Liebe Sprüche – hochzeit
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Die wahre Liebe darf nicht egoistisch ihrer Neigung folgen, es ist oft ihre schwere Pflicht, hart zu erscheinen.
Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber immer auch etwas Vernunft im Wahnsinn.
Des Mannes Liebe ist ein versprühender Funke, das ganze Leben der Frau verglüht an der entzündeten Flamme.
Es gehen zwei Gäste ein und aus, So lang du wohnest in diesem Haus. Sie sind geheißen Lieb und Leid; Du sollst sie wohl empfangen beid.
Raum ist in der kleinsten Hütte Für ein glücklich liebend Paar; Doch bei näherer Betrachtung Nimmt man ein'ge Kosten wahr. Und je mehr die Lieb thut wachsen, Desto enger wird der Raum, Desto mehr des Geldes braucht man, O, man glaubt es Anfangs kaum.
Die Liebe Eine Schale des Harms, eine der Freuden wog Gott dem Menschengeschlecht; aber der lastende Kummer senket die Schale, Immer hebet die andre sich. Irren, traurigen Tritts wanken wir unsern Weg Durch das Leben hinab, bis sich die Liebe naht, Eine Fülle der Freuden In die steigende Schale geußt. Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mais über die Blumen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert und huldigt ihr! Näm' er Kronen und Gold, mißte der Liebe? Gold Ist ihm fliegende Spreu, Kronen ein Flittertand, Alle Hoheit der Erde Flügelt Stunden an Stunden fort. Herrscher neideten ihn, kosteten sie des Glücks, Das dem Liebenden ward, würfen den Königsstab Aus den Händen und suchten Sich ein friedliches Hüttendach. Unter Rosengesträuch spielet ein Quell und mischt Zum begegnenden Bach Silber; so strömen flugs Seel' und Seele zusammen, Wann allmächtige Liebe naht.
Därf ih 's Dirndl liabn? (Obersteirisch) Ih bin jüngst verwichen Hin zan Pforra gschlichn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Untasteh dih nit, bei meina Seel, Wonstas Dirndl liabst, so kimst in d' Höll!« Bin ih vull Valonga Zu da Muata gonga: »Därf ih 's Dirndl liabn?« »O mei liaba Schotz, es is no zfrua, Noch funfzehn Jahrln erst, mei liaba Bua!« War in großn Nötn, Hon ih 'n Votan betn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Duners Schlangl!« schreit er in sein Zurn, »Willst mein Steckn kostn, konst es thuan!« Wos is onzufonga? Bin zan Herrgott gonga: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Ei jo freili,« sogt er und hot glocht, »Wegn an Büaberl hon ih 's Dirndl gmocht!«
Ein Liebhaber muß vier S haben: Sanftmut, Scharfsinn, Schönheit, Stärke.
Liebe ist die schönste Form des Egoismus, Egoismus die häßlichste Form der Liebe.
Man war ein ganz anderer Mensch, nur zuzuseh'n, wie sie sich liebten.
Wo die Liebe eine Komödie war, da wird die Ehe ein Drama.
Das ist das Seligste an der seligen Zeit der ersten Liebe, daß diese Liebe so ganz und gar nicht klügelt, daß ihr das Wunderbarste einfach erscheint und das Einfachste als ein Wunder.
Wer möchte nicht ein Weib, das blind für alles ist, so lang man lebt, und wenn man stirbt, noch mit der Erde hadert, weil sie nicht strahlt und leuchtet, wo man liegt?
Die Liebe stirbt, trotz der Proklamation und trotz des Priesters; und ich habe oft gedacht, daß es für dieselbe eine Kranken-Visitation geben sollte, und einen Trauer-Gottesdienst, und eine letzte Ölung, und ein »abi in pace«.
In der Liebe giebt's nicht Maß, noch Grenzen, Kein Mehr und Weniger; Lieb' ist untheilbar, Und fehlt ein Gran an ihrem Vollgewicht, Ein Sonnenstäubchen, so ist's Liebe nicht!
Gute Dirigenten sind in der Liebe so selten wie im Konzert. Und wenn man einmal einen erwischt, ist er so maßlos eitel, daß er wieder kein Vergnügen bereitet. Auch wie im Konzert.
Was sind mir Berge, Thäler, Ströme, Lieder, Was ist der Himmel, Mädchen, ohne dich? Allein zu sein – o Traumbild eitler Stunden! Denn nur zu Zweien wird das Glück gefunden.
Statt im Leben freundlich und friedfertig einander zu tragen und zu erfreuen, grämen sich die meisten Menschen, wenn es zu spät ist, wenn der Tod die traulichen Lebensgefährten von der Seite gerissen hat; darum soll man sich lieben, solange man noch lebt, denn jede Stunde, die man in Unliebe verbringt, hat man sich und dem andern unwiederbringlich vom Leben geraubt.
Wenn zwei einander liebhaben, sollen sie auch beten, daß sie miteinander sterben.
Ein Mann kann mehrere Frauen, nie aber mehrere Geliebte haben. Selbst der Sultan von Beludschistan hat zwar dreihundert Frauen, aber nur eine Geliebte. Die Favoritin.
Was der Tod getrennt, und was sich liebte, – das wird einst wieder vereinen der Herr, dem Freude ist, Freude zu machen.