich. Doch immer reift von innen Und schwillt der braune Kern; Er möchte Luft gewinnen Und säh die Sonne gern. Die Schale platzt, und nieder Macht er sich freudig los; So fallen meine Lieder Gehäuft in deinen Schoß.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, entst. 1814-1819, Erstdruck Cotta, Stuttgart u. Tübingen 1819. Buch Suleika

Wenn du dein Herz an einen Menschen verlierst, findest du es immer wieder.

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Zu sehn, zu hören dich und nicht zu lieben, ist keines Menschen Sache.

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Über die Heide Über die Heide hallet mein Schritt; dumpf aus der Erde wandert es mit. Herbst ist gekommen, Frühling ist weit – gab es denn einmal selige Zeit? Brauende Nebel geistern umher; schwarz ist das Kraut und der Himmel so leer. Wär' ich hier nur nicht gegangen im Mai! Leben und Liebe – wie flog es vorbei!

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Die Menschen sollen sich so lieb haben, daß sie sich allein lassen können. Damit achtet einer den andern.

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Ach, hängt das wirklich von uns ab? Liebe ist ein Zwang, und dann sind wir verloren.

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Denn Liebe verlieren: das ist dein Tod.

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Wie endet die Liebe? Die war's nicht der's geschieht.

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Mag der Herbst das welke Laub zerstreu'n Mag der Sturm die Blüthen dir entführen, Was du liebst, das bleibt auf ewig dein, Nimmer kann das Herz sich selbst verlieren.

Schulze, Poetisches Tagebuch, vom 29sten Junius 1814 bis 17ten Februar 1817

Laß die Liebe aus dem Spiel, wenn du liebst!

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Kleines Operettenlied, in: Die Weltbühne, 17.06.1930, Nr. 25 (Theobald Tiger)

Wenn sich zweie lieben sollen, Braucht man sie nur zu scheiden.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Walpurgisnachtstraum, Oberon

Zur Liebe will ich dich nicht zwingen, doch geb ich dir die Freiheit nicht.

Schikaneder, Die Zauberflöte (Libretto), 1791

Wie schwank ich sündlich, Läßt du von mir; Unüberwindlich Bin ich mit dir!

Eichendorff, J., Gedichte. Geistliche Gedichte. Aus: Mittag

Die Güter verlaufen sich, wie das Wasser im Strom, aber die Liebe bleibt.

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Männer und Frauen, die zuviel geliebt worden sind, verlieren oft die Fähigkeit, selber zu lieben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Lied des Narren Ach Geliebte, wohin irrst du? Bleib bei mir, denn mich verwirrst du. Der ich laut singe und leis. Reis nicht weiter, sei so nett, Reisen enden stets im Bett, Wie der Jedermann gut weiß. Was ist Liebe? Nichts für morgen. Wer heut lacht, braucht sich nicht sorgen. Was mal wird, geht schnell vorbei. Warten, das ist ungesund Küß mich, Liebste, auf den Mund – Jugend, ach, good bye, good bye.

Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), Erstdruck 1623

Nun hast du mir den ersten Schmerz getan, Der aber traf. Du schläfst, du harter, unbarmherz'ger Mann, Den Todesschlaf. Es blicket die Verlaßne vor sich hin, Die Welt ist leer. Geliebet hab' ich und gelebt, ich bin Nicht lebend mehr. Ich zieh mich in mein Innres still zurück, Der Schleier fällt, Da hab' ich dich und mein vergangnes Glück, Du meine Welt!

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L Wie langsam schlepp ich mich von Platz zu Platz, da ich vom Ziel, es scheuend, nichts gelernt auf Rast und Reise als nur diesen Satz: „Wie weit bist du von deinem Freund entfernt!“ Mein Tier trabt träge seines Weges hin, als trüg’ es die Beschwer von meinem Gram und spürte meinen Schmerz, von dir zu ziehn, und meinen Wunsch, daß ich nicht weiter kam. Vergebens, wenn ich manchmal doch es sporne, der blut’ge Sporn befeuert nicht den Schritt; wie’s stöhnend leidet unter meinem Zorne, weit schwerer leid ich seine Schmerzen mit. Für sie bekam die Mahnung ich zurück: der Gram liegt vor mir, hinter mir das Glück.

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Übersetzt von Karl Kraus, 1933

Balthasars Lied Klagt, Mädchen, klagt nicht Ach und Weh, Kein Mann bewahrt die Treue; Am Ufer halb, halb schon zur See Reizt, lockt sie nur das Neue! Weint keine Trän und laßt sie gehn, Seid froh und guter Dinge, Daß statt der Klag und dem Gestöhn Juchheissassa erklinge. Singt nicht Balladen trüb und bleich, In Trauermelodien: Der Männer Trug war immer gleich, Seitdem die Schwalben ziehen! Weint keine Trän und laßt sie gehn, Seid froh und guter Dinge, Daß statt der Klag und dem Gestöhn Juchheissassa erklinge.

Shakespeare, Viel Lärmen um nichts (Much Ado about Nothing), Erstdruck 1600

Wer am meisten liebt, wird tyrannisiert und, was noch schlimmer ist, früher oder später verlassen.

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