Liebe Sprüche – klassisch

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Jeder edle Mann lernt einmal die Allgewalt der Liebe kennen; wenige aber begreifen, daß in der Geliebten sich nicht nur der Zauber des weiblichen Geschlechts, sondern die Macht der Natur, die Gottheit konzentriert und wirksam erweist.

Goltz, Typen der Gesellschaft, 2 Bde., 1860

Es ist dies der echten Liebe Eigentümlichkeit, daß sie unerwidert, verschmäht doch süß bleibt und ein köstlich Kleinod.

Gotthelf, Jacobs, des Handwerksgesellen, Wanderungen durch die Schweiz, 1846/47. 27. Kapitel

Der Asra Täglich ging die wunderschöne Sultanstochter auf und nieder Um die Abendzeit am Springbrunn, Wo die weißen Wasser plätschern. Täglich stand der junge Sklave Um die Abendzeit am Springbrunn, Wo die weißen Wasser plätschern; Täglich ward er bleich und bleicher. Eines Abends trat die Fürstin Auf ihn zu mit raschen Worten: »Deinen Namen will ich wissen, Deine Heimat, deine Sippschaft!« Und der Sklave sprach: »Ich heiße Mohamet, ich bin aus Yemmen, Und mein Stamm sind jene Asra, Welche sterben, wenn sie lieben.«

Heine, H., Gedichte. Romanzero. Erstes Buch. Historien

Hat denn noch kein Mann den Schmerz der verlornen Liebe empfunden, damit er wisse, wie noch tausendmal härter er eine Frau verheere? Welcher hat denn Treue, die rechte, die keine Tugend und keine Empfindung ist, sondern das Feuer selber, das den Kern der Existenz ewig belebt und erhält?

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Vierter Band. 29. Jobelperiode. 114. Zykel

Es kommt nicht darauf an, wen man liebt – sondern wie man liebt! Eine edle Natur wird immer edel in der Liebe sein, eine gemeine immer gemein.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

Teurer Freund! Was soll es nützen, Stets das alte Lied zu leiern? Willst du ewig brütend sitzen Auf den alten Liebeseiern? Ach! das ist ein ewig Gattern, Aus den Schalen kriechen Küchlein, Und sie piepsen und sie flattern, Und du sperrst sie in ein Büchlein.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 42.

Uneigennützig zu sein in allem, am uneigennützigsten in Liebe und Freundschaft, war meine höchste Lust, meine Maxime.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 3. Teil, 14. Buch

Wer möchte nicht ein Weib, das blind für alles ist, so lang man lebt, und wenn man stirbt, noch mit der Erde hadert, weil sie nicht strahlt und leuchtet, wo man liegt?

Hebbel, Die Nibelungen. Ein deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen, 1861

Der Liebende Würde von dem Gegenstand seiner Leidenschaft. Würde allein ist ihm Bürge, daß nichtdas Bedürfnis zu ihm nötigte,sondern daßdie Freiheit ihn wählte– daß man ihn nicht als Sache begehrt, sondernals Person hochschätzt.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über Anmut und Würde, 1793

Liebe den Liebenden treu und warm, – doch vergöttere keinen!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Du willst sie nie und nie mehr wiedersehen? Besinne dich, mein Herz, noch ist es Zeit. Sie war so lieb. Verzeih, was auch geschehen. Sonst nimmt dich wohl beim Wort die Ewigkeit Und zwingt dich mit Gewalt zum Weitergehen Ins öde Reich der Allvergessenheit. Du rufst und rufst; vergebens sind die Worte; Ins feste Schloß dumpfdröhnend schlägt die Pforte.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874

Liebe muß die Wurzel all unseres Denkens und Tuns sein.

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Die Liebe wird nicht sterben. Jene Hügel der Gräber, Asche und Staub sind nur die Trophäen ihrer Unsterblichkeit.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Hat die Liebe einen reifen Mann erfaßt und durchdrungen, so schlingt sie sich, wie die Blutadern, durch sein ganzes Wesen und kann nur mit seinem Leben vernichtet werden.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Wer liebet ohne Maß, der handelt nicht vernünftig.

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Hochweise Männer gebieten, Um sich vor der Liebe zu hüten. "Die Mädchen und Frau'n Nicht anzuschau'n. Allein noch weisere riethen, Um sich vor der Liebe zu hüten, "Die Mädchen und Frau'n Recht anzuschau'n.

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Wie tief die lateinische Sprache, beweist, Daß »amare« – »lieben« und »bitter« heißt. Denn »lieben«, ist noch so süß der Tabak, Hat stets einen bitteren Beigeschmack!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ich: Was ist's, das Freundschaft und Liebe zerstört? Er: Geiz bei Großen, Eigendünkel bei Gelehrten, Schamlosigkeit bei Weibern und Lüge bei Männern.

Diez, Denkwürdigkeiten von Asien, in Künsten und Wissenschaften, Sitten, Gebräuchen und Alterthümern, Religion und Regierungsverfassung aus Handschriften und eigenen Erfahrungen gesammelt, 1811-15

Liebe und edler Sinn sind der Unsterblichkeit Pfänder.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

O, meßt nicht Liebe nach so engem Maß, Was wäre Liebe denn, wenn sie nicht gäbe Mehr, als sie selbst empfing, wenn sie nicht trüge Mehr, als sie auferlegt, wenn sie nicht stünde, Ein starker Fels, im Kampf empörter Winde, Wenn sie nicht treu und fest im Unglück bliebe, Der Hoffnung letzter Rest – was wäre Liebe?

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Waltete Liebe nicht, ewige Güte, Irdisches triebe nicht himmlische Blüte.

Hamerling, Sinnen und Minnen, 1860