Liebe Sprüche – trauerkarte

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Abwesenheit, diese einfache Therapie für die Liebe…

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Wie eine süße Melodie uns in die Höhe hebt, unsern Sorgen und Schmerzen eine weiche Wolke unterbaut, so ist mir dein Wesen und deine Liebe.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 25. August 1782

Todte Freundschaft Es ist vorbei – auch dieser Traum ist aus, Auch diesen Kelch hat leer das Herz getrunken, Auch dieser Stern ist in den Staub gesunken – Hinweg, hinweg – es führt in dieses Haus Kein Gott mich mehr zurück! Weh' euren Banden – Ihr habt mich nie geliebt und nie verstanden! Warum denn locktet ihr mich falsch hinein, Warum habt meine Seele ihr gebettet Auf des Vertrauens Pfühl, bis sie gekettet Sich an euch fest mit ihrem ganzen Sein? Warum? Da eure Zungen dann bekannten – Daß ihr mich nie geliebt und nie verstanden! War ich ein Spielzeug nur in eurer Hand, Ein Zeitvertreib, den Geist euch zu ergetzen? Ihr labtet euch an meines Herzens Schätzen, Dann warfet achtlos ihr es in den Sand; Sprecht, ob von Schaam nicht eure Stirnen brannten – Die ihr mich nie geliebt und nie verstanden! Ich gehe – nimmer mißt zurück mein Fuß Die Straße – gehe sonder Muth und Glaube; Entrüstung hebt empor mich aus dem Staube, Allein es starb der Freundschaft Genius. Euch ist nur Wahn, was andre wahr empfanden – Mich habt ihr nie geliebt und nie verstanden!

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Abschied Nun sind sie vorüber, jene Stunden, Die der Himmel unsrer Liebe gab, Schöne Kränze haben sie gebunden, Manche Wonne floß mit ihnen ab. Was der Augenblick geboren, Schlang der Augenblick hinab, Aber ewig bleibt es unverloren, Was das Herz dem Herzen gab.

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Ein Gruß Bei Dir sah ich die Rosen blühen, Ich folgte Dir durch Wald und Au, Wir schauten still den Tag verglühen, Es kühlte uns des Abends Tau. Wie weich die Luft, wie zaubrisch helle! Dein Auge feucht, Dein Blick so mild Und auf des Stromes flücht'ger Welle Wiegt schaukelnd sich des Mondes Bild. Wie hab' ich ganz und voll genossen Des Sommers und der Liebe Lust! Die süßen Bilder sind zerflossen, Doch blieb die Freude in der Brust. Da ist kein Bangen und Verzagen, Kein Seufzen nach verlornem Glück; Ein jeder von den schönen Tagen Ließ Reiz und Duft in mir zurück. Sind längst entblättert auch die Rosen, Sie bluehen stets im Herzen mir; Die Welle rauscht, die Lüfte kosen Und alles träumt und spricht von Dir. Da hat der Tag nicht eine Stunde, In der ich treu nicht Dein gedacht Und macht der Mond die stille Runde, Sag' ich Dir leise: Gute Nacht! Nicht um Vergangnes laß mich klagen, Nein, hoffend mich der Zukunft weih'n; Du schiedest mit des Sommers Tagen – Mir bleibt der Trost: Auch Du denkst mein! Zwei Herzen, die sich ganz verstehen, Ob eines von dem andern schied; Ich weiß, ich muß Dich wiedersehen – Bis dahin grüße Dich mein Lied!

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Ist das gegenseitige Erkennen in der Liebe nicht oft auch der Verlust der Liebe?

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Ach hätte die Rose Flügel Ach hätte die Rose Flügel, sie flöge hinüber zu dir, und brächte dir tausend Grüße, und du wüßtest sie kämen von mir. O könnte die Rose singen, ich sendete sie an dich und sie sänge dir dieses Liedchen, und du dächtest dabei an mich. Sie kann nicht fliegen, nicht singen! Ich bin die Sehnsucht so müd, drum fliege ich selber und bringe dir Gruß und Rose und Lied.

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An * (1837) Ach wärst du mein, es wär' ein schönes Leben, So aber ist's Entsagen nur und Trauern, Nur ein verlornes Grollen und Bedauern; Ich kann es meinem Schicksal nicht vergeben. Undank tut wohl und jedes Leid der Erde; Ja! meine Freund' in Särgen, Leich' an Leiche, Sind ein gelinder Gram, wenn ich's vergleiche Dem Schmerz, daß ich dich nie besitzen werde.

Lenau, N., Gedichte

Die Erde ist ein großes Golgatha, Wo zwar die Liebe siegt, doch auch verblutet.

