Liebe Sprüche – kinder

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Nie wird ein Weib sich ganz dir weihn, Hat es dir nie was zu verzeihn.

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Jugend und Alter Jugend liebt und wird geliebt; Alter liebt und wird verlacht; Liebe nimmt so leichte nicht Liebe, die nicht Liebe macht.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Fällt von einem immer noch geliebten Wesen der Zauber des Geschlechts allmählich für dich ab, so erlebst du zuweilen das neue Wunder, daß das Kind wieder vor dir steht, das jenes Wesen war, bevor du es als Frau umarmtest, und du liebst es besser als zuvor.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Und damals tat's nicht halb so weh. Was gingst du nicht in jener Nacht, Da ich dir trotzig sagte; "Geh!" Auch heute gilt dasselbe Wort Und damals tat's nicht halb so weh. Ach, damals wagt' ich noch den Kampf, Da war ich mutig, jung und stark, Doch wenn du heute von mir gehst, Dann trifft der Streich mich bis ins Mark.

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Mädchen mit den krummen Beinen Mädchen mit den krummen Beinen, wie ein Dackel schief im Gang, glätte mir dein weißes Leinen. Grade will dein Wuchs mir scheinen, liegst du lang. Deine Haut, die fleckig, kreidig, dir verunziert Stirn und Wang, rötet sich und wird geschmeidig, und dein Borstenhaar wird seidig, liegst du lang. Dein Organ ist wie der Spatzen kreischend krächzender Gesang. Komm auf schwellende Matratzen! Wohllaut wird dein heisres Kratzen, liegst du lang. Armes Kind, nie kam ein Freier, der dich auf sein Lager dang. Komm zu mir zur Liebesfeier! Mir schwillt Mut und Blut und Leier, liegst du lang.

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Dies Kind hat deine Augen nicht, Geliebte! Dein Aug' ist blau und froh und licht, Und meins ist braun und heiß, und flammt – Doch des Kindes Augen sind schwarz wie Sammt, Wie die Nacht, so tief und lind – Geliebte, Von wem hat die das Kind? Die Mutter sieht in den Schoß und lacht Und flüstert schelmisch: So war es ja, So war's, wie ich deine Auge sah, Geliebter, Im Dämmerschein der Nacht.

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Er merkt etwas »Ich hab die lieb...« Ich höre das so. Könnt' ich es glauben, Wär' ich wohl froh. »Ich hab dich lieb...« Welch holder Ton! Wie Geig' und Flöte... Ich hörte ihn schon. »Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.

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Wenn! Wenn ein jeder Seine Feder, Eh' er schriebe, Taucht' in Liebe – Engel müßten sich drängen Zu den Botengängen.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

»Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.

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Nur Liebe opfert sich gern, weil es ihr Wesen ist, sich in anderen zu vergessen und sich für andere zu opfern; nur Liebe kann Kindeshüterin sein.

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Kinder und Greise haben ein Recht, geliebt zu werden, die dazwischen haben das Recht, ja, die Pflicht, zu lieben.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Ein Jüngling, stürmisch, ohne Blüth' und Frucht, Ist Jugend ohne Liebe.

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In Liebesflammenqual vorm Jahr, Und doch frisch angesengt schon heuer? Das alte Sprichwort lügt fürwahr: Gebrannte Kinder lockt das Feuer.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Um seine Kinder zu lieben, muß man manchmal für sie weinen; um seine Frau zu lieben, muß man sie manchmal verlassen.

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Besser ist es, mit Strenge zu lieben, als mit Milde zu hintergehen.

