Schicksal Sprüche – leben

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Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann.

Kinkel, Otto der Schütz. Eine rheinische Geschichte in zwölf Abenteuern, 1846

Bedenke, daß die unterscheidende Eigenschaft eines vernünftigen Wesens die freie Unterordnung unter sein Schicksal ist, nicht aber ein schimpflicher Kampf mit ihm, wie er den Tieren eigen ist.

Sellmair (Hg.), Weisheit unterwegs. Worte der Meister, 1941 (3. Auflage 1948)

Dann habe ich mich auch überzeugt, daß nur rauhe Bewegung und wechselvolles Geschick einen tüchtigen, d. h. nach allen Seiten hin tüchtigen Charakter hervorbringen kann. Darum leben hoch Ebbe und Flut, Freude und Leid, Glück und Elend!

Keller, G., Briefe. An Johann Salomon Hegi, 10. Mai 1846

Das Schicksal wird nicht außerhalb des Menschen bestimmt, sondern entsteht aus ihm selbst.

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's ist nicht so schlimm als wohl man denkt, wenn man's nur recht erfaßt und lenkt.

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Das Unvorhergesehene ist die wahre Bewährungsprobe.

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Für alle Vögel gibt es Lockspeisen, und jeder Mensch wird auf seine eigene Art geleitet und verleitet.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 1. Teil, 5. Buch

Die kleinen Unfälle, die uns stündlich vexieren, kann man betrachten als bestimmt, uns in Übung zu erhalten, damit die Kraft, die großen zu ertragen, im Glück nicht ganz erschlaffe.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Du bist wie deine tiefen, drängenden Wünsche. Wie deine Wünsche, so ist dein Wille. Wie dein Wille, so ist deine Tat, und wie deine Tat, so ist dein Schicksal.

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So ist es uns ergangen So ist es uns ergangen. Vergiß es nicht in beßrer Zeit! – Aber Vöglein singen und sangen, Und dein Herz sei endlos weit. Vergiß es nicht! Nur damit du lernst Zu dem seltsamen Rätsel »Geschick«. – Warum wird, je weiter du dich entfernst, Desto größer der Blick? Der Tod geht stolz spazieren. Doch Sterben ist nur Zeitverlust. – Dir hängt ein Herz in deiner Brust, Das darfst du nie verlieren.

Ringelnatz, J., Gedichte. Verstreut Gedrucktes

Sein Schicksal bildet sich der Mensch selbst. Und: seinen Menschen bildet sich das Schicksal. So umarmen sich denn doch Freiheit und Notwendigkeit.

Sailer, Deutsches Sprichwörter- und Sprüchebuch. Ein Lehr- Lese- und Unterhaltungsbuch für Deutsche, 1819. Sprüche und Glossen. Erstes Hundert [2.]

Daß dir dein Schicksal oft schwer aufliegt, das glaub' ich dir gerne, liebes Herz! Sei ein Mann und siege.

Hölderlin, F., Briefe. An seinen Bruder, 2. Juni 1796

Es ist sinnlos, dem Schicksal zu grollen; denn es nimmt keine Klagen an.

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Hitze und Kälte, Kummer und Schmerz, Schrecken und Schwäche an Besitz und Körper - dies alles zusammen bürdet uns die erhabene Weisheit auf, damit ans Tageslicht kommt, aus welchem Stoff unser Innerstes gemacht ist.

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Schicksal ist nicht mehr als wir.

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Was die »Lebensblinden« Schicksal nennen, ist nichts als unverstandene Wirklichkeit, die ihren Ursprung in ihrem eigenen Inneren hat.

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Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 6. September 1825

Bedeutet ein Schicksalsschlag für dich das Ende, hast du dich sehr weit von dir entfernt.

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Ich glaube nicht an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, gleichviel wie sie handeln. Aber ich glaube an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, wenn sie nicht handeln.

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Jeder Mensch muß seine Schicksalsschläge haben.

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Unbequemlichkeiten, selbst Schrecklichkeiten, die kommen müssen, kann man nur dadurch ihres Schreckencharakters einigermaßen entkleiden, daß man sie so rasch wie möglich an der Brust packt und den Kampf auskämpft, der doch gekämpft werden muß.

Fontane, T., Briefe