Heine, Almansor. Eine Tragödie, 1823. Garten vor Alys Schloß. Zuleima

Es hingen, wie duftende Hände von Frauen, Blaß die Akazienblüten im Blauen; Sie streuten uns süße Betäubung aus, Die Füße fanden nicht mehr nach Haus. Wir suchten im Gras nach tiefgrünen Ecken, Wollten berauscht das Auge verstecken; Kein Versteck war uns dunkel genug, Weil's Auge Feuer ins Dunkel trug. Es hingen an Gittern die Rosen wie Tropfen, Wie Herzen, die schmachtend an Gitter klopfen; Vor Rosen fanden wir kaum das Haus, Rosen brannten das Auge aus. Und wär' ich erblindet, wär' dies geschehen, Ich müßte immer und ewig dich sehen, Denn keine Blindheit macht dunkel genug, Weil ich im Auge wie Feuer dich trug.

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In den Sternen Einsam las ich oft da droben, Wenn das Sternheer stille kreiste, Und der eignen Lebensbahnen Dacht' ich dann im dunk'len Geiste. Vieles tat ich – aber eines Tat ich, was ich nie verschmerze: Daß ich deiner konnt' vergessen, Da mich lieb gehabt dein Herze. Daß ich's nicht erkennen wollte: Von den Qualen, von den bösen Geistern einer wilden Seele, Kann die Liebe nur erlösen ! Und doch strahlte mir dein Auge Wie ein letzter Strahl der Gnade – Also les' ich in den Sternen … Nun sind sternlos meine Pfade!

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Wie wundersam ... ! Wie wundersam ist dies Verlorengeh'n In Liebestiefen ohne Ziel und Schranken: Die ganze Welt mit lichten Augen seh'n, Im Sonnenschimmer klarer Freude geh'n, Eins sein in einem tiefen Glücksgedanken! Und wie im Leben auch die Stürme weh'n, Da ist kein Zagen und da ist kein Schwanken: Fest steht die Liebe, wie die Sterne steh'n – Wie wundersam ist dies Verlorengeh'n In Liebestiefen ohne Ziel und Schranken!

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Dem Geiste soll man nichts verzeihen, dem Herzen alles, denn das Herz ist blind.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

An sie Wenn dieser Strauß, den ich gebunden, Sich schüchtern vor dein Auge wagt, Vielleicht daß er von einst'gen Stunden, Von seligen, dir Kunde sagt. Daß er von dem, der ferngegangen, Erinnerung dir wiedergibt, Der einst in deinem Bann gefangen Ach viel geträumt und viel geliebt. Und durftest du es nicht erwidern, Das Flehen meiner tiefen Lust, Die Seele öffne meinen Liedern, So ruht mein Herz in deiner Brust.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Begrabene Liebe Und wenn ich dich jetzt wieder seh', Bewegt mein Herz sich kaum; Da thut mir's in der Seele weh Daß alles Glück nur Traum. Wie wir geliebt einst und geglüht, Vergessen hätt' ich's bald; Dein schönes Antlitz ist verblüht, Ach! und mein Herz ist kalt. Bedenk' ich wie in Lust und Schmerz Du mein warst und ich dein, Da könnt ich weinen daß ein Herz Kann gar so treulos sein.

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Ein Blümchen, das sich zwar nicht mehr für unsere Lage schickt, Hab ich doch, Freund, von ungefähr für dich jüngst abgepflückt. Denn wiß, als ich es pflückte, hing ein Schmetterling daran, Ich sah, daß auch ein Schmetterling dies Blümchen lieben kann. Dies Wunder der Natur entging dann meinem Blicke nicht, Drum schick ich dir den Schmetterling und das Vergißmeinnicht.

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Bei dir allein Bei dir allein empfind' ich, daß ich lebe, Daß Jugendmut mich schwellt Daß eine heit're Welt Der Liebe mich durchhebe; Mich freut mein Sein Bei dir allein! Bei dir allein weht mir die Luft so labend, Dünkt mich die Flur so grün, So mild des Lenzes Blüh'n, So balsamreich der Abend, So kühl der Hain, Bei dir allein! Bei dir allein verliert der Schmerz sein Herbes, Gewinnt die Freud' an Lust! Du sicherst meine Brust Des angestammten Erbes; Ich fühl' mich mein Bei dir allein!

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Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit, Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle Schöne Blumen der Vergangenheit.

Ringelnatz, J., Gedichte. 1910. Aus: Weihnachten

Der Liebe eines einzigen Wesens entbehrt man oft schwerer, als man den Hass Tausender fürchtet.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Armes Herz, du konntest wähnen? Ach, dein Glaube war so süß! Doch umsonst nur ist dein Sehnen Nach der Liebe Paradies. Froh schlugst du mit tiefem Beben Für das heil'ge Wunderland, Doch vernichtet ward dein Streben, Und der schöne Traum verschwand.

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In der höhern Liebe ist der Zorn nur Trauer über den Gegenstand.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Drittes Heftlein. Zweiter Pfingsttag (34. Hundposttag)