Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

628 Sprüche in dieser Kategorie

Um die Tragödien der anderen liegt immer etwas wie Banalität.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Das Schicksal prolongiert einen Wechsel meistens zweimal, bevor es ihn präsentiert.

Internet

Haben wir unser Schicksal in Händen? Oder sind wir nur Werkzeuge, die dem Gebot des Werdens dienen?

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Der Mensch denkt immer anders als das Schicksal.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originaltext: Homo semper aliud, fortuna aliud cogitat

Es glaubt der Mensch, sein Leben zu leiten, sich selbst zu führen; und sein Innerstes wird unwiderstehlich nach seinem Schicksale gezogen.

Goethe, Egmont, 1788. 5. Akt, Egmont zu Ferdinand

Wir alle, ohne Unterschied, leben in einer Art Gefangenschaft, und angebunden sind auch die, die uns angebunden haben, du müsstest denn die Kette an der Linken für leichter halten. Den einen fesseln Ehrenstellen, den anderen Reichtum; einige leiden unter ihrer vornehmen Geburt, andere unter dem Gegenteil; manche müssen sich fremde Herrschsucht gefallen lassen, manche hinwiederum sind Opfer der eigenen.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 10. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt, 1923

Unsere Vernunft ist dem Schicksal ebenso unterworfen wie unser Vermögen.

Internet

Das Schicksal gibt dem Menschen oft den Wundbalsam früher als die Wunde.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. 2. Hundposttag

Was kömmt, nimm immer mit Dank auf, daß es nicht härter ist.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Das Schicksal ist unheilvoll. Keiner, der geboren wurde, entrinnt ihm.

Internet

Das Schicksal. Träget das Schicksal dich; so trage du wieder das Schicksal. Folg ihm willig und froh; willt du nicht folgen, du mußt.

Herder, Blumen, aus der Griechischen Anthologie gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 1. und 2. Sammlung), 1785-86. Erstes Buch

Begnügt euch, Menschen, mit dem Wort: "So ist es!"

Dante Alighieri, Die göttliche Komödie (La Divina Commedia), entstanden ca. 1307-1321; Erstdruck 1472

Man ergebe sich in sein Schicksal, wenn man kein anderes hat.

Internet

Hindurch und nicht vorbei geht dein Weg, und nicht sollst du dich fürchten vor deiner Kraft.

Internet

Es ist oft schwer, den Finger Gottes von der Knute des Schicksals zu unterscheiden.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Der Schicksale sind nicht viele: wenige große wechseln beständig ab und ermüden an denen, die mit unbegrenzt emfindendem Herzen unzerstört hingehn.

Internet

Dein Los ist gefallen, verfolge die Weise, Der Weg ist begonnen, vollende die Reise: Denn Sorgen und Kummer verändern es nicht, Sie schleudern dich ewig aus gleichem Gewicht.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814-1819. Buch der Sprüche

Wir sind alle Augenblicksmenschen, deren Geschick sich auf einen einzigen Wink des Schicksals entscheidet.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Das Schicksal ist wie ein Netz voll Fische, sie ziehen, ziehen zu fest, dann platzt es und die Fische sind weg.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69

Denn schneller, wie die Welle steigt und fällt, Treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens.

Körner, Alfred der Große. Oper in zwei Aufzügen, entstanden 1811/12. 1. Aufzug, 2. Auftritt, Gothron

Wir werden eher durch das Schicksal als durch unsere Vernunft gebessert.

Internet