Liebe Sprüche – hochzeit
1330 Sprüche gefunden
Der Frauen Preis Da kommt der Mai mit Schalle! Die Vögel singen alle; In farbenreichem Kleide Strahlt zauberisch die Haide. Doch scheint ihr Glanz verblichen, O Frau'n, mit euch verglichen. Ihr sed so himmlisch gut, So frei von falschem Muth, Ihr süßen Minniglichen; Ein Kuß von eurem Munde Labt in des Herzens Grunde, Mehr noch von Armen, schön und blank, Ein williger Umfang. Wer Tugend liebt und Ehre, Der merke sich die Lehre, "Er soll zu allen Zeiten Der Frauen Lob verbreiten." - Manch wonniglicher Segen Beginnt wohl sein zu pflegen, Wenn er sie fröhlich grüßt Und fein die Rede süßt, Nie kalt und nie verwegen. Wenn rothe Lippen lachen Muß alle Trauer schwachen; Des holden Augenspieles Fund Macht Herzen lieblich wund. O Jubel, euch zu dienen! Zwei Lippen wie Rubinen, Zwei zarte Rosenwängel Und Blicke wie die Engel Muß jeder gerne schauen Und eurer Huld vertrauen. - Vor alle, was da lebt, Und höchsten Ruhm erstrebt, Ziemt euch der Rang, o Frauen! Mit hunderttausend Munden Kann Niemand würdig kunden Und singen, was mein Lieb erhob: Der Frauen Werth und Lob.
Die Liebe ist ein Blüthesegen, Der heilig in der Seele ruht, Ein Röslein nicht, das von den Wegen Man pflückt für seinen Wanderhut. Wenn ihr der Seelen Mai gehütet, Beklagt ihr nicht der Träume Flucht, Die Knospe, der ihr einst erglühtet, Prangt als lebend'ge Lebensfrucht.
Die Lieb' ist blind, das Dunkel ist ihr recht.
Deshalb ist auch nichts flüchtiger, nichts traumhafter, nichts unbeständiger als solch eine erste Liebe; wie selten führt sie zum wahrhaft beglückenden Ziel.
Mein Herz, Versprech ich Ihnen, soll allein und ewig Der Richter meiner Liebe sein.
Nach Frauenglut mißt Männerliebe nicht, wer Liebe kennt und Leben, Mann und Frau.
Ich habe mich oft und lange gegen die Liebe gewehrt; nun hat mich's gepackt, nun will ich auch von keiner Teilung meines Wesens zwischen der Welt und meiner Liebe wissen, nun will ich lieben, nichts als lieben […], bis zum Wahnsinn lieben, Dich, Dich, mein Schatz!
Wenn ein Herz liebt, echt und recht, so werden die Augen hellsehend und erkennen die echte und rechte Liebe in den Herzen anderer.
Die wahre Liebe ist es, die jedes Wesen läutert, jeden schlummernden Keim des Edlen und Guten aus ihm hervorlockt, zur herrlichen Blüte bringt; sie allein ist es auch, die dem Leben trotzt und standhält, die in Wahrheit alles trägt und glaubt und hofft und des Gesetzes Erfüllung ist – des Gesetzes des Lebens.
Über jedem Wollen steht ein gewisses unabänderliches Muß in der Liebe. Sie hat etwas Elementares. Man kann ihr ebensowenig gebieten, wie dem Winde, wenn man ihm zurufen wollte: "Sturm, wehe nicht!"
Die Liebe gleicht dem April: Bald Frost, bald fröhliche Strahlen, Bald Blüten in Herzen und Talen, Bald stürmisch und bald still, Bald heimliches Ringen und Dehnen, Bald Wolken, Regen und Tränen – Im ewigen Schwanken und Sehnen Wer weiß, was werden will!
Wohl darf die Liebe werben um die Liebe.
Man sagt, die Liebe sei blind; allein in den meisten Fällen schließt sie freiwillig die Augen, denn sie weiß, daß sie an der Erkenntnis sterben müßte, und gegen die Vernichtung kämpft sie verzweifelter noch, als das Leben.
Ein Weib, das zum erstenmal wahrhaft liebt, wird zur Jungfrau – sei sie sechzehn oder dreißig Jahre alt.
Liebe ist Treue, Treue gegen den Einzigen, der unser Herz erfüllt! Da gibt's kein Schwanken, kein Wanken und Feilschen; und dies beseligende Gefühl eines erreichbaren Besitzes trägt uns über alle Schranken hinweg.
Jede Liebesbeziehung hat drei Stadien, die unmerklich ineinander überfließen: das erste, in dem man auch schweigend miteinander glücklich ist; das zweite, in dem man sich schweigend miteinander langweilt, und das dritte, in dem das Schweigen, gleichsam Gestalt geworden, zwischen den Liebenden steht wie ein boshafter Feind.
Liebe hört auf keine Lehre, Weiß im Leben nicht ein noch aus; Wenns nicht eben die Liebe wäre, Sie sperrten sie ins Irrenhaus.
Ein vornehmer Mann verliebt sich wie ein Narr, aber nicht wie ein Dummkopf.
Die Liebe ist im Leben des Mannes eine Sache für sich, für die Frau ist sie das ganze Leben.
Die Primeln Sieh, Liebchen, hier im Waldestal das Plätzchen unvergessen, wo kosend wir zum letzten Mal im letzen Herbst gesessen! Und sieh, nun sind in goldner Tracht hier an derselben Stelle die ersten Primeln aufgewacht, als wär's des Lenzes Schwelle! Siehst du, wie Liebe Wunder tut, daß wenn der Schnee zerflossen, dort, wo ein Liebespaar geruht, die ersten Primeln sprossen? Nun wollen doppelt eifrig wir, wenn Moos und Gräsen schwellen, fürs nächste Jahr im Waldrevier die Primelsaat bestellen. Dann lächeln wir ob unserm Streich, wenn Berg und Täler wimmeln und keiner weiß, warum so reich geraten sind die Primeln.
Aus der Liebe schöpft die Frau ihr edles Sein. Für den, den sie liebt, ist sie mild wie eine Taube, fromm wie eine Heilige; für seine Sicherheit in Gefahr saugt ihr sanftes Gemüt den Scharfsinn einer Schlange, ihr schwaches Herz den Mut einer Löwin ein.