Liebe Sprüche – freundschaft

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Die Lieb ist dreierlei: Liebe, ein Herzensband; Lieb' eine Heuchelei, Und Lieb' ein Todesbrand.

Rückert (Übers.), Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert, 2 Bde., 1846

Liebe ist - Verstehen.

Dahn, Frigga's Ja. Erzählung, 1888

Es ist überall heimlich und traut neben einem Menschen, den man gern hat.

Heimburg, Herzenskrisen, 1887

Die Lieb' ist eine hübsche Blume, Die Freundschaft eine süße Frucht.

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Die Liebe böser Freunde wird zur Furcht, Die Furcht zum Haß, und einem oder beiden Bringt Haß Gefahren und verdienten Tod.

Shakespeare, König Richard II. (The Tragedy of King Richard the Second), Erstdruck 1597

Ich bin ein Knecht, wenn ich nicht liebe, und ich kann nicht lieben, wenn ich Knecht bin, und wer liebt, weiß, was kein Anderer weiß, daß die eigene Freiheit und der Wille Gottes Eines ist und dasselbe.

Perthes (Hg.), Friedrich Perthes Leben. Nach dessen schriftlichen und mündlichen Mittheilungen aufgezeichnet von Clemens Theodor Perthes, 3 Bde., 1848-55

Im Walde Als ich im Wald mich erging, Rosengeschling Sich mir an die Kleider hing. O schlängest auch du Zu meiner Seele Ruh Um mich die Arme fester, Du Rosenschwester!

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Wir lieben die, die mit uns weinen.

Detlef, Ein Dokument, 4 Bde., 1876

Es ist eine göttliche Gegenseitigkeit, wen man lieb hat, dem tut man Gutes, und wem man Gutes tut, den hat man noch mehr lieb.

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Eines der Dinge, in denen wir uns gründen müssen, um unserem Herrn zu gefallen, wird darin bestehen, alle Dinge von uns zu weisen, die uns von der Liebe zu den Brüdern trennen können, indem wir uns mühen, sie mit herzlicher Liebe zu lieben.

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Keiner meiner Freunde soll mit Eros unbekannt sein, sondern ihn halten, wo er ihm begegnet.

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Der Ungenannten Auf eines Berges Gipfel, Da möcht ich mit dir stehn, Auf Täler, Waldeswipfel Mit dir herniedersehn; Da möcht ich rings dir zeigen Die Welt im Frühlingsschein Und sprechen: wär's mein eigen, So wär es mein und dein. In meiner Seele Tiefen O sähst du da hinab, Wo alle Lieder schliefen, Die je ein Gott mir gab! Da würdest du erkennen: Wenn Echtes ich erstrebt, Und mag's auch dich nicht nennen, Doch ist's von dir belebt.

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Wenn du mehr Liebe lernen willst, fang' am besten an mit einem Freund, den du hasst!

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Das große Gesetz des Lebens heißt Liebe und der Liebe Gesetz heißt Vertrauen und Achtung.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Während des Beisammenseins mit geliebten Menschen kann man sich in den Zustand der Trennung von ihnen ebensowenig hineindenken wie in den des Todes.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Wer auf meine Liebe nicht sündigt, glaubt nicht an sie.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte, 1905

Die beiden Engel O kennst du, Herz, die beiden Schwesterengel, Herabgestiegen aus dem Himmelreich: Stillsegnend Freundschaft mit dem Lilienstengel, Entzündend Liebe mit dem Rosenzweig? Schwarzlockig ist die Liebe, feurig glühend, Schön wie der Lenz, der hastig sprossen will; Die Freundschaft blond, in sanftern Farben blühend, Und wie die Sommernacht so mild und still; Die Lieb' ein brausend Meer, wo im Gewimmel Vieltausendfältig Wog' an Woge schlägt; Freundschaft ein tiefer Bergsee, der den Himmel Klar widerspiegelnd in den Fluten trägt. Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, Die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht; Die Liebe will erwerben und besitzen, Die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht. Doch dreimal selig, dreimal hoch zu preisen Das Herz, wo beide freundlich eingekehrt, Und wo die Glut der Rose nicht dem leisen Geheimnisvollen Blühn der Lilie wehrt!

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lübeck und Bonn

Wir haben alle nichts und sind alle – ein jeder von uns – auf die Gnade des andern angewiesen, desjenigen, den wir lieben. Denn Liebe ankert im Grunde und fragt nicht nach dem Glanze der Oberflächen, wo alles Haben sich abspielt.

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Muß immer Lieben und Täuschen So eng denn verbunden sein?

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Wenn Wesen zusammenwachsen sollen, sie können es nur an blutenden Wunden.

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Wenn die Liebe nicht mehr glauben darf, wo ist das Ende des Zweifels? In der Liebe ist das Vertrauen alles; wer nicht vertrauen kann, ganz und ungeteilt und aus vollem, aus vollstem Herzen, der kann nicht lieben. Aber wer getäuscht wird? Die Liebe kann sich niemals in Haß verwandeln, nein! Das kann sie nicht in edlen Herzen. Aber sie kann sich in Verachtung verwandeln: und das ist schlimmer…

Rodenberg, Die neue Sündflut, 4 Bde., 1865