Liebe Sprüche – hochzeit
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In die Liebe zumeist darf nur sich wagen, Wer auch enden kann und entsagen.
Im Schweigen liebt man am glühendsten.
Die Schuld an dem größten Teile des menschlichen Unglücks und Elends trägt die Liebe. Ihre Leiden sind unendlich an Mannigfaltigkeit, unbeschreiblich an Tiefe.
Woran erkennt man, daß eine Liebe erloschen ist? Wenn man sich für sieben Uhr verabredet hat, aber erst um neun kommt und der andere noch nicht bei der Polizei angerufen hat.
Die Liebe gibt sich, sie kann sich nicht verkaufen.
So wahr die Sonne scheinet, So wahr die Wolke weinet, So wahr die Flamme sprüht, So wahr der Frühling blüht; So wahr hab' ich empfunden, Wie ich dich halt' umwunden: Du liebst mich, wie ich dich, Dich lieb' ich, wie du mich. Die Sonne mag verscheinen Die Wolke nicht mehr weinen, Die Flamme mag versprühn, Der Frühling nicht mehr blüh'n! Wir wollen uns umwinden Und immer so empfinden: Du liebst mich, wie ich dich; Dich lieb ich, wie du mich.
Es findet nicht nur jeder Odysseus seinen Homer, sondern auch jeder Mahomet seine Chadidscha.
Die Liebe neigt ihrer Natur nach so sehr zu Verschwiegenheit und Geheimnis, daß man behaupten kann, alles, was nicht geheim und verschwiegen vor sich geht, ist keine Liebe.
Die Frauen lieben lange, ehe sie's gestehen, die Männer lange nicht mehr, wenn sie's noch beteuern.
Schon manche Liebe ging zugrunde – an ihrer Heftigkeit; an ihrer Innigkeit – noch keine.
Die Liebe ist eine Sonne; je tiefer sie sinkt, desto länger werden die Schatten im Leben.
Wem der Gegenstand seiner Liebe nicht zugleich seine Zukunft, sein Gewissen und seine ewige Seligkeit ist, der hat nie geliebt.
O schwöre nicht und küsse nur, Ich glaube keinem Weiberschwur! Dein Wort ist süß, doch süßer ist Der Kuß, den ich dir abgeküßt! Den hab ich, und dran glaub ich auch, Das Wort ist eitel Dunst und Hauch. O schwöre, Liebchen, immerfort, Ich glaube dir aufs bloße Wort! An deinen Busen sink ich hin, Und glaube, daß ich selig bin; Ich glaube, Liebchen, ewiglich, Und noch viel länger, liebst du mich.
Nie wird ein Weib sich ganz dir weihn, Hat es dir nie was zu verzeihn.
In Liebesdingen ist der Liebhaber der Künstler, der Ehemann der Handwerker.
Lieben ist, dem geliebten Wesen recht geben, wenn es unrecht hat.
Nichts ist süßer für den Liebenden, als den Aufenthalt der Geliebten so reizvoll als möglich auszuschmücken. Kein Mann schmückt für sich selbst das Haus; für ein geliebtes Weib aber wird auch der Geizhals zum Verschwender.
Ich kann es nicht vergessen, Geliebtes, holdes Weib, Daß ich dich einst besessen, Die Seele und den Leib. Den Leib möcht ich noch haben, Den Leib so zart und jung; Die Seele könnt ihr begraben, Hab selber Seele genung. Ich will meine Seele zerschneiden, Und hauchen die Hälfte dir ein, Und will dich umschlingen, wir müssen Ganz Leib und Seele sein.
Die Männer lieben, solange kein Grund zur Dankbarkeit da ist.
Wahre Liebe Wahre Liebe kann ja alles, Kann den hohen Himmel stürmen, Und die Sterne niederreißen, Kann im Tal Gebirge türmen, Sie kann Todeswunden schlagen, Sie kann Todeswunden heilen; Aber niemals wird sie lernen: Was sie liebt mit andern teilen.
Die körperliche Liebe begehrt Wechsel, die geistige dieselbe Person.