Liebe Sprüche – klassisch

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Reichtum Im Banne deiner Augen verweilte ich manche Stunde, doch hast du nie geschauet in meiner Seele Grund. Nie hast du dich gebeuget über meines Herzens Weh, Dein Bild darin zu sehen wie in tiefer dunkler See. Nie hat an meinem Busen Dein liebes Haupt gelauscht, wie heimlich in der Tiefe die Liebe klingt und rauscht. Die Perle ruht im Meere, der Edelstein im Schacht - kehr ein, du heißgeliebte, in meines Busens Nacht! Ihm ist von allen tiefen an Reichtum keine gleich - in meinem Herzen, dann liegt dir von Liebe ein König Reich.

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Kein Mensch wird so alt, daß er nicht noch durch das Herz leiden könnte.

Godin, Kein Herz, in: Die Gartenlaube. Jahrgang 1876, Nr. 40-45

Jupiter schalt den Amor: "Ich will die Pfeile dir nehmen!" "Donnerer", sprach der, "und ich mache dich wieder zum Schwan!"

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Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

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Wie er gestürmt und geliebt, erzählt am Herde der Ahnherr; Aber dem Enkelgeschlecht deucht es ein Märchen zu sein.

Geibel, E., Gedichte. Distichen vom Strande der See

Sage der Zeit, o Herr, sie möge mir diese Liebe nicht aus dem Herzen reißen, denn das hieße mir das Leben entreißen.

Campoamor, R., Gedichte. Aus dem Lied: Sufrir es vivir

Schöpferin aller Tugenden ist die Liebe.

Antonius et Maximus Monachi, Loci Communes Sententiarum. Aureliae Allobrogum, 1609

Die Liebe ist das ewige Licht.

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Ja, ungeschwächt will ich ihn [den Geist] in die späteren Jahre bringen, nimmer soll der frische Lebensmut mir vergehen; was mich jetzt erfreut, soll mich immer erfreuen; stark soll mir bleiben der Wille und lebendig die Phantasie, und nichts soll mir entreißen den Zauberschlüssel, der die geheimnisvollen Tore der höheren Welt mir öffnet, und nimmer soll mir verlöschen das Feuer der Liebe.

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800. V. Jugend und Alter

Zuerst erschuf sie (die Göttin) von allen Göttern den Eros.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 13.

Im Wörterbuch steht, daß »Aphrodite« entweder die Göttin der Liebe bedeutet oder einen Wurm.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). II. Moral, Christentum

Höchste Instanz Was er liebt, ist keinem fraglich; Triumphierend und behaglich Nimmt es seine Seele ein Und befiehlt: So soll es sein. Suche nie, wo dies geschehen, Widersprechend vorzugehen, Sintemalen im Gemüt Schon die höchste Macht entschied. Ungestört in ihren Lauben Laß die Liebe, laß den Glauben, Der, wenn man es recht ermißt, Auch nur lauter Liebe ist.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Es sind nicht die edelsten Weiber, bei denen die Liebe durch das Auge einzieht; sie weiß andere und oft bessere Wege zu finden.

Hartmann, Erzählungen eines Unstäten, 1858

Nur die Liebe bedarf keines Buches. Sie liest die größten Schätze der Weisheit und der Wahrheit im Auge der Geliebten.

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Geübtes Herz Weise nicht von dir mein schlichtes Herz, Weil es schon so viel geliebet! Einer Geige gleicht es, die geübet Lang ein Meister unter Lust und Schmerz. Und je länger er darauf gespielt, Stieg ihr Wert zum höchsten Preise; Denn sie tönt mit sichrer Kraft die Weise, Die ein Kundiger ihren Saiten stiehlt. Also spielte manche Meisterin In mein Herz die rechte Seele, Nun ist's wert, dass man es dir empfehle, Lasse nicht den köstlichen Gewinn!

Keller, G., Gedichte. Aus der Brieftasche

Langsam! Amor sprach, den Becher haltend: "Nipp' ein wenig, nur vom Rande!" Doch, als ich nun erst gekostet, Nahm ich mir den Becher schräger. "Langsam! rief er, rückwärts beugend: Denn ich gab dir nur zu kosten. Alles trinkst du ja auf einmal! Glaubst du denn, der Becher Amors Halt' in sich die ganze Meerflut?"

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Keiner meiner Freunde soll mit Eros unbekannt sein, sondern ihn halten, wo er ihm begegnet.

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Erkenntnis Was einst mein Herz erquickte, Der Himmel Stern an Stern, Seit in Dein Aug ich blickte, Wie lass' ich ihn so gern! Nach einem Zauber heb' ich Mein Aug', nach einer Zier: Ah! alle Schönheit geb' ich Um einen Blick von dir. Was einst mein Leben schmückte, Des Wissens goldner Kern, Seit ich ans Herz dich drückte, Wie miss' ich ihn so gern! Nach einem Glücke streb' ich, Nach einem Trostpanier: Ach! alle Weisheit geb' ich Um ein Kuß von dir.

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Siehst du den Stern Siehst du den Stern im fernsten Blau, Der flimmernd fast erbleicht? Sein Licht braucht eine Ewigkeit, Bis es dein Aug erreicht! Vielleicht vor tausend Jahren schon Zu Asche stob der Stern; Und doch steht dort sein milder Schein Noch immer still und fern. Dem Wesen solchen Scheines gleicht, Der ist und doch nicht ist, O Lieb, dein anmutvolles Sein, Wenn du gestorben bist!

Keller, G., Gedichte. Sonnwende und Entsagen

Und als die Götter, müde dieser Welt, Sich flüchteten hinauf in's Sternenzelt, Mitnehmend, was auf Erden sie besessen, Da hätten sie die Liebe hier vergessen.

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842. 2. Akt. Parthenia

Die Frau hört nie auf, zu lieben; muß sie der Erde entsagen, nimmt sie ihre Zuflucht zum Himmel!

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