Schicksal Sprüche – leben

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In dem Geschick begegnen wir dem verkörperten Charakter.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Mit falschem Einsatz lässt sich das Schicksal auf die Dauer nicht betrügen.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Dunkel und verhüllt sind die Endzwecke des Schicksals und doch befördern wir täglich durch unser Tun und Denken – wenn auch scheinbar das Gegenteil – den geheimen Gang desselben.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Was die Schickung schickt, ertrage.

Herder (Hg.), Adrastea (Zeitschrift), 1801-03/04 (11. und 12. Stück hg. durch seinen Sohn W. G. von Herder). Aus: Die wiedergefundnen Söhne

Als großes Los im Leben mir Ein seltsam Ding erscheint: Wenn über das man lächeln kann, Was einst man hat beweint.

Leixner, Herbstfäden, 1886

Es ist die peinlichste Verzweiflung, zu fühlen, daß wir unser Schicksal verdienen.

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Das Schicksal ist erfinderischer als der Mensch.

Franzos, Die Juden von Barnow, 1877

Mehr noch als der Reiche, der sein Gold in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.

Pauly, Aphorismen, 1905

Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig – und läßt ihn im Greisenalter reich werden.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Bisweilen kommt, nachdem das Schlimmste überstanden ist – noch Schlimmeres.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Man müßte bürgen können für sein Schicksal, um zu verantworten, was man tun wird.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Der Mensch hält sein Schicksal für etwas Fremdes, weil ihm das innere Band verborgen ist. Aber die Seele enthält jedes Ereignis, das sie erleben wird, denn das Ereignis ist nur der Gedanke, der sich nach außen projiziert, und das, worum wir zu uns selbst beten, wird uns immer gewährt.

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Das Schicksal stößt uns auf den rechten Weg; aber oft so derb, dass wir das Wiederaufstehen vergessen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Ich sah einmal ein Kind die Hand ausstrecken, um das Mondlicht zu haschen; aber das Licht ging ruhig weiter seine Bahn. So stehn wir da, und ringen, das wandelnde Schicksal anzuhalten.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Memento Kannst dem Schicksal widerstehen, Aber manchmal gibt es Schläge; Will's nicht aus dem Wege gehen, Ei, so geh' du aus dem Wege!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigrammatisch, entst. 1812-1814

Auf jedes Menschen Angesicht Liegt leise dämmernd ausgebreitet Ein sanfter Abglanz von dem Licht Des Sternes, das sein Schicksal leitet.

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Das Schicksal zerstreut, der Mensch muss sammeln.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Widersacher, Weiber, Schulden, Ach! kein Ritter wird sie los.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Balladen. Aus >Ritter Kurts Brautfahrt<

Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Vor des Schicksals Zwanggebot ist kein Entfliehn.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr

Nur wer sich gegen sein Schicksal stellt, kann Angst haben.

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