Liebe Sprüche – hochzeit

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Als entfesselte Leidenschaft gleicht die Liebe einem Vulkan, der alles versengt, verzehrt, einem Abgrund, der alles verschlingt – Ehre, Vermögen, Gesundheit.

Krafft-Ebing, Nervosität und neurasthenische Zustände, 1895

In der Liebe gibt es die meisten Fälle, wo auch die feinste Selbstbeherrschung einen Moment von Durchsichtigkeit hat.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Der größte Feind der Liebe ist die grübelnde Vernunft, die in kleinmütige Zweifel verfällt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Die Liebe der Schöpfungsherren ist selten echtfärbig, beinahe wie in der Wolle, immer nur ein Stück g'färbt, drum wirkt die Erfüllung ihrer Wünsche als Laugen auf die Liebe: wie man s' drüber gießt geht s' aus.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Holzhacker Er hackt sein Holz jahrein, jahraus, Müht sich vom frühsten Morgen; Und sie besiegt im kleinen Haus Die tausend großen Sorgen. Tropft abends ihm der heiße Schweiß Von seiner Stirne nieder; Sie trocknet sanft, sie trocknet leis Die furchenreiche wieder. – So haben sorgen sie gemußt Seit langen, harten Jahren. Und keiner hat es wohl gewußt, Wie glücklich beide waren.

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Es gibt eine Hygiene der Liebe: Zur rechten Zeit aufhören und Schonzeit einlegen. Daß die Natur die Tiere in dieser Weise bevormundet, hat einen guten Sinn. Wenn sie beim Menschen das Regeln seiner Liebesbedürfnisse, wie so manches andere, der Vernunft überläßt, schätzt sie ihn wieder mal zu hoch ein.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Die Lieb fällt so bald auf ein Dreck als auf ein Rosenblatt.

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Frauenärzte und Scheidungsanwälte taugen nicht zu Liebhabern. Sie wissen zu viel.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Liebe ist ein Geschenk des Himmels, Achtung sein Tribut.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Du und ich Wunschlose Seligkeit Strömt deine Nähe über mich. Der Alltag wird zur Sonntagszeit, Unsterblich schlingt das Leben sich Um uns. Und Menschengöttlichkeit Fühl' ich bei dir durch dich. Was einst gewesen, weiß ich kaum. Die enge Welt wird weiter Raum. Und Holz wird Eisen, Eisen Holz Und Stolz wird Demut, Demut Stolz. Gar wunderbare Weisen Singt dann bei seinem Kreisen Mein Blut im Paradies für mich. Es haben alle Wünsche Ruh', – Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du. Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.

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Das Tragische im Liebesleben des Menschen ist, daß mit Ausnahme der ganz jungfräulichen, jede neue Liebe eine alte zerstört oder an die Stelle einer zerstörten tritt.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Trifft Liebesnot auf Müßiggang, so verschlimmert sie sich.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Nichts stört im Liebeszimmer so sehr wie ein Bett. Die Begriffe schließen sich aus. Im Bett schläft man. Nachher.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Weißt du noch? Weißt du noch, wie ich am Felsen Bei den Veilchen dich belauschte, Weißt du noch den Fliederstrauch, Wo der Strom vorüberrauschte? Weißt du noch den Bergespfad, Wo ich um den Strauß dich bat, Weißt du noch? Ach, es war ein süßes Bild, Als du da errötend standest, Und zur Erde all' die Blumen Fielen, die zum Strauß du wandest, Deine kleine, liebe Hand Spielte mit dem blauen Band, Weißt du noch? Und es sahen Fels und Strom Dein Erröten und dein Beben, Sahen auch den ersten Kuß, Halb genommen, halb gegeben! Und des Himmels goldner Strahl Überflog Gebirg und Thal, Weißt du noch?

Roquette, O., Gedichte. 3. Auflage, Stuttgart 1880

Die Liebe will gepflegt sein.

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Wenn gewisse Leute dem Satan unterstellen, der ersten Frau die Liebe gelehrt zu haben – weshalb sie Liebe auch Sünde nennen – sollte man sie darauf aufmerksam machen, daß der Höllenfürst zu Gott von alters her in durchaus geregelten Beziehungen gestanden hat.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Wir wissen von großen Verführern (Heliogabal, Aretino, Casanova, Cagliostro, Marquis de Sade, Abbé Galiani) und großen, meist gekrönten Kurtisanen (Kleopatra, Semiramis, Messalina, Lukrezia Borgia, Katharina, Ninon de Lenclos). Von großen Liebespaaren aber wissen wir nichts. Sie sind ebenso selten wie die Meisterwerke auf allen anderen Gebieten der Kunst.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Die Liebe soll Mann und Weib stählen, nicht verweichlichen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid.

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Jede erste Liebe ist glücklich, – denn sie allein ist gläubig und genügsam.

Polko, Verklungene Akkorde. Gedenkblätter, 1869

O klingender Frühling, du selige Zeit! Und bist du vorüber, uns tut es nicht leid; wir liebten uns gestern, wir liebten uns heut', Wir lieben uns morgen, wir glückliche Leut'! Einst holten wir Burschen die Birke voll Mut, Und zogen zum Dorfe, die Maien am Hut; Da traten die Mädchen aus jeglichem Haus, Wie lachtest du, Herzlieb, verstohlen heraus! Das Fest ging vorüber, da gabst du zur Stund' Die Hand mir zum Drucke, zum Kuß mir den Mund; Mein warst du, o Schatz, und, o Schatz, ich war dein: Wir wollten verbunden in Ewigkeit sein. Und sieh, nicht umsonst stand die Ros' auf der Heid', Ich brachte den Strauß dir, du wonnige Maid; Wir teilten zur Ernte den Tanz und das Lied, Wir schnitten die Trauben und wurden's nicht müd'. Jetzt stürmet der Winter so kalt durch die Welt, Wir können nicht jubeln durch Berge und Feld, Wir sitzen zu Hause, ein Herz und ein Sinn. Im Herzen ist Sommer, blüht Liebe darin. O klingender Frühling, du selige Zeit! Und kehrst du, für ewig vereint sind wir beid': Wir liebten uns gestern, wir lieben uns heut', Wir lieben uns morgen, wir glückliche Leut'!

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