Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

628 Sprüche in dieser Kategorie

Es ist schwer, gegen das Verhängnis anzukämpfen, denn es naht unaufhaltsam die Stunde, wo frivoles Menschenwerk zusammenbricht!

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Das ist das Schicksal aller holden Dinge: Erkauft mit Thränen und mit Schmerz verloren.

Heyse, Italienisches Liederbuch, 1860

Das Schicksal des Menschen wird durch die Weise bestimmt, in welcher er sich selbst zu betrachten fähig ist.

Internet

Wir Menschen führen uns nicht selbst; bösen Geistern ist Macht über uns gelassen, daß sie ihren höllischen Mutwillen an unserm Verderben üben.

Goethe, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, 1773. 5. Akt, Weislingen mit sich allein

Im Schicksal gibt es keine Zufälligkeiten; der Mensch hat sein Schicksal geschaffen, bevor es äußerlich an ihn herantritt.

Internet

Oft greift mit eiserner Hand in die Harfe des Lebens, wenn sie am zartesten tönt, gellend das düstre Geschick.

Internet

Recht stets behält das Schicksal; denn das Herz In uns ist sein gebieterischer Vollzieher.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1. Akt, 7. Auftritt, Wallenstein

Eigenes Schicksal will eigenen Rat.

Mühsam, E., Gedichte. Aus: Versöhnung

Ein Schicksal ist so viel wert, als der Mensch es schätzt.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Es gehört doch eine große Naivität dazu, um zu glauben, es solle helfen, in der Welt zu rufen und zu schreien, als ob hierdurch jemandes Schicksal geändert würde.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Diapsalmata. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Das Schicksal hat mir stets zugelacht, aber nur – um mir die Zähne zu zeigen!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Nicht, was wir erleben, ist unser Schicksal, sondern wie wir’s ertragen.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

„Tod oder Leben“ – „Untergang oder Sieg“ heißt das Losungswort, das das Schicksal willig macht.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Schicksal ist ein Kläffer, nur Den Feigen fällt es an, Dem Tapfern geht es aus dem Weg, Drum steh' ihm als ein Mann!

Petöfi, S., Gedichte. Aus: Bist du ein Mann, sei's wahrhaft

Fatum Zweimal hat mich der Tod verschont: Er wollte mich nicht haben: Hunderttausende lägen jetzt tot Und tief in der Grube begraben. Ich aber begann erst recht zu blühn Und den Blütenkelch zu entfalten – Und wie ich der unterirdischen Macht, So trotz' ich den Tagesgewalten. Zum Schicksal ward mir mein Leben, o Gott! Fast drückt die Last mich zu Boden: Berufen bin ich, zu rufen zum Glück Hier all die lebendigen Toten.

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen.

Internet

Wir selbst sind unser Schicksal.

Internet

Lächle nicht darüber, denn es ist wahr: Deine Gedanken, Worte und Werke werden in das ›Buch des Lebens‹ von keinem Andern als von dir selbst eingetragen.

Internet

Das Geschick bewirkt es, daß wir allen anderen ein Gespenst, daß wir selber unsre einzige Wirklichkeit sind. Das Geschick bewirkt es, daß wir die riesenhafte Angel der Welt, daß wir ein Sandkorn sind; daß wir der Stein sind, der zur Lawine wird, der Kiesel, dessen konzentrische Wellenringe über den ganzen Meeresspiegel hinweg weiter und weiter werden.

Wolfe, Schau heimwärts, Engel (Look Homeward, Angel: A Story of the Buried Life), 1929

Der Mensch denkt – und Gott lenkt, und ehe man eine Hand umwendet, sind unsere Zustände und Wünsche anders, als wir es voraus dachten.

Eckermann, J. P., Briefe. An Goethe, 6. November 1830

Wenn das Schicksal die Hand auf eines Menschen Haupt legt, so legt es ihm zwei Finger auf die Augen, zwei auf die Ohren und einen auf den Mund.

Internet