Schicksal Sprüche – hoffnung

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Eines nur gibt es, was not hier tut: Aushalten, Dulden, Beharren! Mag dich das Schicksal auch grausam narren, trag es, wenn sich's nicht ändern läßt, nur bleib' getreu, bleib' fest!

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Ermüdung Laß nicht die Arme sinken, so groß das Gezerr, du hast es noch immer gezwungen und wirst auch diesmal Herr! Wenn's andere leichter sich machen, du bist nicht sie, und Helfer zu deinen Zielen… hattest du nie! Du hast noch immer fast alles bezahlt weit über Kauf; laß es dich nicht verdrießen, sei stolz darauf. Und was du selbst gegeben, war immer wohl mehr, als, auf der Waage gewogen, nötig gewesen wär. Doch ohne Opfer und Einsatz von Herz oder Hand kommt auf der Welt überhaupt kein Wert zustand! Es gibt eben zweierlei Menschen und zweierlei Maß: Ein Baum will Früchte tragen und Gras bleibt Gras! Laß nicht die Arme sinken, so groß das Gezerr, du hast es noch immer gezwungen und wirst auch diesmal Herr!

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Die kleinen Unfälle, die uns stündlich vexieren, kann man betrachten als bestimmt, uns in Übung zu erhalten, damit die Kraft, die großen zu ertragen, im Glück nicht ganz erschlaffe.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Man muß sich im Unglück trösten durch die Freude an dem Verlorenen und durch die Erkenntnis, daß sich Geschehenes nicht ungeschehen machen läßt.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Spruchsammlung 'Also sprach Epikuros' [55]

Daß dir dein Schicksal oft schwer aufliegt, das glaub' ich dir gerne, liebes Herz! Sei ein Mann und siege.

Hölderlin, F., Briefe. An seinen Bruder, 2. Juni 1796

Schicksal Wie du im Herzen glaubst, so wird dir das Schicksal begegnen; was du an andern tust, wird dir von andern geschehn.

Herder, J. G., Gedichte. Epigramme

Unbequemlichkeiten, selbst Schrecklichkeiten, die kommen müssen, kann man nur dadurch ihres Schreckencharakters einigermaßen entkleiden, daß man sie so rasch wie möglich an der Brust packt und den Kampf auskämpft, der doch gekämpft werden muß.

Fontane, T., Briefe

Nein, bettle, wer da will des Glückes eitle Gaben, Im Wunsche groß, klein im Genuß: Von mir soll das Geschick nur diese Bitte haben: Gleich fern von Not und Überfluß.

Haller, Versuch Schweizerischer Gedichte, 1772. Gedanken. Bey einer Begebenheit (Januar 1734)

Das Schicksal behandelte mich schlecht, ich schaute es an und lachte, damit niemand sah, wie bitter der Becher war, den ich trank. Die Fröhlichkeit kam vorbei, hielt an bei mir, und sagte: "Ich kam um zu sehen, mit wem du lachst?"

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Jemand, der sich seiner Kraft als eines schwer erworbenen Guts bewusst ist, glaubt nicht leicht an die gänzliche Ungunst des äußern Geschicks.

Stahl, Ein weiblicher Arzt, 1863

Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen.

Ovid, Tristia (Trauriges oder Klagelieder), geschrieben im Exil von 8 bis 12 n. Chr. 3,6. Originaltext: Ratio fatum vincere nulla valet.

Und das Verdrießliche dabei ist, daß alle dergleichen Ahnungen, Inspirationen, Fingerzeige von oben, Warnungen durch Träume und Erscheinungen zu gar nichts helfen; denn die Sache geschieht deswegen doch.

Diderot, Jacques der Fatalist und sein Herr (Jacques le fataliste et son maître), entstanden 1765-84, erschien posthum 1796

Es gibt Fälle im Leben, wo es einem so recht ersichtlich wird, daß Gottes Vorsehung getreulich über uns waltet und uns kein ander Maß zuteilt, als unsere Kräfte zu tragen fähig sind.

Jensen, Das Erbteil des Blutes. Erzählung, 1870

Es ist besser, sein Kreuz zu tragen als zu schleppen.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886

Es gibt Menschen, die durch kleine Zwischenfälle aus dem Gleichgewicht geraten können, während sie die großen Schläge standhaft ertragen.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Kein Schicksal gibt's; es gibt nur Mut und Willen; sei stark durch dich, so ist die Palme dein.

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Klage. Und sollte nicht das Herz erbeben, Gebeugt vom Schicksal, rauh und erzen, Wird ihm ein jeder Schritt durch's Leben Zum blutigen Markstein neuer Schmerzen? Wenn Menschen seine Welt zerstören, Durch Hohn sein innerst Selbst vernichten? Sollt es sich zürnend nicht empören, Bleibt ihm Enttäuschung und Verzichten? Sein Schrei nach Frieden ist vergebens, Getränkt mit Wermut ward sein Fühlen... Du gold'ner Quell des ew'gen Lebens, Vermagst du einst, dies wegzuspülen?

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Kann ich mein Schicksal auch nicht sehen, ich bin getrost: Du kennst das Ziel!

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Wer das wahre Kreuz bei sich trägt, über den hat der Teufel keine Macht, aber das wahre Kreuz ist weder eins von Silber noch von Gold, sondern es ist der Sinn, der willig und mit Dank trägt, was ihm Gott auferlegt.

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Ergebung in das, was geschehen kann, Hoffnung und Vertrauen, daß nur dasjenige geschehen wird, was heilsam und gut ist, und Standhaftigkeit, wenn etwas Widerwärtiges eintrifft, sind alles, was man dem Schicksale entgegenstellen kann.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 12. Januar 1824

Was die Schickung schickt, ertrage.

Herder (Hg.), Adrastea (Zeitschrift), 1801-03/04 (11. und 12. Stück hg. durch seinen Sohn W. G. von Herder). Aus: Die wiedergefundnen Söhne