Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

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Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, daß der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, daß er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Täuschungen ihm anhängt, abstreife.

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Macht des Schicksals (Satadana) Was das Schicksal verhängt Und voraus erkannt, Dem halten selbst Götter Vereint nicht stand.

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Halt' aus, und wenn auch Schlag auf Schlag Das Schicksal dir erteilt, Vertraue fest, es kommt der Tag, Der deine Leiden heilt! Bedenke, wie so manches Herz Bedrückt von Not Angst; Verdoppelt fühlest du den Schmerz, Wenn du in Kleinmut bangst. So lang' des Menschen flücht'ger Fuß Den Erdenkreis durcheilt, Ruft ihm der Schmerz den düstern Gruß, Wo er auch immer weilt. Halt' aus und stehe unverzagt, Wirf kühn den Feind zurück, Den frischen Mut, der furchtlos wagt, Ihn krönt allein das Glück.

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Nachdem der Urmensch entdeckt hatte, daß es – wörtlich so verstanden – in seiner Hand lag, sein Los auf der Erde durch Arbeit zu verbessern, konnte es ihm nicht gleichgültig sein, ob ein anderer mit oder gegen ihn arbeitete.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Jedem Geschöpf ist nicht nur alles das von Nutzen, was ihm von der Vorsehung bestimmt wird, sondern auch zur nämlichen Zeit, am besten, wann es ihm bestimmt worden ist.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Du schaust zum Goldpalast hinauf, Als könnt' ihn Unglück nicht erreichen; O wisse, gleich läuft Schicksals Lauf, Aus jedem Hause trug man Leichen, Aus jedem Auge ward geweint, Durch jeden Busen bebten Schrecken! Freu' dich der Sonne, die dir scheint, Laß dunkle Zukunft Gott dir decken!

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Daß vieles sich nicht verwindet, wenn's einmal empfunden ist, daß es immer wiederkehrt, ist nicht traurig; aber daß die Ufer ewig unerreichbar bleiben, das schärft den Schmerz.

Arnim, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, 1835. Zweiter Teil. 24. November 1810

Wenn du in einen tiefen Brunnen springst, ist das Schicksal nicht verpflichtet, dich von dort herauszuholen.

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O dieses Menschenleben! Wenn es glücklich ist, Ein Schatten kann es wandeln.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 1300f. Übersetzt von Johann Gustav Droysen, 1842

Die gewaltigen, unendlichen, Unentfliehbaren Ratschlüsse mit Diamantnem Weberschliffe webt Ewig das Schicksal.

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Wer die eigenen Lebensbegebenheiten durchmustert, kann nicht länger leugnen: jedes Übel ist zuletzt Quelle des Guten für uns; das Schicksal ist die unsichtbare Vaterhand Gottes.

Zschokke, Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christentums und häuslicher Gottesverehrung, 1809-16 (26. Auflage in 8 Bänden 1846)

Der eine sagt: "Wie man sich bettet, schläft man stets;" Der andre meint: "Wie es das Schicksal will, so geht's."

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Laß dich das Schicksal nicht klein finden, wenn es dich groß besucht, und wenn es klein kommt, tue nicht, als ob ein Elefant eintrete.

Merian (Hg.), Weite. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter. Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1927

Wer einmal die Pein des Schicksals in sich überwunden hat, für den ist jede sonstige Pein nur »ein Fall«, über den es sich nicht erst verlohnt zu lamentieren. Er lächelt und wird gütig, so wie nur ein Sieger gütig zu sein vermag. – Wer noch klagenkann, der hat eigentlich über nichts zu klagen.

Stammler, Du und Es. Vom Wesen und von der Gemeinschaft, 1917

So sehr du auch Acht gibst, so sehr du dich entgegenstellst… der Weg des Himmels ist immer derselbe.

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Früh schon sprach mein Schicksal zu mir: Du sollst nicht dies und du sollst nicht das, denn du würdest sonst nicht genug leiden. Früh schon sprach mein Schicksal zu mir: Dies sollst du, das, und das sollst du, das, denn du würdest sonst nicht genug leiden.

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Durch die Anteilnahme an dem Schicksal anderer wachsen der Seele Kräfte, die sie allmählich erheben über eigenes Leid, die sie in sich selber sicher werden lassen.

Merian (Hg.), Und dennoch. 365 deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1940

Dahin gelassen gehn, wohin das Schicksal zieht, Soll jeder, der den Faden sieht.

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Tropft uns das Schicksal Wermut in den Lebenstrank, so stärkt es uns für einen schweren Gang.

Tonger (Hg.), Wollen und Wirken (der 'Lebensfreude' 2. Bd.). Sprüche und Gedichte, gesammelt und hg. von P. J. Tonger, o.J. (um 1910)

Das Schicksal eines Volkes erstreckt sich nicht vom Einzelnen auf das Ganze, sondern vom Ganzen auf das Einzelne.

Frobenius, Schicksalskunde im Sinne des Kulturwerdens, 1932

Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen mit Kinderhand, wähnst goldene Liebeskronen zu erreichen, erhaschst nur Tand. Zerstörst vom reinsten Glück die heiligen Blüten mit täppischer Faust – und lebst dein Leben – Trug und Wahn zu hüten –, bis es verbraust!

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