Liebe Sprüche – hoffnung
250 Sprüche gefunden
Laß dich wieder, und immer wieder mit meinen Worten umarmen. Laß sie um dich legen, wie du um mich hüllst den Mantel, wenn wir an üehlen Herbstabenden über die Felder gehn, wo sich die Nebel silbern schon senken, und der Wind die Gräser bewegt. Ziellos irrte ich auf der großen Erde, bedrängt und verführt von Dunklem und schillernden Sünden. Da gingst du auf meines Schicksals Sonne. Dein Licht milderte alles Harte und Schwere, verinnigte jede Lebensstunde, alle Wesen und Dinge, Schmerzen und Seligkeit. Denn du einst die Zartheit der Freundin mit des Jünglings beschützender Kraft. Lächelnde Blume bist du und weisende Fackel. – Und dein Mund sagt, daß auch ich Schwache dir schön bin.
Wer lieben kann, und sei es auch nur einen einzigen Menschen auf der Welt, der wird nicht mehr grausam und niedrig sein können, denn der Friede ist in ihm.
Laßt uns endlich die Wahrheit begreifen, daß nur die Liebe selig macht, der Glaube aber blind, und laßt uns dafür kämpfen, allerorts, allimmer, mit ganzem Herzen und mit ganzer Kraft.
An seine Boten Geht, ihr meine Tränen, geht und erweichet der ihr Herze, die wie eine Klippe steht, unbewegt von meinem Schmerze, die das, was mein Herze bricht, sieht und wills doch sehen nicht! Fliegt, ihr meine Seufzer ihr, nehmet eure Kraft zusammen! Blaset, wie ihr tut bei mir, auf bei ihr die Liebesflammen, dass sie, wenn sie sieht auf mich, lichter lohe brenn' als ich! Meine Boten, so fahrt hin, schafft mir Rat, so viel ihr könnet, und vergnüget meinen Sinn, der sich selbsten kaum besinnet! Bringt nicht ihr mir ihre Gunst, so ist alle Kunst umsunst.
Aus ihren Augen lacht die Freude, Auf ihren Lippen blüht die Lust, Und unterm Amazonenkleide Hebt Mut und Stolz und Drang die Brust. Doch unter Locken, welche fliegen Um ihrer Schultern Elfenbein, Verrät ein Seitenblick beim Siegen Den schönen Wunsch, besiegt zu sein.
Atlantis Wer sie zu finden wüßte, Glückseligster Pilot, Die wundervolle Küste, Wo uns kein Schmerz mehr droht! Wo nimmer Mund vom Munde, Vom Herzen Herz sich reißt, Wo keine letzte Stunde Uns bittern Abschied heißt! Wo nicht das Flügelrauschen Der Zeit uns mehr erschreckt, Kein Spähen mehr, kein Lauschen In unserm Glück uns neckt; Wo wie in Meeresgrunde, Versteckt von tiefster Flut, Unendlich ew'ge Stunde Mein Herz an deinem ruht! Es ist kein falsch Gelüste, In eitlem Hirn erdacht, Die wundervolle Küste, Sie ist kein Traum der Nacht; In deinem Aug' und Mienen, Da fand ich ihre Spur, Da ist sie mir erschienen, Die Paradiesesflur! Herz, breite deine Schwingen! Es gilt ein köstlich Gut, Zu kämpfen und zu ringen, Wohlauf und habe Mut! Gieb dich getrost den Winden, Nicht scheue Sturm und Riff, Du wirst dein Eden finden; Führt Liebe doch dein Schiff!
Vergeblich! Ich habe gewartet von Tag zu Tag, Ob nicht ein Zeichen mir werden mag; Ich habe gewartet, gläubig und fromm, Und habe gebetet: O komm, o komm! Doch ein Tag zog nach dem andern vorbei, – Vergeblich erklang meiner Sehnsucht Schrei… Das alte Leben von Neuem beginnt, Der Strom meiner Liebe – im Schmutze verrinnt.
O harte Sterne! Nie versöhnte, rauhe Welt! Kaum rastet einmal seelig in der Liebe Zelt Das müde Herz, von sehnlicher Begier geschwellt, – Da, horch, der Karawanenglocke Stimme gellt, Und wieder in das weite, wüste, wilde Feld Des Lebens ist die heißbethränte Fahrt gestellt.
Ein tiefer Mensch glaubt an Wunder und ist ihrer gewärtig, glaubt an Magie, glaubt, dass der Redner seinen Gegner vernichten kann, glaubt, dass der böse Blick verzaubern kann, glaubt, dass der Segensspruch, der aus dem Herzen kommt, heilen kann, dass Liebe unser Können erweitert und alle Hindernisse besiegt.
