Liebe Sprüche – hochzeit

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Die Lieb ist frei gegeben, Und keine Trennung mehr. Es wogt das volle Leben Wie ein unendlich Meer. Nur eine Nacht der Wonne – Ein ewiges Gedicht – Und unser aller Sonne Ist Gottes Angesicht.

Novalis, Gedichte. Hymnen an die Nacht, 1797-1800. Aus: 5. [Über der Menschen weitverbreitete Stämme]

Du bist mein Mond Du bist mein Mond, und ich bin deine Erde; Du sagst, du drehest dich um mich. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich werde in meinen Nächten hell durch dich. Du bist mein Mond, und ich bin deine Erde; sie sagen, du veränderst dich. Allein du änderst nur die Lichtgebärde und liebst mich unveränderlich. Du bist mein Mond, und ich bin deine Erde, nur mein Erdenschatten hindert dich, die Liebesfackel stets am Sonnenherde zu zünden in der Nacht für mich.

Rückert, Gedichte. Lieder und Sprüche der Minnesänger

Wenn der Mann sich immer wieder in der Frau täuscht, so liegt es daran, daß er und sie nicht ganz dieselbe Sprache sprechen. Die Worte haben für beide nicht ganz dieselbe Bedeutung und denselben Sinn, nämlich in Fragen der Liebe.

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Man würde aus der Liebe keine Gottheit machen, wenn sie nicht oft Wunder vollbrächte.

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Nichts ist besser und notwendiger als die Liebe. Ein wenig lautere Liebe ist vor Gott wertvoller, für die Kirche nützlicher als alle anderen Werke zusammen.

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Die Liebe ist blind, aber sie hat einen trefflichen Augenarzt – die Ehe.

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Ruhe in der Geliebten So laß mich sitzen ohne Ende, So laß mich sitzen für und für! Leg deine beiden frommen Hände Auf die erhitzte Stirne mir! Auf meinen Knien, zu deinen Füßen, Da laß mich ruhn in trunkner Lust; Laß mich das Auge selig schließen In deinem Arm, an deiner Brust! Laß es mich öffnen nur dem Schimmer, Der deines wunderbar erhellt; In dem ich raste nur für immer, O du mein Leben, meine Welt! Laß es mich öffnen nur der Träne, Die brennend heiß sich ihm entringt; Die hell und lustig, eh' ich's wähne, Durch die geschloß'ne Wimper springt! So bin ich fromm, so bin ich stille, So bin ich sanft, so bin ich gut! Ich habe dich, das ist die Fülle! Ich habe dich, mein Wünschen ruht! Dein Arm ist meiner Unrast Wiege, Vom Mohn der Liebe süß umglüht; Und jeder deiner Atemzüge Haucht mir ins Herz ein Schlummerlied! Und jeder ist für mich ein Leben! Ha, so zu rasten, Tag für Tag! Zu lauschen so mit sel'gem Beben Auf unsrer Herzen Wechselschlag! In unsrer Liebe Nacht versunken, Sind wir entflohn aus Welt und Zeit: Wir ruhn und träumen, wir sind trunken In sel'ger Verschollenheit.

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Das Heiligste Wenn zwei sich in einander still versenken, Nicht durch ein schnödes Feuer aufgewiegelt, Nein, keusch in Liebe, die die Unschuld spiegelt, Und schamhaft zitternd, während sie sich tränken; Dann müssen beide Welten sich verschränken, Dann wird die Tiefe der Natur entriegelt, Und aus dem Schöpfungsborn, im Ich entsiegelt, Springt eine Welle, die die Sterne lenken. Was in dem Geist des Mannes, ungestaltet, Und in der Brust des Weibes, kaum empfunden Als Schönstes dämmerte, das muß sich mischen; Gott aber tut, die eben sich entfaltet, Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden Hinzu, die unverkörperten und frischen.

Hebbel, F., Gedichte

Ach wär' mein Lieb ein Brünnlein kalt Und spräng' aus einem Stein, Und wär' ich dann der grüne Wald, So tränk ichs in mich ein, Und wollt es nimmer lassen, Wollts ganz und gar umfassen, So gestern und heut und alle Zeit Bis in die ewige Seligkeit.

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In der liebenden Seele gibt es eine Skizze der Liebe, die das Bild des Geliebten so komplett und lebendig wiedergibt, daß man – wenn die Vereinigung in Liebe vollzogen ist – wirklich sagen kann: Der Geliebte lebt im Liebenden und der Liebende im Geliebten. Solch ein Ähnlichwerden bewirkt die Liebe durch die Überformung der Liebenden, daß der eine der andere ist und daß beide eins sind.

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Wähle deine Liebe und liebe dann deine Wahl.

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Die Liebe liebt das, was Gott liebt, und hasst das, was Gott hasst.

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Ein langwährende Liebe währt niemals lang genug.

Properz, Elegien (Elegiae). 1, 19, 26

Ob ich es in dieser Fähigkeit sehr weit gebracht habe, weiß ich nicht, das aber weiß ich, daß ich ihr allein alles Glück verdanke, dessen ich genieße, wenn ich mich mit ihr allein befinde.

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Unaufhörlich versucht die Liebe, den Gegenstand ihrer Neigung zu formen - Gott sei Dank erweist sich das Material meist als zu spröde.

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Eine Frau, die begreift, dass sie den Flug ihres Mannes hemmt, soll sich trennen — warum hört man von diesem Akt der Liebe nicht?

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Herbst 1880

Wer aus Liebe heiratet, hat schöne Nächte und schlechte Tage.

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Im Mannesleben Wird Liebe nur Episoden geben, Im Frauenleben Wird Liebe sich zur Geschichte erheben.

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Und was auch Schönes mir geschah und was an Glück sich wollte einen mit meinem Sein – es wird mir scheinen, ich lebe erst, seit ich dich sah.

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Doch war das Leben auch finster und wild, So blieb doch die Liebe lieblich und mild.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die vier Weltalter, 1802

Unerschöpflich ist die Liebe – und wenig sind die Tage des Lenzes!

Schiller, F., Briefe. An Charlotte von Lengefeld, Jena, den 25. August 1789