Liebe Sprüche – trauerkarte

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Trauriges Lied Sie wuchsen auf und waren jung Und liefen Hand in Hand, Und eines Abends, keiner weiß, Da hob ein Stern mit Neigen leis Ein Goldgespinste los – Sie sanken nieder glanzumspannt Und sanken tief in Traumes Schoß Mit langer leiser Liebkosung. Und wachten auf im Wunderwald Und liefen Hand in Hand, Und eines Abends, keiner denkt, Da ward aus seiner Bahn gelenkt Der Stern zu anderm Ort – Sie fanden alles unbekannt Und irrten um, der da, der dort, Geworden leer und alt.

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Nie kommt das Ich weniger zur Geltung, als an dem Krankenlager eines geliebten Menschen, da konzentriert sich alles in dem einen Wunsche, lindern, helfen, retten zu können; da werden Wunder des Mutes und der Kraft vollbracht, die Staunen erregen: die zarteste und schwächlichste Natur entwickelt eine Stärke und Ausdauer im Pflegen und Wachen, welche überrascht; mit brechendem Herzen lächelt der Mund, und die heißen Tränen fließen nach innen, nur um dem teuren Kranken seine eigene Gefahr zu verbergen.

Verena, Über Alles die Pflicht. Roman, 1870

Die Liebe zu denen, die vor uns hinschieden, wie zu denen, die wir hinterlassen, ist wohl sicher das Bleibende.

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Die Liebe ist ein schöner Engel, aber oft ein schöner Todesengel für das gläubige, betrogene Herz.

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Schwester Immer sind die dunkeln Abenteuer Zwischen uns, wir können oft Keines der vielen blauen Worte finden, Die uns geschenkt sind. Dann, wenn ich die schmalen Krystalle Meines weißen Traumes Dir bringe, Häufst Du rötliche Scheiter Und glühst ein Feuer. Oder ich möchte mit Abendwind Deine schmerzliche Lippe kühlen Und er kommt schwül von den Gärten Meiner Sehnsucht. Schwester, immer sind die dunkeln Abenteuer Zwischen uns, wir können kaum Unter Schatten erkennen, wie sehr Wir uns lieben.

Weissmann, M. L., Gedichte

Ich weiß du trittst zu mir ins haus Wie jemand der an leid gewöhnt Nicht froh ist wo zu spiel und schmaus Die saite zwischen säulen dröhnt. Hier schreitet man nicht laut nicht oft · Durchs fenster dringt der herbstgeruch Hier wird ein trost dem der nicht hofft Und bangem frager milder spruch. Beim eintritt leis ein händedruck · Beim weiterzug vom stillen heim Ein kuß – und ein bescheidner schmuck Als gastgeschenk: ein zarter reim.

George, S., Gedichte

Was liebt, das betrübt, Was herzt, das schmerzt.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wie ein Land ohne Herrn, Wie die Nacht ohne Stern, Wie der Becher ohne Wein, Wie der Vogel ohne Hain, Wie ohne Auge ein Gesicht, Wie ohne Reim ein Gedicht: So ohne der Liebe Scherz und Schmerz – das Herz.

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Am Wege Ich kannte eine. Wie sie hieß? Wer nennt das Wort, das mir verklang? Vergessen ist's. Ich weiß nur dies: daß ich sie liebte und umschlang. Das Lied von der, die mir entschwand, singt nun der Nachtwind meinen Ohren – Am Wege hab ich sie verloren, die sich zu mir am Wege fand ...

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Weshalb, o Liebe ist im Erdenstaube Geliebt zu werden Unheil und Verderben? Ach, mit Cypressen schmückst du deine Laube Und lässest uns mit Seufzern um dich werben. Wie ich, vom Duft entzückt, die Blume raube, Und lasse sie an meinem Busen sterben, So wird das zarte Haupt, das uns beglückt, An unser Herz gelegt und da – zerdrückt.

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Einer Toten Wie fühl' ich heute deine Macht! Als ob sich deine Wimper schatte Vor mir auf diesem ampelhellen Blatte Um Mitternacht! Dein Auge sieht Begierig mein entstehend Lied. Dein Wesen neigt sich meinem zu, Du bist's! Doch deine Lippen schweigen – Und liesest du ein Wort, das zart und eigen, Bist's wieder du, Dein Herzensblut, Indes dein Staub im Grabe ruht. Mir ist, wann mich dein Atem streift, Der ich erstarkt an Kampf und Wunden, Als sei'st in deinen stillen Grabesstunden Auch du gereift An Liebeskraft, An Willen und an Leidenschaft. Die Marmorurne setzten dir Die Deinen – um dich zu vergessen, Sie erbten, bauten, freiten unterdessen, Du lebst in mir! Wozu beweint? Du lebst und fühlst mit mir vereint!

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Wer nie Leid durch Lieb' gewann, der weiß auch nicht, wie Liebe lohnen kann!

