Liebe Sprüche – hochzeit
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Der Reiz der Neuheit und die Überwindung der Schwierigkeiten – das ist es grade, was verbotene Begierden erweckt; und Menschen, die sich täglich sehen und mit allen ihren Unvollkommenheiten kennenlernen, werden nie lüstern nacheinander werden; und wenn sie dennoch Liebe zueinander fassen, so wird das eine vernünftige Liebe sein, bei welcher die Sinne nur die Nebenrolle spielen und der man keine Hindernisse in den Weg legen sollte.
Die Heimführung Ich geh nicht allein, mein feines Lieb, Du mußt mit mir wandern Nach der lieben, alten, schaurigen Klause, In dem trüben, kalten, traurigen Hause, Wo meine Mutter am Eingang kau'rt Und auf des Sohnes Heimkehr lau'rt. »Laß ab von mir, du finstrer Mann! Wer hat dich gerufen? Dein Odem glüht, deine Hand ist Eis, Dein Auge sprüht, deine Wang' ist weiß; – Ich aber will mich lustig freun An Rosenduft und Sonnenschein.« Laß duften die Rosen, laß scheinen die Sonn', Mein süßes Liebchen! Wirf um den weiten weißwallenden Schleier, Und greif in die Saiten der schallenden Leier, Und singe ein Hochzeitslied dabei; Der Nachtwind pfeift die Melodei.
Was wäre denn die Liebe, Wär' sie nicht treu und wach In Freuden wie in Leiden, In Ehren und in Schmach?
Liebe ohne Eifersucht ist wie Gulasch ohne Paprika.
Nach der Liebe verlangt doch jede und die braucht doch jedes Weib, das eines bleiben will.
Tod zerstört nicht die Lieb', – er entflammt zur Unkenntlichkeit sie nur! –
Treue Lieb hilft alle Laster heben.
Alte Liebe rostet nicht.
Wen Liebe nie zu weit getrieben, Den trieb sie auch nie weit genug!
Drum spar' die Liebe bis zur Ehe und lieb' nur eine dann, verstehe: daß dir dann Gegenlieb' erwachs' von deinem Weibe, wünscht Hans Sachs.
Die Liebesschwüre der Männer sind lauter Wechsel an die Ewigkeit, in diesem Leben zahlt sie keiner aus.
Zu der Zeit liebt sich's am besten, wenn man noch denkt, dass man allein liebt und noch kein Mensch so geliebt hat und lieben werde.
Liebe gleicht die natürliche Feindschaft aus zwischen Mann und Weib.
Nur Liebe darf der Liebe Blumen brechen.
Liebe beginnt und steigt durchaus nur an der Gegenliebe und mit ihrem wechselseitigen Erraten.
Liebe ist eine große Ehrfurcht.
In der Liebe ist Jähzorn immer gelogen.
Das Liebhaben ist gewiß das größte Wunder im Himmel und auf Erden und das einzige, von dem ich mir vorstellen kann, daß ich es in Ewigkeit nicht satt bekommen werde.
Liebe, die sich nicht jeden Tag selbst erneuert, wird zuerst zur Gewohnheit und dann zur Sklaverei.
Wo der Verstand stehen bleibt, läuft die Liebe weiter.
Lieb' ohne Lust – o welche Pein! Lust ohne Liebe – wie gemein! Die beiden aber im Verein Gewähren uns das höchste Sein.