Lass das meine letzten Worte sein: Ich glaube an die Liebe!
Liebe wiegt sich gern in den größten Hoffnungen und je ausschweifender sie sind, um so mehr glaubt sie an ihre Verwirklichung.
Vermuthung Ich hab für jede Kränkung, Die du mir angethan, Für dich ein Gebet entsendet Zum Herrn der Welt hinan. Ich hab' das Wort des Fluches, Womit du mich gehöhnt, Mit Segen dir vergolten, Im Innersten versöhnt. Ich hab für deine Härte Ein Lächeln stets gehabt, Und immer nur ganz heimlich An Thränen mich gelabt. Und hätt'st du nicht so schmerzlich, So tödtlich mich betrübt: Ich glaube fast, ich hätte Dich nicht so heiß geliebt. So dienen wohl die Stürme Mit ihrem wilden Graus, Die Perle zu erzeugen, Im dunkeln Muschelhaus.
Rede dir ein, du liebst, wo du flüchtig begehrst. Glaub es dann selbst… Aufrichtig liebt, wem's gelang, sich selbst in Feuer zu sprechen.
Armes Herz du, immer wieder jubelst du die Sehnsuchtslieder deiner Liebe laut empor… armes Herz, und immer wieder steht du vor verschlossenem Tor! Aber … laß es dich nicht grämen, laß dir, was du glaubst, nicht nehmen und erfüllt es sich dir nie… einsam, wie du stets gewesen, wandere deine Wege weiter, ohne jemand anzuklagen, ohne Grollen was auch fällt… lern, von niemand was zu wollen, lern, in dir allein zu tragen, was dich hält, und die Sehnsucht deiner Liebe sing sie wunschlos in die Welt!
Einem Unzufriedenen Das dir zumeist am Herzen nagt? O prüfe dich! du wirst gestehen, Das Leid nicht ist's, das dir geschehen, Und nicht die Sorge, die dich plagt. Du könntest sie zur Not vergessen, Doch nimmermehr das Traumbild dessen Was dein Geschick dir streng versagt. Nur dieses, und nur dies allein, Steht immerdar vor deinen Augen, Es darf dir Kraft und Mut entsaugen, Zerrütten dir dein innerst Sein; O Thorheit! Thorheit, unermessen! Für Güter, die du nie besessen, Erträgst du des Verlustes Pein!
Hoffnung beglückt mehr als die Erlangung des Ersehnten, die Träume der Liebe sind gewiss seliger, als die Wonne, die sie uns reicht.
Von Keinem sagt! der hat kein Herz, Und nimmer kann der lieben! Ihr hättet ihm, ob auch im Scherz, Sein Todurtheil geschrieben. Doch sage: klingt von selber je Die reinst gestimmte Glocke? Sie harret nur, daß Einer geh Und ihr den Ton entlocke. Und ringt sich selbst ans Tageslicht Der Demant dieser Erde? Er wartet, ob ihn Einer bricht, Ob er entrungen werde! Die Blume harrt, von Nacht umdeckt In unerschloßner Zelle – Bis sie der warme Strahl erweckt Mit schöpferischer Helle. Ein lieblos Herz darum verschon', Bis Liebe bringt Genesung – Es harrt – wie Demant, Blume, Ton – Der seligen Erlösung.
Auf tausend Irrwegen sucht der Glaube die Spur zum Himmel. – Auf Einem Pfade führt die Liebe alle Völker zusammen!
Wenn mein Herz auch müde ist, Müde von zu vielen Schmerzen, Ist dies müdeste der Herzen Doch zu dir in Glut entbrannt. Ach, daß du mir ferne bist. Doch mein Herz ist deiner Güte, Wie dem Himmelslicht die Blüte, Sonnenstrahlendzugewandt. Und so wird durch deine Strahlen Aller Schmerzen, aller Qualen Bald mein Herz entladen sein, Denn der Liebe Licht heilt schnelle. Sende, spende deine Helle, Du mein lieber Sonnenschein.
Versprochen Devotionale Schöne du, Erbarmerin, Weil mir deine Augen lachen: Nimm mein Lied in Gnaden hin, – Schöne du, Erbarmerin. Nimm mein Herz in deine Hand, Wieg mein Leid in Trost und Träume Schöne, himmelhergesandt, Nimm mein Herz in deine Hand. Alles wird dann ruhig sein, Denn die Heimat ist gefunden, Kehrt mein Herz in deinem ein, – Alles wird dann ruhig sein.
Wohl lindert die Schmerzen Allmutter Natur, Doch Heilung im Herzen Bringt Liebe uns nur.