Liebe Sprüche – freundschaft

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In der Liebe ist es wie beim Verbrechen – ohne den richtigen Komplizen wird es nichts.

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Einem Liebhaber, der den Vater zu Hilfe ruft, trau ich – erlauben Sie, – keine hohle Haselnuß zu.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 1. Akt, 2. Szene, Miller

Liebe heißt überhaupt das Bewußtsein meiner Einheit mit einem anderen, so daß ich für mich nicht isoliert bin, sondern mein Selbstbewußtsein nur als Aufgebung meines Fürsichseins gewinne [...].

Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, 1821. Dritter Teil. Die Sittlichkeit. Erster Abschnitt. Die Familie. § 158. Zusatz

Schön ist Beisammensein. Die Haut friert nicht. Alles ist leise und gut. Das Herz schlägt ruhig.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Erstes Kapitel

Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.

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Es haben unsre Herzen Geschlossen die heil'ge Allianz; Sie lagen fest aneinander, Und sie verstanden sich ganz. Ach, nur die junge Rose, Die deine Brust geschmückt, Die arme Bundesgenossin, Sie wurde fast zerdrückt.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 24.

O Freunde, liebt mich nicht, niemals den, der ich bin; doch was ich werden möchte, das, das liebt an mir!

Morgenstern, C., Gedichte. Melencolia, 8.

Die Liebenden fordern immer Glück voneinander, die Freunde geben es sich.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

CXXXVIII Schwört mir die Liebste, daß sie treu: erkannt ich die Lüge, will ihr aber glauben; damit sie glaubt, ich wäre noch ein Fant, dem schlechte Welt die Unschuld nicht konnt’ rauben. So glaubend, daß sie noch für jung mich hält, obwohl sie weiß, daß ich bereits in Jahren, hab ich mich vor der Lügnerin verstellt, daß beiderseits die Wahrheit wir bewahren. Doch warum sagt sie mir nicht, daß sie lüge? Warum bekenn ich ihr nicht mein Gebrechen? Ach, Liebe liebt dergleichen Winkelzüge und liebt es nicht, vom Ältersein zu sprechen. Ich laß von ihr, sie sich von mir betrügen, umlügend unsre Fehler zum Vergnügen.

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Übersetzt von Karl Kraus, 1933

Die Liebe knüpft die Rosenschnur, die Freundschaft nimmt sie in Verwahrung.

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Was ist die Welt, wenn sie mit dir Durch Liebe nicht verbunden? Was ist die Welt, wenn du in ihr Nicht Liebe hast gefunden?

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Das Edelste an der Liebe ist das Vertrauen zueinander.

Grosse, Untreu aus Mitleid, 1868

Ich werde meineidig (welches doch ein großer Beweis von Treulosigkeit), wenn ich liebe: Und wie kann das echte Lieben sein, welches mit Untreue begonnen wird?

Shakespeare, Verlorene Liebesmüh, dt. auch: Liebes Leid und Lust (Love’s Labour’s Lost), Erstdruck 1598

Wo Liebe, Freundschaft, Weisheit und Natur In schöner Eintracht wohnen, ist der Himmel.

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Die Freundschaft Freund! genügsam ist der Wesenlenker – Schämen sich kleinmeisterische Denker, Die so ängstlich nach Gesetzen spähn – Geisterreich und Körperweltgewühle Wälzet eines Rades Schwung zum Ziele, Hier sah es mein Newton gehn. Sphären lehrt es, Sklaven eines Zaumes, Um das Herz des großen Weltenraumes Labyrinthenbahnen ziehn – Geister in umarmenden Systemen Nach der großen Geistersonne strömen, Wie zum Meere Bäche fliehn. Wars nicht dies allmächtige Getriebe, Das zum ewgen Jubelbund der Liebe Unsre Herzen aneinander zwang? Raphael, an deinem Arm – o Wonne! Wag auch ich zur großen Geistersonne Freudigmutig den Vollendungsgang. Glücklich! glücklich! Dich hab ich gefunden, Hab aus Millionen dich umwunden, Und aus Millionen mein bist du – Laß das Chaos diese Welt umrütteln, Durcheinander die Atomen schütteln: Ewig fliehn sich unsre Herzen zu. Muß ich nicht aus deinen Flammenaugen Meiner Wollust Widerstrahlen saugen? Nur in dir bestaun ich mich – Schöner malt sich mir die schöne Erde, Heller spiegelt in des Freunds Gebärde, Reizender der Himmel sich. Schwermut wirft die bange Tränenlasten, Süßer von des Leidens Sturm zu rasten, In der Liebe Busen ab; – Sucht nicht selbst das folternde Entzücken In des Freunds beredten Strahlenblicken Ungeduldig ein wollüstges Grab? – Stünd im All der Schöpfung ich alleine, Seelen träumt' ich in die Felsensteine Und umarmend küßt' ich sie – Meine Klagen stöhnt' ich in die Lüfte, Freute mich, antworteten die Klüfte, Tor genug! der süßen Sympathie. Tote Gruppen sind wir – wenn wir hassen, Götter – wenn wir liebend uns umfassen! Lechzen nach dem süßen Fesselzwang – Aufwärts durch die tausendfache Stufen Zahlenloser Geister, die nicht schufen, Waltet göttlich dieser Drang. Arm in Arme, höher stets und höher, Vom Mongolen bis zum griechschen Seher, Der sich an den letzten Seraph reiht, Wallen wir, einmütgen Ringeltanzes, Bis sich dort im Meer des ewgen Glanzes Sterbend untertauchen Maß und Zeit. – Freundlos war der große Weltenmeister, FühlteMangel– darum schuf er Geister, Selge SpiegelseinerSeligkeit! – Fand das höchste Wesen schon kein gleiches, Aus dem Kelch des ganzen Seelenreiches Schäumtihm– die Unendlichkeit.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Anthologie auf das Jahr 1782

Die meisten Frauen sind darum so wenig empfänglich für Freundschaft, weil sie reizlos ist, wenn man die Liebe erlebt hat.

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Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus: Elegien 1

Es gibt auf der ganzen Welt kein Band so stark wie das Band des Herzens.

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Die Liebe nennet sich zuerst Vertraulichkeit.

Goethe, Die Mitschuldigen, entstanden 1768/69. 4. Szene, Sophie zu Alcest

Der liebt niemanden, der nur seinesgleichen liebt.

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Das ist ja die Macht der Liebe, daß sie blind vertraut, und gerade die hohen, stolzen Seelen sind am leichtesten zu täuschen.

Habicht, Vor dem Gewitter. Roman, 4 Bde., 1873