Liebe Sprüche – hochzeit

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Als unsere Liebe stark war, schliefen wir auf der Breite eines Schwertes; nun da sie schwach ist, genügt uns ein Bett nicht, das sechzig Ellen mißt.

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Auch an der Liebe hat sich mancher den Magen verdorben, weil er sie zu heiß genießen wollte.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Liebe macht ohnehin, wie listig, so kühn gegen jeden, und nur gegen das Geliebte scheuer und einfacher.

Jean Paul, Der Komet oder Nikolaus Marggraf. Eine komische Geschichte, 1820-22 (blieb wegen schwerer Schicksalsschläge nur Fragment). Viertes Vorkapitel

Die Liebe soll wohl mit ein' Anflug von Schwärmerei garniert sein, sich aber ja nicht strähnzwirnartig abhaspeln in endloser Schwärmerei. So ein trunkenes Paar Liebesseelen verfehlt das Ziel wie zwei Rauschige, die einander nach Haus führen wollen.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Die Liebe dringt beim Manne durch die Augen ein, bei der Frau durch die Ohren.

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"Ich bitt Ihnen, schrein S' nicht so – wenn's meine Frau höret, ich wär des Todes –!" "A Frau hast? Und fürchst di vor ihr? Das söhnt mich wieder a bisserl mit 'n Schicksal aus."

Nestroy, Frühere Verhältnisse, 1862

Die Frau, die zwei liebt, betrügt beide.

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In der Liebe ist alles wahr, alles falsch. Sie ist das einzige Ding, über das man nichts Absurdes sagen kann.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Es liegt ebensosehr in der Natur der Liebe, Liebe zu nehmen wie zu geben.

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Treue Liebe gilt für's Leben, Treue Liebe endet nicht. Was dem Wechsel sich ergeben, Treue Liebe ist es nicht.

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Das ist die wahre Liebe, die immer und immer sich gleich bleibt, Wenn man ihr alles gewährt, wenn man ihr alles versagt. Alles wünscht ich zu haben, um mit ihr alles zu teilen, Alles gäb ich dahin, wär sie, die Einzige, mein.

Schiller, F., Gedichte. Xenien und Votivtafeln, 1796. Aus: Einer

Wehe, wer die göttliche Sendung der Liebe entweiht!

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Liebe bringt uns um Allerhand: Um Zeit, Geld, Reputation und Verstand. Wer nur mit dem Bankrott nicht endet, Hat nie einträglicher verschwendet.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Die Liebe ist ein Gottesbeweis, kein Teufel hätte uns so etwas Himmlisches gegönnt.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Wo die reichste Liebe, da ist die größte Kraft.

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Du ahnst gar nicht, in wie großer Gesellschaft du dich manchmal befindest, auch wenn du mit deiner Geliebten allein zu sein glaubst. Viele sind mit euch, von denen du nichts weißt: ihre vergangenen – viele, von denen sie selber nichts weiß: ihre zukünftigen Liebhaber.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Die wirklich lieben, stehlen keine Herzen.

Chrétien de Troyes, Iwein oder der Löwenritter (Yvain ou Le Chevalier au lion), entstanden zwischen 1180-90. Botin der Königin

Nie schien ein Gefängnis schön, noch eine Geliebte häßlich.

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Die Tugend ist das Göttliche, die Liebe das Menschliche im Menschen; wo sie sich vereinigen, da wird ein genügendes Dasein verlebt.

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Hochweise Männer gebieten, Um sich vor der Liebe zu hüten. "Die Mädchen und Frau'n Nicht anzuschau'n. Allein noch weisere riethen, Um sich vor der Liebe zu hüten, "Die Mädchen und Frau'n Recht anzuschau'n.

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Die Liebe ist das große Theaterstück des Lebens. Es unterscheidet sich von anderen Theaterstücken, daß in der Liebe diejenigen Stücke, in denen sich die Liebenden nicht bekommen, Lustspiele sind, die Stücke aber, in denen sich die Liebenden am Ende bekommen, die Trauerspiele werden.

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