Liebe Sprüche – hochzeit

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Wo es zu eng für einen ist, da ist es am besten für zwei.

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Aus reinster Tiefe muß es stammen Und wie des Himmels Blau so treu, Was eure Seelen fügt zusammen, Dann bleibt's euch ewig frisch und neu. Aus erster Lieb' und erster Wonne Sproßt jede Blüt' am Lebensbaum; wie ging die Zeit, wie ging die Sonne Dahin? – Ihr wißt es selber kaum.

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Es ist mir in deiner Liebe, als wenn ich nicht mehr in Zelten und Hütten wohnte, als ob ich ein wohlgegründetes Haus zum Geschenk erhalten hätte, drinne zu leben und zu sterben und alle meine Besitztümer drinne zu bewahren.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 11. Februar 1782

Idyll Wenn wir um unsern rauhen Tisch, Genossin, ich und du, Des Abends traut zusammen sind, Du häkelst, ich schau zu – Du plauderst drein erinnerungsvoll Von deinem ersten Schatz: Ich lausche deiner Stimme nur, Versteh nicht Wort noch Satz – Und freue mich im Herzen drin, Daß ich um dich geworben – Was morgen kommt, was heute war, Ist sanft in mir erstorben.

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Es ist etwas Furchtbares um die Liebe; wenn sie uns nicht edler macht, so macht sie uns schlechter, auch gegen unsern Willen; und in den meisten Fällen wird es bei einem Liebesverhältnis so sein, daß der eine Teil besser wird und der andere schlechter; denn dieses Gemeine ist im Menschen verborgen, daß er Güte mißbrauchen muß.

Ernst, P., Novellen. Aus den Aufzeichnungen des Musikers

Hab' ich nur deine Liebe – Hab' ich nur deine Liebe – die Treue brauch ich nicht. Die Liebe ist die Knospe nur, aus der die Treue bricht. Drum sorge für die Knospe, dass sie auch schön gedeih', Auf dass sie sich in vollster Pracht entfalten mag, o gib drauf acht. Ob mit – ob ohne Treu'! Denn selbst auch ohne Treue hat Liebe oft entzückt, Doch Treue ohne Lieb' allein hat keinen noch beglückt! Drum sorge für die Knospe, dass sie auch schön gedeih', Auf dass sie sich in vollster Pracht entfalten mag, o gib drauf acht. Ob mit – ob ohne Treu'!

Walzel/Genée, Libretto zu Franz von Suppés Operette "Boccaccio", uraufgeführt 1879. Famiettas Arie

Ein Mann, der liebt, darf nicht zu blöde sein, Abschreckend stets ist zuviel Blödigkeit! Ein Weib, das liebt, darf nicht zu spröde sein, Abschreckend stets ist zuviel Sprödigkeit!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Vermischte Gedichte und Sprüche, 16.

In der Liebe gibt es ebenfalls wie in der römisch-katholischen Religion ein provisorisches Fegefeuer, in welchem man sich erst an das Gebratenwerden gewöhnen soll, ehe man in die wirklich ewige Hölle gerät.

Heine, Memoiren, entstanden 1854/55. Erstdruck: Heinrich Heines Memoiren, hg. von Eduard Engel 1884

Liebesantrag Laß uns mit dem Feuer spielen, mit dem tollen Liebesfeuer; Laß uns in den Tiefen wühlen, drin die grausen Ungeheuer: Menschenherzen wilde Bestien, Schlangen, Schakal und Hyänen, die den Leichnam noch beläst'gen mit den gier'gen Schneidezähnen. Laß uns das Getier versammeln, laß es stacheln uns und hetzen, und die Tore fest verrammeln und uns königlich ergötzen.

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Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist jeder edlen Menschenseele unwürdig.

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Was ist der Liebe Paradies? Ein bißchen bitter, ein bißchen süß, Ein bißchen Lust, ein bißchen Leid, Ein bißchen Fried', ein bißchen Streit, Ein bißchen bejaht, ein bißchen verneint, Ein bißchen gelacht, ein bißchen geweint, Ein bißchen Hitz', ein bißchen Frost, Ein bißchen Wermut, ein bißchen Most, Ein bißchen Zank, ein bißchen Ruh', Ein bißchen Sie, ein bißchen Du, Ein bißchen jen's, ein bißchen dies, Ein bißchen bitter, ein bißchen süß, Das ist der Liebe Paradies!

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Dem Liebenden ist das Weib eine Welt, dem Verliebten die Welt ein Weib.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Man muß sehr viel Geist besitzen, um durch die Liebe nicht dumm gemacht zu werden.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Es ist besser, so zu lieben, wie man heutzutage liebt: sich verlieben in wen man will, zusammenzubleiben, solange man aneinander Gefallen findet und sich zu trennen, sobald man Langeweile fühlt.

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Die Liebe braucht Unsicherheit; sie entzweit sich mit jeder Gewissheit und folgt Liebenden nicht viel weiter als bis zur Schwelle der Ehe.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Liebe ist ein Sakrament, das nur empfangen werden darf auf den Knien mit einem Domine, non sum dignus [Herr, ich bin nicht würdig] auf den Lippen.

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Es ist kein köstlicheres Ding als die Liebe. Denn sie war Gottes Gesellin von Anfang, und noch täglich wirkt ihre heilige Kraft Wunder und Glauben.

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Die Liebenden finden sich nicht irgendwo am Ende. Sie lebten, der eine in dem anderen, von Anfang an.

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Die Liebe bessert den Besten und kann dem Schlechtesten Wert verleihen.

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Ein junges verliebtes Paar zu sehen ist kein Wunder, aber ein altes, verliebtes Paar zu sehen, ist der schönste Anblick von allem.

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Selbst in der Liebe darfst du dich nie gehen lassen. Das liebreichste Weib möchte dich beherrschen. Nie ist Waffenstillstand.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900