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Spiel des Lebens Kinder, große Kinder bleiben Wir im Leben, und wir treiben Ewig ein Versteckenspielen, Wie in alter Jugendzeit: Unter Worten klug verstecken Oder stolz mit Schweigen decken Wir der Herzen wahres Fühlen, Unsre Lust und unser Leid. Hinter jedem Zaun des Lebens Ruft und lockt – und lockt vergebens – Einer Stimme Laut, ein lieber: Komm! hier bin ich! hol' mich du! Aber nie zusammenfinden Sich die Herzen, ach die blinden! immer stürmen sie vorüber, Immer falschen Zielen zu. Zielen, fremd und ferne jenen, Die sie suchen und ersehnen; Doch an jeder Wegeswende Spähn sie nach den andern aus, Bis es Abend wird auf Erden Und sie selber müde werden… Vater Tod klatscht in die Hände: Kinder, alle nun nach Haus! – – –

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Naturbeschreibung Manches Antlitz ist ja sauber, Manches Kind so übel nicht, Doch es fehlt der süße Zauber, Der sogleich zum Herzen spricht. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Ihr Gesichtchen das ist sauber, Ihr Gesichtchen hat den Zauber, Welcher Leib und Seel' umflicht. Manches Kind mit rothem Munde Spricht gar klüglich hübsch und fein; Kommt nur nicht vom Herzensgrunde, Dringt auch nicht zum Herzen ein. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Jeder Laut der süßen Kehle Ist ein Stückchen ihrer Seele, Mich ergreift, was sie nur spricht. Manches Mädchen mag man leiden, Manchem Kinde ist man gut, Aber muß man morgen scheiden, Wird nicht trüber drum der Muth. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Sollt' es einmal mir geschehen, Daß ich von ihr müßte gehen, Sicher mir das Herz zerbricht.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Dir! Gleichwie Kinderhände Alle Blumen nur pflücken, Um der Mutter am Ende Sie ans Herz zu drücken – So empfang und pflück ich Alle Freuden im Leben, Nur um dankbar und glücklich Dir sie wieder zu geben, Und die bunten Stunden All meiner Lust Leg ich, zum Strauß gebunden, Dir an die Brust.

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

Salz und Wasser kühlt Nicht, wo Jugend fühlt; Ach! die Erde kühlt die Liebe nicht.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Balladen. Aus >Die Braut von Korinth<

Als wir Kinder waren, liebte man uns mehr, als wir liebten. Alt geworden, lieben wir nun unsererseits mehr, als wir geliebt werden.

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Es war einmal die Liebe … Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn. Da zagt der Trieb betroffen, Doch kaum hat ihn getroffen Der Liebe Dornenstreich, Sind alle Knospen offen, Der Dorn ganz ohn Verhoffen Schlug aus voll Rosen gleich. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb betrübt, Und sprach zum blinden Triebe: An dir, du Friedensdiebe, Wird Rache heut geübt. Doch, als sie sich will rächen, Entstürzt in Tränenbächen Das Mitleid ihrer Brust, Sie kann den Stab nicht brechen, Die Lieb wird aller Schwächen Des Triebes sich bewußt. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb gekränkt, Und sprach zum blinden Triebe: Wenn dir kein Trost auch bliebe, Heut wird dir's nicht geschenkt, Und, um ihm zu gedenken, Will sie ein Füllhorn senken Voll von Gerechtigkeit, Und hat mit Fahnenschwenken Den Richtplatz mit Geschenken Der Gnade überstreut. Ei sag einmal du Liebe, Du himmelsklare Liebe, Wer hat dich das gelehrt, Daß man dem blinden Triebe Für strenge Dornenhiebe Nur Rosen mild beschert, Und daß man für die Rute Dem blinden Übermute Nur süßen Honig gibt. Das lehrte dich der Gute, Der dich mit seinem Blute In deiner Schuld geliebt. Da sang einmal der Liebe, Der himmelsklaren Liebe, Der Trieb dies Liebeslied, Dass Lieb dem blinden Triebe Das Licht ins Herz einübe, Das ihr im Auge blüht. Da sah der Trieb verkläret, Was Liebe ihm gewähret, Und beide sprachen fromm: Du hast mich Trost gelehret, Du hast mir Licht bescheret, Trieb sei der Lieb willkomm! Da faßt einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe Sich einen frischen Mut Und ward dem blinden Triebe, Daß er nicht irrend bliebe, Ein Blindenführer gut. Da lernt der Trieb das Lieben, Da ward die Lieb getrieben, Bis sehend er, sie blind, Und beide sind's geblieben, Und ich hab es geschrieben, Lies du und bleib ein Kind!

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