Liebe Sprüche – hochzeit
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In erster Liebe liebt die Frau den Mann, Dann liebt die Liebe selbst sie immerdar, Die als Gewohnheit sie nicht lassen kann Und die sie wechselt wie ein Handschuhpaar; Ihr werdet's sehn, stellt den Versuch ihr an: Wenn einer auch zuerst ihr alles war, Nimmt doch sie später zu Liebhabern mehre Und ohne daß der Zuwachs sich beschwere.
Wo zwei heiße Verlangen sich begegnen, da ist die Liebe vollkommen.
In der Liebe geht der Betrug fast immer weiter als das Mißtrauen.
Uns ist gemessen mit gleichen Maßen: Willst du Liebes haben, so mußt du Liebes lassen.
Die Liebenden quälen sich wechselseitig am meisten... und keiner wohl bereitet sich das Gift des Todes oft willenlos geflissentlicher als die, ... die sich das Leben sind!
Kenner haben's mitgeteilt; Niemand es bestreite: Eine Liebe wird geheilt Nur durch eine zweite!
Es ist ein großes Geheimnis, daß die Liebe der wahren Sachlichkeit und Sachlichkeit der wahren Liebe völlig entspricht.
Eine ganze Liebe wiegt viele geteilte auf – aber nicht umgekehrt.
Zweite Liebe Warum auch zweite Liebe Noch stets mit bangem Muth, Mit Angst uns füllt und Zweifeln Wie's kaum die erste thut? Seht, ein ergrauter Bergmann Fährt in der Grube Nacht, Und alle Weg' und Tritte Kennt er im dunkeln Schacht. Er, dem wie seine Hütte Bekannt der Stollen ward, Bekreuzt sich doch und betet, Bevor er wagt die Fahrt.
Gegenliebe zu finden – das ist ein Glück, bei dem man viel Pech haben kann!
Fordert das denn die Liebe, daß man werde wie der andere? Nein und tausendfach nein. Ist nicht dadurch der Bund zweier starker Menschen so reich und so allbeglückend, daß beide herrschen und beide dienen in Schlichtheit und Friede und Freude und stiller Genügsamkeit?
Wenn zwei Menschen zugleich anfangen, einander zu lieben, das ist ein großes Glück. Ein noch größeres Glück aber ist, wenn beide auch zu gleicher Zeit aufhören, einander zu lieben.
Erstes Begegnen Erstes Begegnen –, glückliche Stunde! Da ich sie sah, war ich selig verloren, Alle Gedanke sind mit ihr im Bunde, Leib und Seele mit ihr verschworen, Nichts kann mich lösen aus ihrem Bann. Ihre Schönheit und Güte, die haben's gemacht, Und ihr roter Mund, der so lieblich lacht. Ich habe Sinne und Seele gewendet An die Geliebte, die Gute, die Reine. Mag an uns beiden werden vollendet, Was ich im stillen erhoffe und meine. Was ich auf Erden an Freuden gewann, Ihre Schönheit und Güte, die haben's gemacht, Und ihr roter Mund, der so lieblich lacht.
Liebe ist Krieg, Waffenruhe, Frieden, Tod und Leben, welche abwechselnd herrschen.
Treue Liebe Es schallten muntre Lieder Hell durch den Fichtenwald, Es kam ein muntrer Reiter Zum Försterhause bald. Frau Muhme, guten Morgen, Wo bleibt die Liebste mein? – Sie lieget, krank zum Sterben, Im obern Kämmerlein. Er stieg in bittern Tränen Die Treppe wohl hinauf, Er hemmte, vor der Türe Der Liebsten, ihren Lauf. Herein, herein, Geliebter, Zu schmerzlichem Besuch! Die heim du holen wolltest, Deckt bald das Leichentuch. Sie schläft in engem Sarge, Drauf liegt der Myrtenkranz; Du wirst nicht heim sie führen, Nicht bei Gesang und Tanz. Sie werden fort mich tragen, Und tief mich scharren ein, Du wirst mir Tränen weinen, Und eine andre frein. – Die du mich nie betrübet, Du meine Zier und Lust, Wie hast du jetzt geschnitten Mir scharf in meine Brust! Drauf sahen zu einander Die beiden ernst und mild, Verschlungen ihre Hände, Ein schönes, bleiches Bild. Da schied sie sanft hinüber, Er aber zog zur Stund Das Ringlein sich vom Finger Und steckt's in ihren Mund. Ob er geweinet habe, Als solches ist geschehn? – Ich selber floß in Tränen, Ich hab es nicht gesehn. Es gräbt der Totengräber Ein Grab, und noch ein Grab: Er kommt an ihre Seite, Der ihr das Ringlein gab.
Die Brautwerbung Der Vater mit dem Sohn zur Tenne geht. Da kniet der Sohn auf eine Garbe hin, Und löst das Band; da breitet's flach sich aus; Breitbeinig stehn die beiden nun, im Takt Die Flegeln fallen nieder auf das Stroh. Und wie es klippt und klappt, da springt das Korn; Zur einen Seite wird das Stroh gehäuft, Zur andern wird das Korn gefegt. Der Vater auf den Flegel steht gestützt, Und schaut, wie rasch der Sohn den Besen schwingt. Da sagt er still: "So werd ich denn nun alt; Auch deine Mutter ist nun müde schon, Und eine junge Frau gehört ins Haus." Dem Jüngling flammt die Röte ins Gesicht Bis hin zum Haar; er fegt das Korn und schweigt. Der Vater spricht: "Du bist ein guter Mann. Ich habe deine Mutter lieb gehabt. Im Gottesacker ruht mein Vater nun. Er war ein guter Mann. Auf unserm Hof Die Männer waren immer gut und Fraun. Ich weiß es wohl, wohin dein Herz dir steht. Ich habe nie ein Wort gesagt zu dir. Zu schämen brauchst du nicht dich deiner Wahl. Mit meinem Segen führst die Braut du heim." Wortlos den Besen in die Ecke stellt Der junge Mann, die neue Garbe wirft Und bindet auf, den Flegel nimmt zur Hand; Der Vater hebt und klippt den ersten Schlag, Es klappt der Sohn den zweiten Schlag; nun geht Im Takt das Dreschen weiter bis zum Schluß. Am Feierabend aber steht am Zaun Das Mädchen, mit dem Schürzenbunde spielt, Und auf dem Weg vor ihr der Bursche steht. Die Wange wird ihr rot, die Träne steigt Ihr zum gesenkten Auge. Ihren Blick Erhebt sie da und sagt zu ihm: "Ich will."
Ewige Liebe Was soll ich andres sagen, Dir, mein geliebtes Kind, Als immer nur das eine: Ich bin dir treu gesinnt. Dein Name steht geschrieben Mir tief ins tiefste Herz. Mit goldnen Flammenzügen, Die fester stehn als Erz. Wir wollen uns gehören Von nun in Ewigkeit, Dich freue, was mich freuet, Dein Leiden sei mein Leid. Der Leib wird welken, sterben, Die Seele nicht verdorrt, Lieb' ist der Seele Blume Und blüht im Himmel fort.
Es gibt keine häßliche Liebe und keine schönen Gefängnisse.
Liebe ist wie ein Strom, nicht aufzuhalten, aber leicht in ein anderes Bett zu leiten.
Die Liebe ist die Köchin des Lebens; sie macht es erst schmackhaft, aber sie versalzt es auch oft.
Wir lieben im Alter ganz noch so feurig wie in der Jugend, nur daß sich in letzterer unsere Liebe von selbst verrät, im Alter sie gesucht, entdeckt, ermutigt sein will.