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Die Loreley Ich weiß nicht was soll es bedeuten Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet Dort oben wunderbar, Ihr gold'nes Geschmeide blitzet, Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme Und singt ein Lied dabey; Das hat eine wundersame, Gewaltige Melodei. Den Schiffer, im kleinen Schiffe, Ergreift es mit wildem Weh; Er schaut nicht die Felsenriffe, Er schaut nur hinauf in die Höh'! Ich glaube, die Wellen verschlingen Am Ende Schiffer und Kahn; Und das hat mit ihrem Singen Die Loreley gethan.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Die roten Rosen waren nie so rot Als an dem Abend, der umregnet war. Ich dachte lange an dein sanftes Haar ... Die roten Rosen waren nie so rot. Es dunkelten die Büsche nie so grün Als an dem Abend in der Regenzeit. Ich dachte lange an dein weiches Kleid ... Es dunkelten die Büsche nie so grün. Die Birkenstämme standen nie so weiß Als an dem Abend, der mit Regen sank; Und deine Hände sah ich schön und schlank ... Die Birkenstämme standen nie so weiß. Die Wasser spiegelten ein schwarzes Land An jenem Abend, den ich regnen fand; So hab ich mich in deinem Aug erkannt ... Die Wasser spiegelten ein schwarzes Land.

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Ich soll nicht dein vergessen…? Was sagt dies arme Wort? Ins Buch des Lebens pressen Ein Blümchen, halb verdorrt? Wenn deiner nicht vergessen Dich wahrhaft lieben heißt, Dann haucht noch aus Cypressen, Dein eingedenk mein Geist.

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Komm zu mir! O wende nicht dich ab von mir Mit Augen thränenschwer! Zog schöne Freude mich zu dir, So thut's das Leid noch mehr. Nicht frag' ich, was die süße Lust, Der Stimme Klang dir nimmt: Es ist die reiche Menschenbrust Am leichtesten verstimmt. O schweig' nur still! doch wenn ein Bann Dich ungewohnt bezwingt, Wenn, was dich sonst erfreuen kann Mit holdem Schein, versinkt, Wenn unter einer Seelenlast Dein froher Muth entwich – So komm zu mir zu stiller Rast Denn sieh – ich liebe dich.

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Liebe darf ich dir nicht schenken Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken: Ach! das strenge Schicksal will es nicht, Meiden muß ich dich – dies wird dich kränken, Aber dich vergessen werd' ich nicht. Ach! Die Zeit wird deine Triebe lenken, Folge guter Jüngling deiner Pflicht, Ewig werth macht mir dein Angedenken, Was für mich in deinem Herzen spricht. Ein Gefühl, geläuterter als Liebe, Grenzenlos wie deine Zärtlichkeit, Freundschaft, wie vielleicht kein Mann sie beuth, Sei Ersatz für hoffnungslose Liebe, Sei der Dank für die besiegten Triebe, Und der Lohn für deine Redlichkeit.

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Ein Tag … ohne dich ist … kein Tag! Die Stunden … kriechen. Alles … öde … alles leer! Noch … nachts, mitten zwischen zwei Träumen, die mich in deine Arme wiegen, plötzlich: Ich schrecke auf! Mit … zitterndem … Herzen! Liegst du … jetzt wach? Sehnst du … dich … nach mir? Riefst du … mich? Schwarze, schwere, regungslose, nur durch das jagende, fiebernde, pochende Pulsen meines Bluts durchhämmerte Stille! Fern … von mir … fern bist … du, fern!

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Welch ein Drama ist das Feuer – und welch freundliche und tragische Gottheit. Es ist Wärme, Licht und lodernder Brand. Unter den Elementen ist es die Liebe, es erwärmt, erleuchtet und verzehrt.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Liebst du einen Menschen, ohne Gott in ihm zu lieben, das heißt das Gute, so erwartet dich nur Enttäuschung und Leid.

Nötzel (Hg.), Östliche Weisheit, gesammelt und übersetzt von Karl Nötzel, 1954 (EA: 1946)

Treue Liebe Es schallten muntre Lieder Hell durch den Fichtenwald, Es kam ein muntrer Reiter Zum Försterhause bald. Frau Muhme, guten Morgen, Wo bleibt die Liebste mein? – Sie lieget, krank zum Sterben, Im obern Kämmerlein. Er stieg in bittern Tränen Die Treppe wohl hinauf, Er hemmte, vor der Türe Der Liebsten, ihren Lauf. Herein, herein, Geliebter, Zu schmerzlichem Besuch! Die heim du holen wolltest, Deckt bald das Leichentuch. Sie schläft in engem Sarge, Drauf liegt der Myrtenkranz; Du wirst nicht heim sie führen, Nicht bei Gesang und Tanz. Sie werden fort mich tragen, Und tief mich scharren ein, Du wirst mir Tränen weinen, Und eine andre frein. – Die du mich nie betrübet, Du meine Zier und Lust, Wie hast du jetzt geschnitten Mir scharf in meine Brust! Drauf sahen zu einander Die beiden ernst und mild, Verschlungen ihre Hände, Ein schönes, bleiches Bild. Da schied sie sanft hinüber, Er aber zog zur Stund Das Ringlein sich vom Finger Und steckt's in ihren Mund. Ob er geweinet habe, Als solches ist geschehn? – Ich selber floß in Tränen, Ich hab es nicht gesehn. Es gräbt der Totengräber Ein Grab, und noch ein Grab: Er kommt an ihre Seite, Der ihr das Ringlein gab.

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