Schicksal Sprüche – leben

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Ich kann gar nicht begreifen, wie mir etwas begegnen kann, das mir unangenehm ist.

Galletti, Der Klassiker der Kathederblüte. Gesammelte Aussprüche Gallettis, ergötzlich und nachdenklich zu lesen. Piper & Co., München, um 1930

Manche freilich ... Manche freilich müssen drunten sterben, Wo die schweren Ruder der Schiffe streifen, Andre wohnen bei dem Steuer droben, Kennen Vogelflug und die Länder der Sterne. Manche liegen immer mit schweren Gliedern Bei den Wurzeln des verworrenen Lebens, Andern sind die Stühle gerichtet Bei den Sibyllen, den Königinnen, Und da sitzen sie wie zu Hause, Leichten Hauptes und leichter Hände. Doch ein Schatten fällt von jenen Leben In die anderen Leben hinüber, Und die leichten sind an die schweren Wie an Luft und Erde gebunden: Ganz vergessener Völker Müdigkeiten Kann ich nicht abtun von meinen Lidern, Noch weghalten von der erschrockenen Seele Stummes Niederfallen ferner Sterne. Viele Geschicke weben neben dem meinen, Durcheinander spielt sie alle das Dasein, Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens Schlanke Flamme oder schmale Leier.

Hofmannsthal, H., Gedichte. Erstdruck 1896

Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 22. Juni 1830

Je größer die Verheißung ist, die über deinem Leben steht, desto länger ist auch die Zeit, bis sie sich erfüllt.

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Keiner entgeht seinem Schicksal.

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Aber wehe einem jeden, der nicht sein Schicksal an dasjenige der öffentlichen Gemeinschaft bindet, denn er wird nicht nur keine Ruhe finden, sondern dazu noch allen inneren Halt verlieren und der Mißachtung des Volkes preisgegeben sein, wie ein Unkraut, das am Wege steht.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). 2. Mai 1848

Frei hat Gott die Menschen geschaffen, damit diese sich selbst ihr Schicksal bereiten.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Ingo und Ingraban. Ingraban. Im Sorbendorf

Kein Mensch kann sagen: Solches trifft mich nie.

Menander, Fragmente

Wir sind nicht die Gebieter unseres Schicksals. Der Wirbelwind der Ereignisse reißt uns fort, und man ist ohnmächtig dagegen.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An Voltaire, 6. Juni 1740

Das Schicksal behandelte mich schlecht, ich schaute es an und lachte, damit niemand sah, wie bitter der Becher war, den ich trank. Die Fröhlichkeit kam vorbei, hielt an bei mir, und sagte: "Ich kam um zu sehen, mit wem du lachst?"

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Das Geschick läßt unsere Tugenden und Laster hervortreten wie das Licht die Körper.

Rochefoucauld, Betrachtungen oder Moralische Sentenzen und Maximen

So steht der arme Mensch allemal mit zugebundenen Augen vor deinem scharfen Schwerte, unbegreifliches Schicksal! Und wenn du es aufziehest und schwingest, ergötzet ihn das Pfeifen und Wehen desselben kurz vor dem Schlage!

Jean Paul, Leben des Quintus Fixlein, 1796. Des Quintus Fixlein Leben bis auf unsere Zeiten. Zwölfter Zettelkasten

Wer den Mut hat, mit dem Schicksal zu ringen, der ist ein geborener König unter den Menschen.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Wenn es jemandes Schicksal ist, zu ertrinken, wird er auch in einem Becher Wasser ertrinken.

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Jemand, der sich seiner Kraft als eines schwer erworbenen Guts bewusst ist, glaubt nicht leicht an die gänzliche Ungunst des äußern Geschicks.

Stahl, Ein weiblicher Arzt, 1863

Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen.

Ovid, Tristia (Trauriges oder Klagelieder), geschrieben im Exil von 8 bis 12 n. Chr. 3,6. Originaltext: Ratio fatum vincere nulla valet.

Man hat schon viele Bewegungsbegriffe umdenken müssen, man wird auch allmählich erkennen lernen, daß das, was wir Schicksal nennen, aus den Menschen heraustritt, nicht von außen her in sie hinein.

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Allerwärts klagt der Mensch Natur und Schicksal an, und sein Schicksal ist doch in der Regel nur Nachklang seines Charakters, seiner Leidenschaften, Fehler und Schwächen.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Leidenschaften

Die Sterne sind nur der Vater deines Schicksals. Die Mutter ist deine eigene Seele.

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Vor dem Schicksal schützt nur eins: die Nichtigkeit.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1839

Ich rechne nie! Auf die Art kann's Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.

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