Schicksal Sprüche
Sprüche über Schicksal
628 Sprüche in dieser Kategorie
Das Schicksal verbessert manche Fehler an uns, welche die Vernunft nicht verbessern könnte.
Möge das Schicksal, das dich trifft, dein Vertrauen nicht zerstören.
Pessimisten-Arznei Du klagst, dass nichts dir schmackhaft sei? Noch immer, Freund, die alten Mucken? Ich hör dich lästern, lärmen, spucken — Geduld und Herz bricht mir dabei. Folg mir, mein Freund! Entschließ dich frei, Ein fettes Krötchen zu verschlucken, Geschwind und ohne hinzugucken! — Das hilft dir von der Dyspepsei!
An das Schicksal Wer bist du, nachtumhülltes Wesen, Das schreitet mit Gigantenschritt? Das blühn läßt hier und dort verwesen, Despotisch herrscht, wohin es tritt? Noch nimmer hab ich dich geschauet Von Angesicht zu Angesicht, Auch hab' ich nimmer dir vertrauet, Denn nach Vertrauen fragst du nicht. [...] Kalt scheinst du, gleich des Eises Masse, So theilst du Schwarzes, Frohes aus, Machst, daß ein Teufel lach' und prasse, Ein Gottmensch wein' im Höllengraus; Gleichgültig scheinst du, doch wer siehet, Ob du uns gern zu Boden drückst? Ob deine Brust nicht liebend glühet, Wenn du auch noch so finster blickst?
Die Bestimmung. Tränen und Seufzer löschen nicht aus die Tafel des Schicksals; Bitten und Schmeichelein ändern kein Pünktchen auf ihr. Kümmerte sich der Engel, der über die Winde gesetzt ist, ob sein brausender Hauch irgendein Lichtchen verweh’?
Blauer Himmel. Heiter blick' ich, ohne Reue In des Himmels reine Bläue, Zu der Sterne lichtem Gold. Ist der Himmel, ist die Freundschaft, Ist die Liebe mir doch hold. Laure, mein Schicksal, laure! Keine Stürme, keine Schmerzen, Heit're Ruh' im vollen Herzen, Kann es aber anders sein? Blauer Himmel, treue Freundschaft, Reiche Liebe sind ja mein. Laure, mein Schicksal, laure! Hat das Schicksal arge Tücke, Sieh', ich fürchte nichts vom Glücke, Heiter bin ich, wie die Luft. Mein der Himmel, mein die Freundschaft, Mein die Liebe bis zur Gruft. Laure, mein Schicksal, laure!
Das Schicksal schnellt seinen Pfeil auch durch den siebenfachen Schild des Ajax hindurch und kennt die Stelle, wo wir tödlich zu treffen sind, besser als wir selbst.
Wie oft werden wir von einem scharf ins Auge gefaßten Ziel abgelenkt, um ein höheres zu erreichen! Der Reisende bricht unterwegs zu seinem höchsten Verdruß ein Rad und gelangt durch diesen unangenehmen Zufall zu den erfreulichsten Bekanntschaften und Verbindungen, die auf sein ganzes Leben Einfluß haben. Das Schicksal gewährt uns unsre Wünsche, aber auf seine Weise.
Was schwer zu ertragen, ist süß zu erinnern.
Es ist manchmal, als wenn das, was wir Schicksal nennen, gerade an guten und verständigen Menschen seine Tücken ausübte, da es so viele Narren und Bösewichter ganz bequem hinschlendern läßt. Fromme Leute mögen das auslegen, wie sie wollen, und dadrin eine prüfende Weisheit finden; uns andern kann es nur verdrießlich und ärgerlich sein.
Noch ist nichts bestimmt, und alles möglich – noch spielt die Hand, mutwillig zögernd, mit den Losen in der Urne des Schicksals, welche auch das große enthält – warum sollte sie es nicht fassen können? Sie säumt und säumt, indem schon die bloße Möglichkeit fast ebenso wollüstig ist, wie die Wirklichkeit – indessen spielt ihr das Schicksal einen Zettel unter die Finger – es ist nicht das große Los, es ist keine Niete, es ist ein Los, wie es Tausende schon getroffen hat, und Millionen noch treffen wird.