Liebe Sprüche – hochzeit

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Hütet euch! Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz! Denn am Morgen, denn am Mittag Wie ein Duft von wilden Rosen Schwebt die Glut verstohlner Küsse Dort bezaubernd in den Lüften. Ach, und wenn der Abend dunkelt, Unverhüllt durch die Gemächer Wandelt mit geschwungner Fackel Eros dann, und unablässig Sprühn der Sehnsucht irre Funken Weiterzündend um ihn her. Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz!

Geibel, E., Gedichte. Vermischte Gedichte, entst. ab 1860

Liebesprobe Laß den Jüngling, der dich liebt, Eine Lilje pflücken, Eh' dein Herz sich ihm ergibt, Um ihn zu beglücken. Wird kein Tropfe von dem Tau Dann durch ihn vergossen, Der sie tränkte auf der Au, Sei der Bund geschlossen. Wer so zart die Blume bricht, Daß sie nicht entwallen, Sorgt auch, daß die Tränen nicht Deinem Aug' entfallen.

Hebbel, F., Gedichte

Ein Lieb und nicht mehr, Wär allen Frauen ein Ehr.

Moscherosch, Wunderbahre Satyrische gesichte (weitere Drucke unter abweichenden Titeln, z. B. Wunderbahre und wahrhaftige Gesichte Philanders von Sittewald), 1640

Huldige nicht mehrern Frauenzimmern zu gleicher Zeit, an demselben Orte, auf einerlei Weise, wenn es Dir darum zu tun ist, Zuneigung oder Vorzug von einer einzelnen zu erlangen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 5. Kapitel, 7.

Ein Nagel saß in einem Stück Holz. Der war auf seine Gattin sehr stolz. Die trug eine goldene Haube Und war eine Messingschraube. Sie war etwas locker und etwas verschraubt, Sowohl in der Liebe, als auch überhaupt. Sie liebte ein Häkchen und traf sich mit ihm In einem Astloch. Sie wurden intim. Kurz, eines Tages entfernten sie sich Und ließen den armen Nagel im Stich. Der arme Nagel bog sich vor Schmerz. Noch niemals hatte sein eisernes Herz So bittere Leiden gekostet. Bald war er beinah verrostet. Da aber kehrte sein früheres Glück, Die alte Schraube wieder zurück. Sie glänzte übers ganze Gesicht. Ja, alte Liebe, die rostet nicht!

Ringelnatz, J., Gedichte. Die Schnupftabaksdose. Stumpfsinn in Versen, 1912

Wenn sie bei solchen Anlässen sich einen unbefangen heiteren Ton erlaubten und wohl gar eine scherzhaft scheinende zärtliche Vertraulichkeit zur Schau stellten, so war das ein schwacher Ersatz für die Entsagung, die sie sich unverbrüchlich auferlegt, indem sie streng jedes Alleinsein vermieden, die stärkste Prüfung für Liebende, welche kein fremder Wille hindern könnte, sich zu sehen.

Keller, Hadlaub (in: Züricher Novellen), 1876

Wo zwei an einem Kranze wanden, An ihrer Liebe Rosenbanden, Weiß selten einer, wessen Hand Mehr Dornen zu Blüten band.

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Der Zauber der Liebe veredelt das, was durch sie berührt wird.

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Liebesgenuss hat noch nie genutzt, man darf zufrieden sein, wenn er nicht schadete.

Epikur, Vatikanische Spruchsammlung (Gnomologium Vaticanum Epicureum). [51]

Die Liebe hat viele Mysterien, und dies erste Verliebtsein ist auch ein Mysterium, wenn es auch nicht das größte ist – die meisten Menschen sind in ihrer Leidenschaft wie wahnsinnig, sie verloben sich oder machen andre dumme Streiche, und in einem Augenblick ist alles zu Ende, und sie wissen weder, was sie erobert, noch was sie verloren haben.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Das Tagebuch des Verführers. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Liebesglück Nicht beneid ich die Herrscher der Welt Um die gewaltigen Reiche. Reicher bin ich, nun du mir gesellt, Der ich keine vergleiche. Hielten sich jene den Göttern gleich, Lach ich und küsse dich munter. – Königin, auch in unserem Reich Geht die Sonne nicht unter!

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Die Liebe ist eine Jagd, bei welcher der Jäger darauf achten muß, daß er vor dem Wild nicht zu schnell davonläuft.

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Die Liebe, die wir verschenken, ist die einzige, die wir behalten.

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Die Frau, die man liebt, riecht immer gut.

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Als er Phillis einen Ring mit einem Totenkopf reichte Erschrick nicht vor dem Liebeszeichen, Es träget unser künftig Bild, Vor dem nur die allein erbleichen, Bei welchen die Vernunft nichts gilt. Wie schickt sich aber Eis und Flammen? Wie reimt sich Lieb' und Tod zusammen? Es schickt und reimt sich gar zu schön, Denn beide sind von gleicher Stärke Und spielen ihre Wunderwerke Mit allen, die auf Erden gehn. Ich gebe dir dies Pfand zur Lehre: Das Gold bedeutet feste Treu', Der Ring, daß uns die Zeit verehre, Die Täubchen, wie vergnügt man sei; Der Kopf erinnert dich des Lebens, Im Grab ist aller Wunsch vergebens, Drum lieb und lebe, weil man kann, Wer weiß, wie bald wir wandern müssen! Das Leben steckt im treuen Küssen, Ach, fang den Augenblick noch an!

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Die rechte Liebe wird in der Treue erkannt.

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Schmerz adelt – Liebe heiligt.

Schmidkunz (Hg.), Das edle, tapfere Herz. Gedanken aus dem Werk des Rembrandtdeutschen, 1943

Gerader Blick und leises Erröten – das ist die Geburt der Liebe! Reiner Einklang der Herzen – das ist Liebe. Ganz miteinander gehen im Fühlen und im Leben – das ist Liebe. Auge in Auge, Seele in Seele – das ist Liebe in Liebe. Liebe ist immer Ganzbeziehung des einen Menschen zum andern.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Liebe verlangt Treue, und Treue verlangt Festigkeit.

Lipperheide (Hg.), Spruchwörterbuch, hg. von Franz Freiherrn von Lipperheide, Berlin 1907. Originaltext: Amor vuol fede, e fede vuol fermezza.

Das Irritierende an der Liebe ist, dass es sich dabei um ein Verbrechen handelt, das einen Komplizen erfordert.

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Im Rausch der Liebe ringt oft Schmerz mit Freude.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: In venere semper certat dolor et gaudium