Liebe Sprüche – hochzeit

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Wohl mir, nach all dem Spielen, Schweifen: du bist der Ernst, und du bist mein; um unsere Liebe auszureifen, braucht's keiner Sonne warmen Schein! Hörst du die Winde heulen, pfeifen? Hochzeitlich dringt's zu uns herein! Wir lachen, wenn die Balken knarren, denn unser Glück hat feste Sparren.

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Ich habe dich geheiratet, um dich in Gott und nach dem Bedürfnis meines Herzens zu lieben, und um in der fremden Welt eine Stelle für mein Herz zu haben, die all ihre dürren Winde nicht erkälten und an der ich die Wärme des heimatlichen Kaminfeuers finde, an das ich mich dränge, wenn es draußen stürmt und friert; nicht aber um eine Gesellschaftsfrau für andre zu haben [...].

Bismarck, O., Briefe. An seine Frau, 14. Mai 1851

Die Liebe bindet den Verstand.

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Der eine siegt in der Liebe, der andere verliert. Doch nicht immer ist der Sieger auch der Gewinner.

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Die Stände, wie die Rassen, vermischen sich mehr und mehr. Alle alten Schranken werden fallen vor dem mächtigen Mittler, dem souveränen Gleichmacher: der Liebe.

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Ich liebe und werde geliebt – wir sind jetzt ein Teil des Himmels

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Wer nur physisch liebt, sucht nach Abwechslung, die er »natürlich« nicht findet, wer aber physisch und psychisch liebt, sucht nicht nach Abwechslung – er hat sie.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Liebe ist ein so heiliges Ding, das immer bedeckt und verhüllt stehen muß, damit nicht etwas Unreines hineinfalle.

Merck, Briefe an und von Merck, Darmstadt 1838. An Christoph Martin Wieland, am 4. Januar 1778

Die Liebe erkennt keine Macht über sich an.

Molière, Der Geizige (L'avare), 1669

Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Bürschlein, Bürschlein, laß die Liebe! Liebe ist ein schlimmes Feuer, Frißt den, so es angeblasen, Und du bist kein Kohlenbrenner! Komm nach Haus zum grünen Neckar, Komm zu mir zum großen Fasse, 's birgt noch Stoffs genug, du magst drin Löschen deiner Liebe Glut!

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Dreizehntes Stück. Die Werbung

Wahrheit ist das erste in der Liebe.

Holtei, Der letzte Komödiant, 1863. Erster Teil

[…] daß die Liebe blind macht, wußten schon die Heiden. Und bliebe man denn wenigstens noch blind; aber zur Unzeit gehen einem doch die Augen auf, und man findet sein Täubchen als Geier wieder, der einem die Leber abfrißt.

Kügelgen, Jugenderinnerungen eines alten Mannes, entstanden 1855-1865, Erstdruck 1870 (posthum)

Es waren drei junge Leute Die liebten ein Mädchen so sehr. Der eine war der Gescheute, Floh zeitig über das Meer. Er fand eine gute Stelle Und ward seiner Jugend froh, Und lebt als Junggeselle Noch heute auf Borneo. Der Zweite schied mit Weinen. Er sang seiner Liebe Leid Und ließ es gebunden erscheinen Just um die Weihnachtszeit. Das kalte Herz der Dame, Die Quelle all seines Wehs, Macht ihm die schönste Reklame Auf allen ästhetischen Tees. Der Dritte nur war dämlich, Wie sich die Welt erzählt. Er liebte die Holde nämlich Und sich mit ihr vermählt; Und sitzt jetzt ganz bescheiden Dabei mit dummem Gesicht, Wenn sie von den anderen beiden Mit Tränen im Auge spricht ....

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Eine Frag' ist's, die zu lösen bliebe, Ob Lieb' das Glück führt oder Glück die Liebe.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Die Liebe gleicht einem Kino, dessen großes Portal allen ohne Eintrittsgeld offen steht. Im verdunkelten Vorführungsraum werden Phantasie, Schwärmerei und Leidenschaft auf die Leinwand gezaubert, wobei die Ungebildeten vorne sitzen, um alles recht deutlich zu sehen, während die Kenner ganz hinten sitzen. Beim Verlassen des Theaters müssen alle, Arm und Reich, Jung und Alt, Klug und Dumm durch eine schmale Sperre hindurch und den Geschlechtstrieb als Entgelt an der Kasse abgeben.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Man muß mit gepacktem Koffer lieben.

Vischer, Lyrische Gänge, 1886. Aus dem Gedicht: Dank für Rat

Liebe ist wie die spanischen Herbergen: Man bekommt, was man mitbringt.

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In der Liebe gibt es immer einen, der leidet, und einen, der sich langweilt.

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Liebe mag blind sein, aber sie kann trotzdem einen teuren Ring von einem billigen unterscheiden.

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Ich wußte, sie ist in der Küchen, Ich bin ihr leise nachgeschlichen. Ich wollt' ihr ew'ge Treue schwören Und fragen, willst du mir gehören? Auf einmal aber stutzte ich. Sie kramte zwischen dem Gewürze; Dann schneuzte sie und putzte sich Die Nase mit der Schürze.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874